DHS - Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.
Newsletter 8-2011  

Sehr geehrte Damen und Herren, Liebe Kolleginnen und Kollegen,

endlich. Vorbei. Und zu diesem frohen Anlass finden Sie im letzten Newsletter des Jahres Nachrichten, die auch nicht länger warten wollen, sowie wieder einmal jede Menge Geschenke.

 

Wie so oft, wenn irgendeine Maßnahme im öffentlichen Interesse liegt, zugleich aber die Gewinnerwartung von Wirtschaftsunternehmen schmälert, bieten diese eine Selbstverpflichtung an. Wirksame gesetzliche Regelungen sollen so vermieden werden – und das funktioniert erstaunlich oft. Bevor wir uns im nächsten Jahr mit einem besonders krassen Fall schädlicher Selbstverpflichtung genauer befassen, sind wir zum Jahresausklang viel lieber positiv und zuversichtlich:

Noch wird die Frage einer gesetzlichen Regelung, Selbstverpflichtung, Fix-Quote oder Flexi-Quote mit ungewissem Ausgang in Bundesregierung und Wirtschaft diskutiert. Als neueste Initiative hat die Bundesfamilienministerin nun eine selbst gesetzte Frauenquote für den öffentlichen Dienst ins Auge gefasst. Jedes Ministerium soll künftig für alle Gremien, die es besetze, „eine konkrete Zielvorgabe für den Frauenanteil“ festlegen und im Internet veröffentlichen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,802922,00.html

Die Geschäftsstelle der DHS geht hier gerne voran. Unsere Frauenquote über die gesamte Belegschaft (ohne Unterscheidung von Teil- und Vollzeitarbeitsplätzen) beträgt 87 %. In den drei Leitungspositionen von Geschäftsführung und Verwaltung liegt sie bei 67 %. Und auch für die Zukunft garantiert die DHS, dass in beiden Bereichen der Frauenanteil mindestens 50 % betragen wird. Und ebenso wie in der Rausch- und Suchtmittelpolitik würden wir hier eine gesetzliche Regelung jeder Selbstverpflichtung vorziehen: Wirkung zählt!

 

 

Inhalt

Dieser Newsletter informiert Sie über folgende Themen:

  • Aus der DHS
  • Veröffentlichungen
  • Ausschreibung
  • Geschenke
Aus der DHS

Projekt Eltern.aktiv - erfolgreich beendet und als download

Die DHS und die LWL-Koordinationsstelle Sucht sowie acht Bundesprojekteinrichtungen und vier LWL-Jugendämter blicken auf zwei Jahre intensiver Arbeit im Projekt „Eltern.aktiv“ zurück. Zahlreiche elternbezogene Aktivitäten wurden durchgeführt, abgestufte Konzepte für die suchtpräventive Arbeit mit Eltern junger Rauschmittelkonsumenten/innen erarbeitet und zusammengestellt. An dieser Stelle möchten wir insbesondere den Projekteinrichtungen, der Universität Hildesheim, dem Fachbeirat, dem Bundesministerium für Gesundheit und der Koordinationsstelle Sucht des LWL für die gute Zusammenarbeit danken.

Das Projekt hat das große Engagement der Suchthilfe gezeigt, Eltern mit adäquaten Hilfeangeboten zu erreichen. Und seitens der Eltern wurde das Bedürfnis deutlich, mehr zur Entstehung von Sucht, zu Rauschmitteln und Handlungsmöglichkeiten zu erfahren. Der ausführliche Evaluationsbericht sowie die Konzepte des Elternkoffers für die praktische Arbeit stehen unter www.dhs.de, Rubrik „Projekte – Elternarbeit“, zum Download zur Verfügung. Weitere Informationen erhalten Sie zudem von rummel@dhs.de.

