DHS - Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.
Newsletter 2-2014  

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

vor einigen Wochen stellten wir der Öffentlichkeit das neue DHS Jahrbuch Sucht vor (http://www.dhs.de/presse/pressemeldungen/pressemeldungen-single/article/jahrbuch-sucht-2014-erschienen.html). Die Medienresonanz, gleich ob in regionalen oder überregionalen Zeitungen, Radio und Fernsehen, war so umfangreich wie stets in den letzten Jahren. Insgesamt lässt sich über die vergangenen Jahre eine deutliche Tendenz der veröffentlichen Meinung zur sachangemessenen Berichterstattung erkennen. Dies gilt nicht nur für Zigaretten, bei denen die durch EU-Werbeverbote gestiegene Unabhängigkeit vom Tabakgeld schon seit zehn Jahren ihren hilfreichen Einfluss zeigt. Auch die Risiken der übrigen legalen und illegalen Drogen werden bei weitem nicht mehr so maßlos verzerrt dargestellt, wie dies noch vor fünf bis zehn Jahren der Fall war. Dass wir alleine in Deutschland jährlich weit über 100.000 Drogentote beklagen müssen, weil eben nicht ausschließlich Heroin ein Rausch- und Suchtstoff mit lebensgefährlichen Risiken ist, vor allem auch Alkohol und Tabak: Den deutschen Medien leuchtet das zumindest ein.


Inhalt

Dieser Newsletter informiert Sie über folgende Themen:

  • Aus der DHS
  • Veranstaltungen
  • Veröffentlichungen
  • Ausschreibungen
  • "Wissenschaft"
  • Rausch - Sucht - Mittel - Politik
  • Sport
  • Verbraucherschutz
  • Leserpost
  • Geschenke
Aus der DHS

Frau - Sucht - Gesundheit. Informationen, Tipps und Hilfen für Frauen, deren Angehörige Probleme mit Rausch- und Suchtmitteln haben

Die neu erschienene Broschüre der DHS wendet sich an Angehörige. Viele Frauen reiben sich in einem kräftezehrenden Kampf auf und unternehmen alles, um das „Familiengeheimnis“ zu verbergen. Die Broschüre verbindet Informationen über Alkohol, Medikamente und Tabak, Konsum, Missbrauch und Abhängigkeit mit Hilfen und auf Frauen zugeschnittenen Lösungsangeboten. Sie ergänzt die DHS Veröffentlichung „Frau - Sucht - Gesundheit. Informationen,  Tipps und Hilfen für Frauen“, die sich jene wendet, die selbst Probleme mit Suchtstoffen haben.

Beide sind kostenfrei bei der DHS erhältlich (http://www.dhs.de/informationsmaterial/bestellung.html).

und als Download unter folgenden Links einsehbar:          
http://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/Broschueren/FSG_Angehoerige.pdf

http://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/Broschueren/FrauSuchtGesundheit.pdf


Alkohol am Arbeitsplatz – Toolkit des EWA-Projekts online

Alkoholkonsum vor oder während der Arbeit ist immer eine schlechte Idee, die Fakten sprechen für sich: 10% aller Beschäftigten - von der Geschäftsführung bis zur Aushilfskraft - trinken aus gesundheitlicher Sicht zu viel. 5% trinken riskant, weitere 5% sind suchtgefährdet. Und bei jedem 5. Arbeits- und Wegeunfall spielt Alkohol eine Rolle. Riskant konsumierende Beschäftigte sind zudem 3,5 Mal häufiger in Arbeitsunfälle verwickelt. Mit zunehmendem Alkoholkonsum fehlen Beschäftigte bis zu 16 Mal häufiger am Arbeitsplatz. Das bedeutet 25% weniger Arbeitsleistung. Jede 6. Kündigung steht im Zusammenhang mit Alkohol. Doch die Erfahrungen aus 30 Jahren betrieblicher Suchtprävention in Deutschland zeigen deutliche Erfolge. Im Projekt „EWA - European Workplace and Alcohol“ haben wir diese Erfahrungen mit 11 anderen Nationen geteilt. In einer umfangreichen Erhebung wurden in über 50 Betrieben europaweit Maßnahmen zur betrieblichen Suchtprävention entwickelt, eingesetzt und überprüft.

