DHS - Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.
Newsletter 1-2013  

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

der höchste Alkoholkonsum weltweit findet in Europa statt - und dementsprechend auch die meisten alkoholbedingten Probleme. Das stellt die WHO seit Jahrzehnten fest und bemerkt seit etwa 2005 eine Stabilisierung dieser Katastrophe auf hohem Niveau. Insgesamt zählt sie Tabak- und Alkoholkonsum zu den größten Risikofaktoren für die Gesundheit: http://www.welt.de/gesundheit/article114390917/Europaeer-leben-laenger-aber-betrinken-sich.html

Vor diesem Hintergrund organisiert die DHS zum vierten Male und erneut unter dem WHO-Motto „Alkohol? Weniger ist besser!“ die Aktionswoche Alkohol. In zwei Monaten fällt erneut der Startschuss. Bei tausenden Engagierten laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Vom 25. Mai bis 2. Juni werden wieder zahlreiche Aktionen stattfinden, um möglichst viele Menschen an möglichst vielen Orten zu erreichen. Alle, die Alkohol trinken, sollen angeregt werden, ihr Trinkverhalten einzuschätzen und zu prüfen, ob der eigene Konsum von Bier, Wein und Schnaps gesundheitsverträglich ist. Der Aktionswoche Alkohol geht es um Aufklärung, Information und Gespräche - ohne erhobenen Zeigefinger. Denn viele Menschen wissen gar nicht um die vielfältigen Gefahren, die vom Alkoholkonsum ausgehen.

Machen auch Sie mit: Anregungen und Ideen für die Gestaltung eigener Aktionen finden sich auf der Homepage www.aktionswoche-alkohol.de unter den Rubriken „Für Veranstalter“ und „Termine“. Bereits jetzt haben sich schon über 200 Veranstalter angemeldet - und es werden täglich mehr.

Die Materialien - das Kernstück der DHS-Unterstützung für alle Aktionen - befinden sich kurz vor der Fertigstellung. Sie können unter http://www.aktionswoche-alkohol.de/fuer-veranstalter/materialen.html alle demnächst bestellbaren Medien einsehen. Schon jetzt erhalten die angemeldeten Veranstalter ein „Starterpaket“ (mit dem neuen „Aktionsplaner“, Haftnotizzetteln mit Aktionswochen-Logo, Factsheets rund um Mythen, Meinungen und Risiken sowie das Faltblatt „Alkohol und Gesundheit? Weniger ist besser!“). Neben bewährten Broschüren, Faltblättern und Factsheets werden auch in diesem Jahr neue Materialien aufgelegt. Dazu zählt beispielsweise der „Aktionsplaner“, der bei Organisation und Durchführung eigener Veranstaltungen hilfreich ist.
Natürlich dürfen auch neue Plakate in unterschiedlichen Formaten sowie die bewährte Z-Card - dieses Mal mit häufig gestellten Fragen und meist überraschenden Antworten zum Alkoholkonsum - nicht fehlen. Die Z-Cards befinden sich zurzeit noch in Arbeit, können aber zusammen mit den anderen Materialien im April 2013 kostenlos von allen gemeldeten Veranstaltern über die Aktionswochen-Homepage bestellt werden. Wir geben Ihnen rechtzeitig Bescheid. Fertiggestellt sind auch hohe Neuauflagen der Broschüren „Alles o.k. mit Alkohol? Informationen, Test und Tipps zum Trinkverhalten“ und „Alkohol am Arbeitsplatz - Eine Praxishilfe für Führungskräfte“. Diese können bis zum Sommer exklusiv nur von Veranstaltern der Aktionswoche bestellt werden.
Ebenso stehen bereits die Logos der Aktionswoche für die Öffentlichkeitsarbeit zum Download bereit. Auch Anzeigen für Printmaterialien und Internetbanner in unterschiedlichen Formaten sind bereits erhältlich.

Erstmals laden wir in diesem Jahr dazu ein, die Aktionswoche auch bei Facebook mitzugestalten. Seit Dezember 2012 können sich Veranstalter und Interessierte hier über Neuigkeiten zur Aktionswoche informieren sowie Fragen und Kommentare zum Thema Alkohol posten. www.facebook.com/aktionswochealkohol
Veranstalter der Aktionswoche 2013 stellen hier ihre Planungen vor und Sie, liebe Leserinnen und Leser, haben die Möglichkeit, sich an Diskussionen zu beteiligen und eigene Beiträge einzubringen. Die Seite wächst von Tag zu Tag und wir planen, sie auch „zwischen den Aktionswochen Alkohol“ weiter zu betreuen.

