DHS - Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.
Newsletter 4-2013  

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

nun ist sie schon vorbei, die 4. Aktionswoche Alkohol „Weniger ist besser!“. So lange die Vorbereitung für tausende Kolleginnen und Kollegen (und uns bei der DHS) dauert, so schnell geht diese gute Woche dann jedes Mal vorüber. Wie es diesmal war, können wir bislang ausschließlich aus DHS Sicht beantworten. Jedes Mal sind wir bestrebt, bewährte Elemente auszubauen und kritische Aspekte zu verbessern. Für 2013 hatten wir uns insbesondere vorgenommen, die überregionale und nationale Medienpräsenz deutlich zu steigern. Mit Hilfe vieler engagierter Journalist/innen an maßgeblichen Stellen - und von Facebook - ist uns dies zweifelsfrei gelungen. Alkohol wird, so unser Eindruck, in den letzten zwei bis drei Jahren zunehmend auch von den Medien als problematisch wahrgenommen und bereitwilliger dargestellt. Doch viele weitere Fragen zur Aktionswoche Alkohol 2013 sind bislang noch unbeantwortet. So werden wir in den kommenden Wochen eine Evaluation zur Aktionswoche Alkohol 2013 durchführen und auswerten, die uns - und nicht zuletzt Ihnen - detailliertere Aufschlüsse bieten wird. Selbstverständlich werden wir auch diese Evaluation wieder veröffentlichen, schon allein, damit sie im Detail nachvollziehbar ist, und nicht bloße Behauptung bleibt.

Zuvor jedoch möchten wir allen Beteiligten für ihr Engagement danken. Wir befinden uns in einer fundamentalen Imagewende des Alkohols, und die Aktionswoche dabei mittendrin.


 

Inhalt

Dieser Newsletter informiert Sie über folgende Themen:

  • Aus der DHS
  • Veranstaltungen
  • Ausschreibungen
  • Veröffentlichungen: Druck & Internet
  • Rausch - Sucht - Mittel - Politik
  • Kultur und Sport
  • Verbraucherschutz
  • Geschenke
Aus der DHS

Sucht und Arbeit: 53. DHS Fachkonferenz vom 4. bis 6. November 2013 in Essen

„Arbeit“ ist von zentraler Bedeutung für die Suchthilfe, in mehrfacher Hinsicht. Sie hat für Abhängigkeitskranke eine stabilisierende Wirkung und trägt zu ihrer sozialen Wiedereingliederung bei. Auf der anderen Seite erweisen sich belastende Arbeitsbedingungen als Risiko, etwa beim Alkoholkonsum. Beide Seiten der Medaille „Arbeit“ machen das Thema nicht nur für die Suchthilfe, sondern auch für Unternehmen interessant.
Bei Vorträgen und in Foren können Sie sich über den aktuellen Stand der Bedingungen, Erfolge und Herausforderungen bei der Wiederherstellung von Erwerbsfähigkeit und Steigerung des Integrationspotenzials informieren und austauschen. Zudem zeigen Beispiele guter Praxis, wie „Suchtmittelkonsum und Arbeit“ auf der unternehmerischen Seite mehr und mehr Beachtung und Eingang in das betriebliche Gesundheitsmanagement finden.
Wir laden Sie ein, gemeinsam mit Praktikern und Wissenschaftlern die gesundheitspolitischen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Arbeitswelt unter Suchtaspekten zu diskutieren.
Sichern Sie sich rechtzeitig einen Platz. Das Programm, weitere Informationen und die Anmelde-Möglichkeit finden Sie auf unserer Homepage unter http://www.dhs.de/start/startmeldung-single/article/53-dhs-fachkonferenz-sucht-vom-04-bis-06-november-2013-in-der-philharmonie-essen-kopie-1.html
Sie können uns auch telefonisch unter +49 2381 9015-0 oder per E-Mail unter kaldewei@dhs.de und kepp@dhs.de erreichen.