Alle Ergebnisse, unter anderem den Werkzeugkoffer mit Hinweisen zum Aufbau und zur Umsetzung betrieblicher Suchtprävention, die Handlungsempfehlungen für politische und wirtschaftliche Entscheidungsträger sowie die Untersuchung der nationalen Pilotbetriebe, finden Sie unter http://www.dhs.de/projekte/aktuelle-projekte/ewa-european-workplace-and-alcohol.html


Psychische Gesundheit und psychische Störungen am Arbeitsplatz

Seit einiger Zeit wird in Öffentlichkeit und Fachwelt vermehrt über psychische Belastungen, Folgen von Arbeitsstress und psychische Erkrankungen in der Arbeitswelt diskutiert. In diesem Zusammenhang darf das Thema „Suchtmittelkonsum“ nicht übersehen werden -  wie auch betriebliche Suchtprogramme das Thema psychische Gesundheit berücksichtigen sollten. Auf der DHS Internetseite www.sucht-am-arbeitsplatz.de haben wir einen neuen Seitenbereich zum Thema „Psychische Gesundheit und psychische Störungen am Arbeitsplatz“ freigeschaltet. http://www.sucht-am-arbeitsplatz.de/themen/vorbeugung/psychische-gesundheit.html


Daten zum sog. „Komatrinken“

Die jährlichen Veröffentlichungen zu diesem Thema leiden vor allem unter der Problematik, dass sie immer gleichlautend klagen, bedauern und Sorgen ausdrücken, leider aber seit nunmehr einem guten Jahrzehnt nicht zu wirkungsvollerer Alkoholprävention führen. Daneben erschwerte bislang die Einteilung der statistischen Daten in 5-Jahres-Altersklassen zusätzlich die Diskussion, da die rechtlich entscheidende Grenze des 18. Lebensjahres in den Daten der 15- bis 20-Jährigen „unterging“. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesstellen für Suchtfragen (BAGLS) und die DHS haben sich in dieser Angelegenheit an das Statistische Bundesamt gewandt, das uns daraufhin ankündigte, künftig „die Altersklassen in der Altersgruppe der 10- bis 20-Jährigen nach Einzeljahren“ auszuweisen. So erhält Deutschland immerhin differenziertere Daten zum Ausmaß des nationalen Irrsinns (downloaddownloadAntwort Stat. Bundesamt)


Veranstaltungen

Methamphetamin in Sachsen-Anhalt: Neue Droge - neue Antworten (?) (Magdeburg, 26. Juni 2014)

Die deutsche Konsumentenwirklichkeit zu Methamphetamin sieht anders aus als in den USA. Die durch die Medien verbreiteten US‐amerikanischen Schreckensbilder belegen v.a. den katastrophalen Zustand des US-amerikanischen Gesundheitswesens. In Deutschland haben sie fatale Folgen: Die Bilder lösen bei Erziehungsverantwortlichen Panik aus, die sinnvolle pädagogische Reaktionen behindert. Die Konsumierenden selbst unterschätzen vielfach die enormen Gesundheitsrisiken: „So schlimm wie auf den Bildern sieht keiner aus, den ich kenne.“

Aber wie äußern sich die schädlichen Wirkungen von Methamphetamin? Welche Anzeichen für seinen Konsum können Praktiker in psychosozialen Arbeitsfeldern erkennen? Welche Konsumentengruppen gibt es? Wie müssen sich Hilfeangebote auf die besonderen Bedarfe der Konsumierenden einstellen, um Betroffene zu erreichen und von ihnen akzeptiert zu werden? In welchem Ausmaß ist Sachsen‐Anhalt betroffen? Und wie müssen Prävention und frühe Intervention der Problematik begegnen?

Zu diesen Fragen trägt die Tagung (unter dem irritierenden Begriff der „neuen Droge“) Informationen aus aktueller Forschung und Praxis zusammen. Insbesondere die Neurotoxizität der Droge birgt erhebliche Gesundheitsgefahren und Risiken der Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit. Daher wendet sich die Veranstaltung an Leistungsträger und ‐erbringer aus Jugendhilfe, Schule, Gesundheits‐ und Suchthilfe, Arbeitsverwaltung und Justiz in Sachsen‐Anhalt.

Programm und Anmeldevordruck finden Sie hier: http://www.ls-suchtfragen-lsa.de/ls-suchtfragen-lsa/aktuelles/veranstaltungen-aktionen/

Die Teilnahmegebühr beträgt 20 Euro.