Für Vereine ist es noch nicht zu spät, sich für den Präventionspreis des DHS-Fördervereins zu bewerben. Insgesamt 2.000 € sind ausgelobt. Der Präventionspreis unterteilt sich in zwei Einzelpreise: Einer wird für die konsequente Umsetzung des Jugendschutzes in Bezug auf Alkohol im Vereinsleben vergeben, der zweite bezieht sich auf modellhafte Konzepte zur Umsetzung. Gut für das Vereinskonto - und auch der Imagegewinn ist groß. Alle weiteren Infos und Teilnahmebedingungen finden Sie unter http://www.aktionswoche-alkohol.de/ueber-die-aktionswoche/aktuelles/aktuelles-einzelansicht/article/alkohol-und-jugendschutz-im-verein-foerderverein-der-dhs-vergibt-zum-2-mal-praeventionspreis.html?cHash=6efda7a18293d1e40602d4e652d40744 


Geschenke

Die ausgelobten Bände „Kutschke: Sucht - Alter - Pflege“ gingen an Gabriele Cierkowski (Neubrandenburg), Sonja Gambeth-Weber (Fellbach), Mario Nätke (Berlin) und Sabine Schaller (Magdeburg). Unser letztes „Life“ erloste Peter Sottung (Germersheim).

Herzlichen Glückwunsch!


Christian Urech: Rauchen - Saufen - Kiffen. Dank Erziehung stark gegen Abhängigkeit
Die Aktionswoche Alkohol ist traditionell eine Ausnahmeerscheinung in der bundesdeutschen Alkoholprävention: Auch weil sie sich nicht ausschließlich an Kinder und Jugendliche richtet, sondern an die Gesamtbevölkerung. Selbstverständlich gibt es gute, sehr gute Gründe, Alkoholprävention an Kinder und Jugendliche zu adressieren: Je früher ein Mensch den Alkoholkonsum beginnt, desto wahrscheinlicher ist es, dass er schwere und schwerste gesundheitliche Schäden davontragen wird und desto wahrscheinlicher ist es, dass er abhängig wird. Doch auch für jedes Alkoholproblem der jungen Generationen sind Erwachsene verantwortlich. Weil sie es verursachen oder nicht ändern. Alkohol wird von Erwachsenen hergestellt, von Erwachsenen mit Fruchtaromen und Zucker auf den Geschmack junger Menschen abgestimmt, von Erwachsenen mit Versprechen von sexuellem Erfolg, sportlichem Strandleben und Sorglosigkeit beworben, die in ihrer Ausgestaltung auch und gerade junge Menschen ansprechen; von Erwachsenen an Kiosken, Tankstellen, in Geschäften und Supermärkten an Kinder und Jugendliche verkauft. Erwachsene schließen die Augen, wenn Kinder in der Öffentlichkeit trinken, Erwachsene verantworten jeden einzelnen von jährlich Millionen Verstößen gegen den Jugendschutz und sie verantworten, wenn dieser nicht wirkungsvoll geahndet wird. Nicht zuletzt veranstalten Erwachsene Jahr für Jahr die größten deutschen Alkohol-Exzesse und übertragen das öffentliche Komatrinken dann noch live im Fernsehen aus Aachen, Düsseldorf, Köln, München und so weiter.
Und selbstverständlich haben auch Erwachsene die meisten Alkoholprobleme. So ist der durchschnittliche Alkoholabhängige in ambulanten und stationären Einrichtungen männlich und zwischen 40 und 50 Jahre alt.

Nichts desto trotz loben wir am Ende dieses Newsletters einen Band aus, der sich gezielt mit den jugendbezogenen Aspekten dieses und benachbarter Suchtmittelprobleme befasst. Der Ratgeber zeigt, wie Eltern Selbstwertgefühl und Risikokompetenz ihrer Kinder stärken und deren Konflikt- und Problemlösungsfähigkeit fördern können. Und wie sich so auch die Risiken für Suchtverhalten vermindern lassen. Dennoch betont der Autor, dass Alkoholprävention den Konsum nicht auf ein Problem von Heranwachsenden oder Randgruppen reduzieren kann. Und er beschreibt konkret, was „Prävention als gesellschaftliche Aufgabe“ bedeutet. Hier bedeutet die Floskel einmal nicht das Abschieben von Verantwortung an „die Allgemeinheit“, sondern die notwendige Beschreibung dessen, wer genau für was genau verantwortlich und zuständig ist.

Wir verlosen 3 Exemplare unter all jenen, die uns ihr Interesse bis zum 3. April per Postkarte mitteilen (Stichwort: Prävention für Alle). Bitte adressieren Sie Ihre Karte an die DHS e.V., Westenwall 4, 59065 Hamm. 


Und zum Schluss und für heute kein einziges Wort zum Wetter, doch die besten Wünsche für Sie und Ihre Lieben
von Ihrem
Dr. Raphael Gaßmann
Geschäftsführer

 

 


Internationale Zusammenarbeit

Die DHS steht im fachlichen Austausch mit europäischen Partnerorganisationen. Sie kooperiert mit Gremien und Dienstellen der EU und der WHO, die mit suchtrelevanten Themen beschäftigt sind sowie mit Vereinen und Verbänden auf internationaler Ebene, die gleiche oder ähnliche Aufgaben wie die DHS übernommen haben. Dabei steht besonders die Entwicklung wirksamer Strategien zur Senkung der durch Alkohol und illegale Drogen verursachten gesundheitlichen und sozialen Folgen im Mittelpunkt.

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