 


DHS-Fachkonferenz 2012: Der 4-Säulen-TÜV

Die 52. DHS-Fachkonferenz Sucht findet vom 19. bis 21. November 2012 im „pentahotel Leipzig“ statt. Der zum Schluss der 51. Fachkonferenz mitgeteilte Termin musste aufgrund von Buchungsschwierigkeiten also um 2 Wochen verschoben werden. Auf die Reize Leipzigs wird dies keinen Einfluss haben, und auch unser Thema bleibt so spannend wie es war: „Die 4 Säulen der Drogen- und Suchtpolitik auf dem Prüfstand“.


Kein Antabus® mehr in Deutschland? – Stellungnahme des Wissenschaftlichen Kuratoriums der DHS

Seit 1948 wird das Medikament Disulfiram (Antabus®) in der abstinenzorientierten Behandlung Alkoholabhängiger eingesetzt. Im Frühjahr dieses Jahres hat die Firma Nycomed nun erklärt, dass sie Antabus® nicht mehr länger produzieren und vertreiben werde. Diese Entscheidung beruht weder auf medizinischen noch pharmakologischen Gründen.
Insbesondere bei schwer alkoholabhängigen Patienten wird damit nicht nur ein sehr effektives, sondern auch sehr kostengünstiges Medikament vom Markt genommen. Die reinen Medikamentenkosten steigen dadurch, wie das Wissenschaftliche Kuratorium der DHS erklärt, um ca. 300 bis über 400 %.

http://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/dhs_stellungsnahmen/Antabus_-_Stellungnahme_des_Wissenschaftlichen_Kuratoriums_der_DHS.pdf


Veröffentlichungen

Statistik 2010 der fünf Selbsthilfe- und Abstinenzverbände in der DHS

Bereits zum dritten Mal führten das Blaue Kreuz in Deutschland, das Blaue Kreuz in der evangelischen Kirche, die Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe, die Guttempler in Deutschland und der Kreuzbund eine gemeinsame statistische Erhebung durch. Sie umfasst Informationen zum Alter der Selbsthilfegruppen-Teilnehmer/innen, zu Abhängigkeitsformen, Behandlungsarten, Ausbildung der Ehrenamtlichen, zum Rauchen und zu Rückfällen.
http://www.dhs.de/arbeitsfelder/selbsthilfe/statistik-der-fuenf-selbsthilfe-und-abstinenzverbaende.html
Besonderer Dank gilt den ehrenamtlichen tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die zum wiederholten Mal Gewähr dafür trugen, dass aussagekräftige Informationen über die Sucht-Selbsthilfe in Deutschland zur Verfügung stehen.


Deutsche Suchthilfestatistik: Neue Website

Seit Ende November ist die neu gestaltete Website der Deutschen Suchthilfestatistik (DSHS) online: http://www.suchthilfestatistik.de/. Sie bietet gegenüber der bisherigen Version Einiges mehr. Neben der deutlich verbesserten Benutzerfreundlichkeit finden sich hier Anwendungen, die einen besseren Einblick in die DSHS ermöglichen. So stehen aktuelle Informationen in Wort und Bild thematisch geordnet zur Verfügung. Mit dem neuen DSHS-Abbildungsarchiv ist außerdem die Möglichkeit eingerichtet, die Standardabbildungen der DSHS aus den vergangenen Jahren downzuloaden und im Zeitraffer als Diashow anzusehen. Neben der pdf-Version kann jetzt auch eine Online-Version des KDS-Manuals genutzt werden, bei der durch Anklicken des jeweiligen Items sofort die entsprechenden Erläuterungen abrufbar sind.
Wie bisher auch können die aktuellen Daten aus dem Erhebungsjahr 2010 in tabellarischer Form abgerufen werden. Die wichtigsten Ergebnisse dazu finden sich im ebenfalls downloadbaren Jahresbericht 2010. Daneben stehen auch noch Kurzberichte zu ausgewählten Themenbereichen der DSHS zur Verfügung.