Gendersensible Beratung und Behandlung pathologischer GlückspielerInnen (München, 21. Juli oder Nürnberg, 22. Juli 2014)

Eine Aufbauschulung zu dem nach Geschlecht sehr ungleichen Problem bietet die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern an. www.bas-muenchen.de/veranstaltungen

Im Anschluss an Überblicksreferate können die Teilnehmer/-innen in zielgruppenspezifischen Workshops ihr Wissen gezielt vertiefen bzw. anhand von Fallbeispielen und konkreten Übungen für die beraterische Praxis nutzbar machen.

Die Teilnahme ist kostenlos.


PEaS - Peer Eltern an Schule (Berlin, 26. bis 28. August 2014)

Zertifizierte PEaS-Kursleiter/-innen bilden Eltern an Grundschulen zu Peer-Eltern aus - das heißt zu Eltern, die ihr suchtpräventives Wissen an andere Eltern weitergeben und Aktivitäten vor Ort gemeinsam mit der Schule  gestalten.

Die Fachstelle für Suchtprävention im Land Berlin bietet, zusammen mit der AOK, diese Ausbildung an der Alice Salomon Hochschule Berlin an. http://www.berlin-suchtpraevention.de/upload/pdf/PEaS_Kursleiterausbildung.pdf

Die Veranstaltung ist kostenlos.


Korrektur und Dank

Zur Ankündigung der Veranstaltung „The Future of Addiction Research Revisited“ im DHS Newsletter 1-2014 (http://www.dhs.de/index.php?id=348) korrigiert Prof. Dr. Karl Mann, „dass die Reise- und Aufenthaltskosten der internationalen Redner tatsächlich von Zuwendungen und Spenden der Industrie erstattet wurden. Die Kosten des Dinners am Abend wurden dagegen vom ZI von mir privat übernommen. Beides entspricht gängiger Praxis, die jährlich nach Prüfung durch Wirtschaftsprüfer vom Aufsichtsrat des ZI (und jeder anderen universitären Einrichtung) genehmigt wird.“

Wir nutzen diese Gelegenheit, um Herrn Prof. Mann für sein Engagement als Sprecher des Wissenschaftlichen Kuratoriums der DHS zu danken. Er hat diese ehrenvolle Aufgabe von 2001 bis 2009 übernommen und in dieser Funktion die Wissenschaftlichen Symposien der DHS in den Jahren 2003, 2005 und 2007 mitgestaltet.


Veröffentlichungen

Wenn Eltern überfordert sind. Sucht - Vernachlässigung - Armut

Jeder achte Haushalt in Deutschland ist arm. Armut jedoch kann schon im Säuglings- und Kleinkindalter die Beziehungsgestaltung zwischen Eltern und Kindern beeinträchtigen und weitere Probleme wie beispielsweise Alkoholmissbrauch und Vernachlässigung nach sich ziehen.

In der täglichen Arbeit in Schulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe stellen pädagogische Fachkräfte zunehmend Probleme und Auffälligkeiten bei Mädchen und Jungen fest, die in Familien mit Mehrfachbelastung aufwachsen. Dass Eltern in schwierigen Lebenslagen mit ihren Erziehungsaufgaben häufig überfordert sind, ist nachvollziehbar. Betroffene Mütter, Väter und Kinder brauchen deshalb frühzeitig professionelle Unterstützung.

Mit dieser Broschüre möchte die Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen auf den Zusammenhang zwischen Fehlentwicklungen der Kinder und Überforderungssituationen von Eltern aufmerksam machen sowie pädagogischen Fachkräften das Erarbeiten von Angeboten zur Frühintervention und Prävention erleichtern. Auch geht es darum, das Eingreifen in "brenzligen Situationen" vorzubereiten, damit der Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung kompetent wahrgenommen werden kann.