Neue Filmdatenbank

Die neue DHS Filmdatenbank ist eine Sammlung von Filmtiteln aus den vergangenen vier Jahrzehnten, die sich mit dem Thema Sucht befassen. Die Titel sind inhaltlich durch eine Verschlagwortung sowie durch kurze Inhaltsangaben erschlossen. Es besteht die Möglichkeit, nach einzelnen Schlagworten zu suchen oder durch eine Volltextsuche zu recherchieren.
Sämtliche Filme können (nach Terminabsprache) in unserer Bibliothek abgespielt werden.
interner LinkFilmdatenbank


DHS Bibliothek - Neue Titel

Hier finden Sie eine Auflistung aller Buchtitel unserer Fachbibliothek (PDF), die im April 2013 angeschafft wurden. Ein ausführlicheres Verzeichnis mit allen neu erfassten Titeln inklusive der Zusammenfassungen ist auf unserer Internetseite veröffentlicht (http://www.dhs.de/bibliothek/neuaufnahmen.html).


Veranstaltungen

„Unabhängig im Alter - Sucht im Alter“ (Berlin, 19. Juni 2013)

Die Jahrestagung 2013 der Drogenbeauftragten der Bundesregierung wartet mit hochkarätigen Referenten/innen aus In- und Ausland, einem Markt der Möglichkeiten sowie kostenloser Teilnahme auf. Weitere Informationen unter http://www.drogenbeauftragte.de/drogen-und-sucht/suchtstoffuebergreifende-themen/alter-und-sucht/jahrestagung-2013.html
Immer aktuell zu diesem Thema ist die DHS Homepage www.unabhaengig-im-alter.de.


Gesundheit von Frauen und Männern effektiv fördern - geschlechterspezifische Prävention und Gesundheitsförderung (München, 28. Juni 2013)

Die Ergebnisse der gesundheitswissenschaftlichen Forschung zeigen sehr deutlich, dass sich Frauen und Männer hinsichtlich ihres Gesundheitsbewusstseins und -befindens, ihres Gesundheitsverhaltens, ihres Krankheitsspektrums sowie auch ihrer Krankheitsbewältigung unterscheiden. Diese geschlechterspezifischen Unterschiede zwischen Frauen und Männern lassen sich nicht zuletzt an der Erreichbarkeit für Programme der Prävention und Gesundheitsförderung erkennen. Der Kongress macht deshalb den Stellenwert geschlechtergerechter Vorgehensweisen in Prävention und Gesundheitsförderung deutlich, benennt die spezifischen Herausforderungen und ermöglicht weiterführende Diskussionen um konkrete Handlungsmöglichkeiten. Informationen unter http://www.bvpraevention.de/cms/index.asp?inst=bvpg&snr=9278
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.


 

Ausschreibungen

Evidenzbasierte Suchtprävention

Das Bundesministerium für Gesundheit hat eine Bekanntmachung „Klausurwoche zum Thema ‚Evidenzbasierung der Suchtprävention - Möglichkeiten und Grenzen‘“ (Abgabetermin: 30.06.2013) veröffentlicht, die Sie unter folgendem Link finden: http://www.bund.de/SiteGlobals/Functions/anlage/anlageGenericJSP?docId=664968&view=renderAnlage&contentId=3783254


  

Veröffentlichungen: Druck & Internet

Politik und soziale Arbeit

Ist soziale Arbeit unter allen gesellschaftlichen, politischen Bedingungen möglich? Sind veränderungswürdige gesellschaftliche und politische Bedingungen die Voraussetzung sozialer Arbeit? Hat soziale Arbeit den Auftrag und, ebenso wichtig, das Selbstverständnis, Kunden und Klientel unter allen Voraussetzungen zur Verfügung zu stehen? Diese und ähnliche Fragen stellen sich der (Hochschul-)Disziplin seit der Ära ihrer Gründung. Diskutiert wurden sie zu lange zu selten. Einen interessanten Beitrag liefert (wieder einmal) das Sozialmagazin(downloadHeft).
downloadArtikel