Ausschreibung

 

Die Initiative zur sozialen Rehabilitation in Bremen möchte im kommenden Jahr eine/n Patientenfürsprecher/in mit Psychiatrieerfahrung auf der Basis einer geringfügigen Beschäftigung einstellen. Nähere Informationen dazu finden Sie unter http://www.izsr.de/downloads/fuersprecherIn-ausschreibung.pdf


Geschenke

 

Jede Menge Geschenke

 

Hilfreich

Viele Ereignisse gehen sowohl für einzelne Familienmitglieder als auch für das „System Familie“ mit traumatischem Stress einher. Die Frage, wie nach solchen Einschnitten die Kräfte der Familie aufgebaut werden können, beschäftigt besonders intensiv die systemische Therapie. Vier Exemplare des Handbuchs „Traumatischer Stress in der Familie. Systemtherapeutische Lösungswege“ von Alexander Korritkow und Karl Heinz Pleyer vergeben wir am 2. Januar 2012 ab 10.00 Uhr unter 02381 / 9015-23.
Verlag Vandenhoeck & Ruprecht: http://www.v-r.de/de/Korittko-Pleyer-Traumatischer-Stress-in-der-Familie/t/1001004993/

 

Rätselhaft

Ab sofort kann das von der Villa Schöpflin entwickelte „Cannaquiz“ bestellt werden. Es richtet sich an Fachkräfte der Suchtprävention, die das Spiel in der pädagogischen Gruppenarbeit mit Konsumierenden einsetzen möchten. Es fördert einen offenen Dialog zum Thema Cannabis und regt zur Reflexion und Diskussion an. (Preis 35 €, Bestellungen unter Tel. 07621 / 914 909 3, mail@villa-schoepflin.de oder unter www.villa-schoepflin.de)
Wir vergeben ein Exemplar des Quiz‘  am 3. Januar 2012 um 9.00 Uhr unter 02381 / 9015-23.

 

Außergewöhnlich

Keith Richards: Life. Die mehr als 700 Seiten starke Biografie des Masterminds der Rolling Stones (Jagger-Fans mögen mir verzeihen) wurde nahezu hymnisch besprochen. Zugleich ist sie das einzige jemals im Newsletter ausgelobte Buch, das uns nicht kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. So beschränken wir uns auf ein Exemplar, vergeben dieses jedoch mit dem größten Vergnügen am 3. Januar 2012 um 11.00 Uhr unter 02381 / 9015-23. You’ll like it.

 

(Das im vergangenen Newsletter ausgelobte „Kindeswohl in alkoholbelasteten Familien als Aufgabe der Jugendhilfe“ von Klaus Hinze und Annemarie Jost ging an Nina Grötsch in Lauf. „Alkoholabhängigkeit, Entstehung, Behandlung und Vorbeugung unter didaktischer Perspektive“ erhielt Ulrike Stutzkeit in Bochum. Und bei dem wieder einmal so einzigen wie einzigartigen DHS-Taschenkalender für das kommende Jahr war Claudia Zewe aus Egenhausen erfolgreich.)

 

Der Vorstand und die Geschäftsstelle der DHS wünschen Ihnen und Ihren Lieben alles, was Sie sich selber wünschen und für da draußen die vollständige Abwesenheit von Glatteis und anderem Irrsinn. Machen Sie es gut und bleiben Sie munter. Das wünscht Ihnen und auch sich über die Feiertage und fürs Neue Jahr

Ihr

Dr. Raphael Gaßmann

 

 


Internationale Zusammenarbeit

Die DHS steht im fachlichen Austausch mit europäischen Partnerorganisationen. Sie kooperiert mit Gremien und Dienstellen der EU und der WHO, die mit suchtrelevanten Themen beschäftigt sind sowie mit Vereinen und Verbänden auf internationaler Ebene, die gleiche oder ähnliche Aufgaben wie die DHS übernommen haben. Dabei steht besonders die Entwicklung wirksamer Strategien zur Senkung der durch Alkohol und illegale Drogen verursachten gesundheitlichen und sozialen Folgen im Mittelpunkt.

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