Die Broschüre (116 Seiten) kann zum Preis von 2,00 € bestellt werden unter www.ljs-materialien.de/index.php


Neues Online-Angebot bei Essstörungen

Für Menschen, die keine Möglichkeit haben, ein Beratungs- oder Gruppenangebot in ihrer Nähe zu nutzen (sei es z. B., weil es bei ihnen keine Beratungs- oder Gruppenangebote gibt, sei es, weil sie sich im Ausland befinden, sei es, weil ihre Mobilität aufgrund einer Behinderung eingeschränkt ist oder weil sie ein Kind betreuen), hält das Beratungszentrum bei Essstörungen Dick & Dünn e.V. seine Online-Angebote zum Thema Essstörungen vor:  

- Online-Coaching für Betroffene (von Magersucht, Bulimie oder Esssucht)
- Online-Coaching für Eltern deren Tochter/Sohn an Magersucht, Bulimie oder Esssucht erkrankt ist
- angeleitete Online-Gruppe für Frauen mit Magersucht, Bulimie oder Esssucht

Der Flyer zum Angebot: downloadBroschüre und www.dick-und-duenn-berlin.de


Ausschreibungen

Diplom-Sozialarbeiter/-in oder Diplom-Sozialpädagoge/in für Präventionsfachdienst Sucht und Psyche

Mit Bewerbungsschluss zum 15. Juni 2014 schreibt das LWL-Klinikum Gütersloh diesen Arbeitsplatz in Teil-/Vollzeit zum 1. Juli 2014 aus. http://www.lwl.org/527-download/pdf/Fachdienst_Sozialarbeiter.pdf


Sozialpädagogin/Sozialpädagoge für Ambulant Betreutes Wohnen in Waldeck-Frankenberg

Zum 1. Juli 2014 schreibt der Zweckverband Diakonisches Werk Waldeck-Frankenberg eine unbefristete 30-Wochenstunden-Stelle aus. http://www.dwwf.de/ueber-uns/stellenangebote/

Ebenso sucht der Zweckverband, zunächst auf ein Jahr befristet, eine pädagogische Fachkraft für 20 Wochenstunden im Ambulant Betreuten Wohnen. http://www.dwwf.de/ueber-uns/stellenangebote/


Sozialpädagogin/Sozialpädagoge für „Projekte und Trainings“

Zum sofortigen Beginn schreibt die Fachstelle für Suchtprävention Berlin gGmbH eine vorerst bis zum Ende des Jahres 2015 befristete Stelle aus. www.berlin-suchtpraevention.de/upload/pdf/140505_Stellenausschreibung_Projekte_Trainings.pdf


"Wissenschaft"

Wenn Verstand nur stört - Hauptsache berühmt

Wenn Sie, mit Marshall McLuhan, für 15 Minuten berühmt sein wollen, oder, mit David Bowie, Held für einen Tag, dann gibt es mehrere sichere Wege: Selbstverständlich können Sie vor laufenden Kameras und im Urwald ekelige Dinge mit Tieren treiben. Sie können auch irgendeine/-n Prominenten beleidigen, bedrohen oder heiraten. Doch all das geht regelmäßig mit mehr oder weniger unangenehmen Begleiterscheinungen einher. Viel einfacher haben Sie es als „Wissenschaftler“: Pfeifen Sie auf Verstand und Berufsethos, ziehen Sie unhaltbare Übertreibungen über Cannabis an den Haaren herbei (es muss unbedingt Cannabis sein, das Ganze funktioniert ausschließlich bei Cannabis), und Sie haben es in kürzester Zeit geschafft: Berühmt aus Presse, Funk und Fernsehen und auch noch publiziert - in einem Fachjournal natürlich, peer reviewed, was bedeutet, dass Gutachter (die auch schreiben) nicht schlauer sind als Autoren (die auch gutachten). Cannabis als Todesdroge war in diesem Sinne ein richtig guter Coup. Man muss sich nur trauen…

http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2014-02/cannabis-kiffen-tod-marihuana-rechtsmedizin/komplettansicht

http://www.der-postillon.com/2014/02/totgeatmet-gerichtsmediziner-weisen.html


Rausch - Sucht - Mittel - Politik

Cannabis-Tote, diesmal wirklich

externer Link in ein neues Browserfensterhttp://hanfjournal.de/hajo-website/artikel/2013/166_november/s37_1013_todesstrafe_fuer_mutter_wg_cannabis.php