Unterrichtseinheit zur Prävention pathologischen Glücksspielens

Unter dem Titel „Hans im Glück“ veröffentlichte die Aktion Jugendschutz in Bayern eine präventive Unterrichtseinheit für die Klassenstufen 8, 9 und 10 in Mittel-, Real- und Berufsschulen. Ablauf, didaktische Hinweise, Kopiervorlagen und Hintergrundinformationen für eine Doppelstunde, kostenfrei abrufbar unter http://www.bayern.jugendschutz.de/ajbayern/Aktuelles1.aspx?ID=6740


 

Rausch - Sucht - Mittel - Politik

Resilienz

Die einen nehmen Suchtstoffe und werden süchtig, die anderen, mit jenen nach allen Sozialdaten vergleichbar, überstehen dasselbe unbeschadet. Die einen sind süchtig nach was auch immer und führen dennoch ein sozial und ökonomisch integriertes Leben, die anderen, bei gleicher Sucht, scheitern in beinah allen Belangen. Wie kommt das? Einen guten Eindruck der aktuellen Diskussion gibt www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/psychologie-psychologen-lueften-das-geheimnis-psychischer-staerke-a-878086.html


Repression und Diktatur

Diktaturen haben für Befürworter repressiver Maßnahmen den unschätzbaren Vorteil, dass sie, wann immer gewollt, ohne Rücksichten zuschlagen können. So kann der chinesische Staat als offiziellen Beitrag zum WHO-Weltdrogentag schon mal ein paar tatsächliche oder angebliche Drogenhändler ermorden, und auch Thailand zählt zu den Staaten mit den menschenfeindlichsten Drogengesetzen der Welt. Das alles mindert offensichtlich kein einziges soziales oder gesundheitliches Problem, wie die Junta selbst einräumen muss, doch es scheint auf wen auch immer einen Mordseindruck zu machen oder (wem auch immer) ein Mordsbedürfnis zu sein. forum.spiegel.de/f22/rauschgifthandel-thailand-gewaltmarsch-gegen-die-drogenbarone-82513.html


Crystal Meth

Großes Interesse fand anlässlich der Vorstellung des DHS Jahrbuchs Sucht 2013 nicht zuletzt das Thema Crystal Meth. Einen guten Einblick in die Verbreitung des Suchtmittels vor Beginn der aktuellen Diskussion liefert diese Zeitgeschichte: einestages.spiegel.de/s/tb/28487/von-pervitin-bis-breaking-bad-die-karriere-der-droge-crystal-meth.html Nur die Sache mit den Vorher-Nachher-Bildern ist endgültig nicht mehr vermittelbar. Zum einen sahen wir die immer selben Horrorvergleiche (stets schwarz-weiß und von der US-Polizei geliefert) bereits zu Heroin, Kokain, Crack, LSD und Ecstasy und vermuten daher inzwischen, dass sie am ehesten die katastrophale Gesundheitsversorgung in den USA belegen. Zweitens schüren solche Bilder die aberwitzige Vorstellung, Drogenkonsum sei in Ordnung, solange die Fassade stimmt.


„Schnapskonsum trotzt der Krise“

Das ist doch einmal eine positiv formulierte Nachricht: „Schnapskonsum trotzt der Krise“: www.t-online.de/wirtschaft/id_63574974/schnapskonsum-in-deutschland-trotzt-der-krise-pro-kopf-5-4-liter.htmlDer Pro-Kopf-Konsum dieses Hochprozentigen blieb seit 2009 konstant bei 5,4 Litern jährlich. Der Grund ist denkbar simpel und liegt weder in der Werbung noch im Geschmack des Getränks begründet. Vielmehr bietet Schnaps die in Deutschland mit Abstand preiswerteste Gelegenheit, eine möglichst große Menge Trinkalkohol für kleines Geld zu erstehen. Weit unter 10 Euro für eine Flasche einfachen Destillats sind der übliche Marktpreis. Und so greifen denn auch gerade Jugendliche (besonders geringes Budget für den Rauschmittelkonsum) und erwachsene Alkoholabhängige (besonders große Bedarfsmenge) bei den Billigspirituosen zu. Etwa 38 % der verkauften Alkoholmenge werden von 8 % der Konsument/innen konsumiert, und so ist es kein Wunder, dass der Schnapskonsum jeder Krise trotzt. Ein Grund zur Freude ist das nicht, und die rund zwei Milliarden Euro Branntweinsteuer decken kaum den geringsten Bruchteil aller Kosten, die durch das Problem entstehen.