Überblick zur Cannabis-Regulierung

International sind derzeit verschiedene Entwicklungen der Cannabispolitik zu beobachten. Wie in Deutschland werden auch in der Schweiz gegenwärtig in mehreren Städten alternative Modelle für den Umgang mit Cannabis diskutiert. In einem neuen Bericht beleuchtet Sucht Schweiz diese Entwicklungen im In- und Ausland. „Von den Rocky Mountains bis zu den Alpen: Regulierung des Cannabismarktes - neue Entwicklungen“ von Frank Zobel und Marc Marthaler steht zum Download bereit. externer Link in ein neues Browserfensterhttp://www.suchtschweiz.ch/aktuell/archiv/article/neue-regulierungsmodelle-fuer-cannabis-ein-ueberblick/


Lerne klagen ohne zu leiden

Gelegentlich eines „Meinungsaustausches“ zwischen der Arbeitsgruppe Wirtschaft der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und dem Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) erläuterte dieser den Abgeordneten, dass die seit Jahren wie Pilze aus dem Boden schießenden Automaten-„Kasinos“ auf Bundesebene der Spielverordnung unterlägen, auf Landesebene den Spielhallengesetzen und zudem noch kommunale Abgaben zu leisten hätten. Ganz normal, könnten wir meinen, welches Unternehmen unterliegt nicht mehreren Gesetzen und auch mehreren Steuer- und Abgabepflichten? Die Geldspielautomatenbranche scheint dies allerdings ganz anders und sich selbst nachgerade einer spezifischen Verfolgung ausgesetzt zu sehen: „Durch diese Mehrebenenproblematik sei die Branche erheblichen Belastungen ausgesetzt. Die umfassenden Regulierungen setzten insbesondere kleinere Aufstellunternehmen unter enormen Druck.“ http://www.automatenmarkt.de/Artikel.28.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=14443&cHash=91972082587d9719c908a374e72e9682

Zwar hat sich mit der so außerordentlich problemfördernden wie anbieterfreundlichen Novellierung der Spielverordnung im Jahr 2006 deren Bruttospielertrag um 87,2% auf 4,4 Mrd. Euro erhöht, doch man wird doch noch einmal haltlos klagen dürfen - bevor irgendjemand auf die Idee kommt, tatsächlich wirksame, suchtpräventive Regulierungen zu fordern.


Strafverteidigertag und Strafrechtsprofessoren gegen Verfolgung von Drogenkonsumenten/-innen

Der 38. Strafverteidigertag in Dresden verabschiedete unlängst eine Resolution, die sich mit den Konsequenzen der Verfolgung von Drogenkonsumenten/-innen als ungeeignet auseinandersetzt. Die Resolution übernimmt weitgehend eine Stellungnahme von 122 deutschen Strafrechtsprofessoren/-innen, die zu einer Reform des Betäubungsmittelgesetzes auffordert und den Gedanken der Prohibition und Repression verwirft. http://www.schildower-kreis.de/themen/Resolution_deutscher_Strafrechtsprofessorinnen_und_%E2%80%93professoren_an_die_Abgeordneten_des_Deutschen_Bundestages.php

externer Link in ein neues Browserfensterhttp://bit.ly/1oj8uju


Knapp vorbei und doch nicht daneben

Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) war von 2005 bis 2009 Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Eine runde Legislaturperiode später veröffentlicht sie einen kurzen Beitrag, der sich gelegentlich der o.g. Resolutionen zunächst zwischen einer überdrehten Unterstellung (120 bekiffte Professoren), einem bemerkenswerten Vergleich (Drogen und Fußgängerampeln) und einer inquisitorischen Attitüde („von Strafrechtsprofessoren könnte man doch erwarten…“) zu verlieren scheint. Doch nichts dergleichen geschieht: Haargenau trifft die Autorin, spät, aber nicht zu spät, den Kern der Dinge: „Es muss darüber nachgedacht werden, ob die Prohibition ihren Zweck der Verhinderung gesundheitsschädlichen Konsums eigentlich erreicht, das ist absolut richtig. Da sollten sich erst einmal die Praktiker äußern, weniger die Theoretiker. Strafverfolger, Beratungsstellen, gerne auch die Konsumenten und auch die Wissenschaft, aber nicht die Strafrechtswissenschaft, sondern die, die Konsum untersuchen, sollten etwas dazu sagen und dann gilt es zu prüfen. Eine ergebnisoffene Prüfung bitte. Eine Prüfung, die die Frage klärt, ob die Einschränkung von Grundrechten an dieser Stelle gerechtfertigt ist.“ http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-04/legalisierung-cannabis-grundrecht