Geringfügige Mengen

In seinem sog. „Cannabis-Urteil“ mahnte das Bundesverfassungsgericht 1994 einen weitgehend bundeseinheitlichen Umgang mit den sog. „Freigrenzen“ für den Besitz THC-haltiger Produkte an. Es könne nicht sein, so die Richter, dass offiziell und tatsächlich absolut identische Gesetzesverstöße in den einen Bundesländern geahndet, in den anderen aber nicht geahndet würden. Mehr als ein Jahrzehnt lang bestand die Antwort der Politik auf diese Feststellung des höchsten deutschen Gerichts nicht selten in einer Leugnung des festgestellten Sachverhalts. 2005 dann erstellte das Freiburger Max-Planck-Institut eine entsprechende Studie und kam, zur Verwunderung von niemandem, zum selben Ergebnis wie die Verfassungsrichter mehr als ein Jahrzehnt zuvor. Nun, wiederum eine erkleckliche Anzahl Jahre später, prüfen die Bundesländer einheitliche Haschisch-Freigrenzen. Manchmal ist eben auch das Recht - eine Schnecke. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/drogen-laender-pruefen-einheitliche-haschisch-freigrenze-a-901612.html

Am Rande noch ein Wort an Oliver Malchow, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei: „Lieber Herr Malchow, Ihre Befürchtung, dass eine einheitliche Definition der sog. geringfügigen Menge ‚in Richtung einer generellen Legalisierung weicher Drogen führen‘ könnte, dürfen wir vielleicht als Ihren konstruktiven Diskussionsbeitrag für eine einheitliche Grenze bei 0,0 Gramm verstehen. Dass Sie aber eine Diskussion ‚begrüßen‘, um sofort zu erklären, in welche Richtung sie nicht gehen dürfe, ist ein Diskursverständnis, das neuere Demokratien nicht kennen.“


Unsere Lieblingsunterschrift

„Alkohol und Aggressionen machen sich besonders an Vatertag bemerkbar - auch im Verkehr.“ www.haz.de/Nachrichten/Der-Norden/Uebersicht/Fachleute-warnen-vor-Alkohol-Unfaellen-am-Vatertag Ist gerade der sog. „Vatertag“ ein Grund für viele Männer, sich am hellen Tag und in der Öffentlichkeit zu betrinken (und nach Kräften daneben zu benehmen), https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/zdw/2013/PD13_019_p002.html, so schmilzt indessen die männliche Vorherrschaft über den Rauchtod: www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/zigaretten-immer-mehr-frauen-sterben-an-krebs-durch-rauchen-a-902334.html. Nützt den Frauen aber rein gar nicht.


Scientology: Razzia im Suchtbereich

Da uns bisweilen Anfragen zu Scientology-Aktivitäten im Suchtbereich ereilen (Narconon), hier ein Beitrag aus gegebenem Anlass: www.spiegel.de/panorama/razzia-bei-scientology-klinik-narconon-a-898725.html


 

Kultur und Sport

Wettbetrug

Nachdem die Tour de France durch jahrzehntelanges Massendoping zu genau jenem Zirkus mutierte, zu dem Herr Ecclestone die Formel 1 bereits seit den 80er Jahren ganz offiziell gestaltet, ist nun als nächstes der Fußball über die Klippe gesprungen. So, wie sich jeder Radsport-Interessierte bei jedem Tourerfolg zwangsläufig die Frage nach dem Dopingetat des Siegers stellen muss, so ist inzwischen jeder krasse Fehler im Profifußball Anlass verständlicher Korruptionsbedenken. http://www.spiegel.de/sport/fussball/friedhelm-althans-bochumer-chefermittler-ueber-kampf-gegen-wettmafia-a-902211.html
http://www.spiegel.de/sport/fussball/sex-bestechung-sechs-monate-haft-fuer-schiedsrichter-a-904784.html

Dagegen helfen könnte: Den Straftatbestand Sportbetrug einzuführen - oder aber einfach Profisport nicht länger wichtig zu nehmen und stattdessen die eigenen Knochen zu bewegen.


Doping im Freizeitsport

Schon der hierzulande viel bewunderte Rudi Altig (http://www.rudi-altig.de/) wurde vor Jahrzehnten bisweilen als „radelnde Apotheke“ tituliert. Inzwischen haben gedopte Sportler, Teams und Nationen (siehe oben) einige Hochleistungssportarten nicht an den Rand, sondern vielmehr mitten in den Abgrund hineingeführt. Und so dringt die medikamentöse Leistungssteigerung nun auch in den Bereich des Freizeitsports vor. Was das soll? Fragen Sie mich besser nicht. Einen interessanten Eindruck der Entwicklung hat jüngst das Mitgliedermagazin der Techniker Krankenkasse „TK aktuell 2/2013“ veröffentlicht. Sie finden den entsprechenden Artikel auf den Seiten 12 und 13. http://www.tk.de/centaurus/servlet/contentblob/516114/Datei/78713/TK-aktuell-2013-2.pdf


Verbraucherschutz

Alkohol: Verantwortungsvoller Missbrauch

Immer wieder erscheint die verantwortungslose Viertelwahrheit in der medizinischen Fortbildung und Presse, Alkohol sei gesund. Unlängst auch in der Pharmazeutischen Zeitung (17/2013). Die warnt ihre eigenen Leser/innen im Vorspann, der Artikel könne zum Alkoholkonsum verleiten. Sodann werden einige mögliche positive Effekte angeführt (natürlich niemals in placebokontrollierten Studien gesichert) und sogar Diabetikern Alkohol empfohlen. Die sollen „zu den Mahlzeiten konsumieren, vor dem Schlafengehen den Blutzucker testen und gegebenenfalls noch etwas essen.“ Wörtliches Zitat. So versteht man „verantwortungsvollen Konsum“. Missbrauch geht auch auf diese Art, Doping ebenfalls. Zum Schluss des Beitrags wird immerhin erwähnt, dass Alkohol ganz schön gefährlich ist und deshalb niemand angesichts „potenzieller“ Gesundheitsvorteile den Konsum beginnen oder erhöhen solle. Ausstieg oder Konsumreduktion werden aber nicht empfohlen. Wir erwarten nun medizinische Konsumempfehlungen für Schwangere.


Neue Medikamente - alte Misere

Dass nur ein geringer Teil neu auf den Markt gebrachter Medikamente auch neue therapeutische Aussichten und Erfolge bietet, ist seit Jahrzehnten hinlänglich bekannt. Eine entsprechende Studie hat hierzu im Grundsatz wenig Neues zu bieten, außer der ärgerlichen Erkenntnis, dass sich die Marketingstrategien des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller (aus Kundensicht) nicht gebessert haben. Interessant ist da allerdings ein Zitat am Rande: „12 der 23 untersuchten Arzneimittel [sind] mittlerweile Bestandteile ärztlicher Leitlinien zur Behandlung der einschlägigen Krankheiten“. So wissenschaftlich „wasserdicht“ sich die Leitlinien stets geben, so viel scheint dort im Argen: im Interesse der Qualitätssicherung und nicht zuletzt der Versicherten.


Geschenke

Schmid/Schu/Vogt: Motivational Case Management. Ein Manual für die Drogen- und Suchthilfe

Case Management und Motivational Interviewing setzen darauf, dass Klient/innen sich selbst helfen und verändern können. Beide Methoden wollen nicht bevormunden, sondern bei Entwicklungsschritten begleiten. Der Band ist mit einem Satz beispielhafter Instrumente unterlegt und als Unterstützung praktischer Arbeit gedacht. http://www.medhochzwei-verlag.de/shop/index.php/autorenregister/autoren/s/schmid-martin/9783862160846.html
Wir verlosen vier Exemplare unter all jenen, die uns ihr Interesse bis zum 1. Juli 2013 per Postkarte mitteilen (Stichwort: Motivation). Bitte adressieren Sie an DHS e.V., Westenwall 4, 59065 Hamm.


Schuhler u.a: Pathologischer PC-/Internet-Gebrauch bei Patient/Innen der stationären psychosomatischen und Suchtrehabilitation

Der Pathologische PC-/Internet-Gebrauch hat sich als schwere, oft chronische Erkrankung, so hört man, rasch verbreitet - und wenn nicht dies, dann doch zumindest die Aufmerksamkeit für das Problem. Dem Band liegt die Absicht zugrunde, die Diskussion mit klinischem Wissen zu bereichern. In einer Studie mit 400 Patient/Innen wurde das Krankheitsbild erforscht. Die Ergebnisse dienen auch einer Diskussion, ob das beschriebene Verhalten mit pathologischem Glücksspiel, Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit vergleichbar ist bzw. sich von diesen Phänomenen unterscheidet. Die Antworten des Bandes dienen dazu, klinischen Praktiker/innen Hinweise für Schwerpunktdiagnostik und Therapie zu geben. http://www.psychologie-aktuell.com/shop/einzelansicht.html?tx_ttproducts_pi1[backPID]=79&tx_ttproducts_pi1[product]=1070&cHash=6da39cd161
Wir verlosen vier Exemplare unter all jenen, die uns ihr Interesse bis zum 2. Juli 2013 per Postkarte mitteilen (Stichwort: Bildschirm). Bitte adressieren Sie an DHS e.V., Westenwall 4, 59065 Hamm.


Schuhler, Vogelgesang: Abschalten statt Abdriften. Wege aus dem krankhaften Gebrauch von Computer und Internet

Dieses Therapiebegleitbuch erläutert die Behandlung Schritt für Schritt. Es liefert Arbeitsmaterialien für Therapeut/innen und Patient/innen sowie Informationen für die Angehörigen Betroffener. http://www.beltz.de/de/psychologie/fachbuch/titel/abschalten-statt-abdriften.html
Wir verlosen drei Exemplare unter all jenen, die uns ihr Interesse bis zum 3. Juli 2013 per Postkarte mitteilen (Stichwort: Abschalten). Bitte adressieren Sie an DHS e.V., Westenwall 4, 59065 Hamm.


Preußler: Krabat

Angesichts des Interesses an der „Kleinen Hexe“ loben wir hier noch zwei Exemplare dieses hochdekorierten späten Werkes aus. Doch Obacht: So heiter wie Hexe, so dunkel der Krabat. http://cms.thienemann.de/index.php?option=com_thienemann&section=3&av=2&id=0&type=&view=buch&titleid=13350 Wir verlosen die Bände unter all jenen, die uns ihr Interesse bis zum 4. Juli 2013 per Postkarte mitteilen (Stichwort: Krabat). Bitte adressieren Sie an DHS e.V., Westenwall 4, 59065 Hamm.


Die ausgelobten Bände „DHS Jahrbuch Sucht 2013“ gingen an Anna Böhner (Pforzheim), Josefine Hirn (Schwandorf) und Ulrike Wolf-Hauer (Stadtbergen). Die ausgelobten Bände „Hirndoping - Der große Schwindel“ an Anja Bürgermeister (Bamberg), Cornelia Graf (Halle/S.) und Dieter Lieber (Heidenheim). Die „Kleine Hexe“ ging an Dagmar Brauckmann (Essen) und Claudia Zewe (Egenhausen). Ihnen allen herzlichen Glückwunsch!


 

Einen federleichten Sommer wünscht Ihnen

Dr. Raphael Gaßmann
Geschäftsführer

 

 


Internationale Zusammenarbeit

Die DHS steht im fachlichen Austausch mit europäischen Partnerorganisationen. Sie kooperiert mit Gremien und Dienstellen der EU und der WHO, die mit suchtrelevanten Themen beschäftigt sind sowie mit Vereinen und Verbänden auf internationaler Ebene, die gleiche oder ähnliche Aufgaben wie die DHS übernommen haben. Dabei steht besonders die Entwicklung wirksamer Strategien zur Senkung der durch Alkohol und illegale Drogen verursachten gesundheitlichen und sozialen Folgen im Mittelpunkt.

weitere Infos

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