Etwa zwei Jahre nach dem Ende der Amtszeit von Frau Bätzing-Lichtenthäler als Drogenbeauftragte hat die supranationale Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD), also genau jene europäischen Profis, die im EU-Auftrag nichts anderes unternehmen, als Konsum zu untersuchen, in ihrem Jahresbericht 2011 Bätzing-Lichtenthälers Frage bereits am Beispiel Cannabis beantwortet. In einem Vorher-Nachher-Vergleich verschiedener europäischer Länder, die ihre Drogengesetzgebung bezüglich des Konsums von Cannabis in den vergangenen zehn Jahren überarbeiteten, wurde untersucht, ob anschließend eine Veränderung hinsichtlich der Prävalenzraten erkennbar war. In die Untersuchung flossen sowohl Länder ein, in denen das Strafmaß für den Konsum von Cannabis erhöht, als auch Länder, in denen das Strafmaß verringert wurde. Das Resümee der obersten europäischen Drogenbeobachtung: „Über diesen Zeitraum von zehn Jahren konnte in den fraglichen Ländern jedoch kein deutlicher Zusammenhang zwischen den gesetzlichen Änderungen und den Prävalenzraten des Cannabis-Konsums ermittelt werden.“ Hinzugefügt sei, dass die veröffentlichten Daten nicht nur keinen „deutlichen“ Zusammenhang erkennen lassen, sondern überhaupt keinen. Im europäischen Vergleich hat also die oberste Drogenbeobachtungsbehörde die Frage geklärt, ob „die Einschränkung von Grundrechten an dieser Stelle gerechtfertigt ist.“ Auch die vorhandenen nicht-regierungsamtlichen Untersuchungen dieser Frage kommen seit langer Zeit zu diesem Ergebnis: Dass die sog. „Repression“ konsumreduzierend oder schadenmindernd wirkt, ist nicht beleg-, geschweige denn beweisbar.


Bruttoinlandsprodukt

Mit einer neuen Berechnungsmethode für die Wirtschaftsleistung sollen künftig auch die Umsätze u.a. des Drogenhandels und Zigarettenschmuggels erfasst werden. (vgl. Artikel externer Link in ein neues Browserfensterhttp://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/neue-berechnung-des-bip-kiffen-fuer-die-konjunktur-1.1921011, externer Link in ein neues Browserfensterhttp://www.welt.de/wirtschaft/article126560954/Dealer-und-Schmuggler-steigern-ab-Herbst-das-BIP.html) Hintergrund ist eine Anpassung der Berechnungsmethoden auf EU-Ebene, die internationalen Standards entspricht. Das mag für die weltweite Vergleichbarkeit durchaus seine Berechtigung haben - die USA scheinen diese Methode schon anzuwenden. Aber gleichzeitig bedeutet es auch, dass Abhängigkeitserkrankte durch den Kauf ihrer Droge nicht nur das Risiko der Strafverfolgung eingehen, sondern auch dafür sorgen, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im internationalen Vergleich ein bisschen besser aussieht. 


Sport

Profi-Fußball fördert Alkohol

Dass die FIFA die brasilianische Regierung „bewog“, das für brasilianische Stadien gesetzlich geltende Alkoholverbot für die Fußballweltmeisterschaft außer Kraft zu setzen: Ein beschämender Skandal, auf den wir bereits hingewiesen haben (http://www.dhs.de/index.php?id=356). Dass FIFA-Boss Josef Blatter in Sonntagsreden das Gegenteil von dem fordert, was er für Alkoholindustrie und eigene (Verbands-)Kasse an Lobbytätigkeit unternimmt, ist hingegen nicht mehr als ein Zeichen dafür, dass er ein internationales Sportsyndikat leitet, nicht jedoch eine gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung sportlicher Unterhaltung und Gesundheit.

http://www.derwesten.de/sport/fussball/blatter-fordert-alkohol-und-rauchverbot-in-fussballstadien-id7401736.html

http://akademieintegra.wordpress.com/2012/03/19/fifa-blatter-kein-fussball-ohne-alkohol/

Unlängst haben wir auf diese Problematik öffentlich hingewiesen und dabei den erstaunlichen Umstand nicht außer Acht gelassen, dass in sämtlichen deutschen Fußballstadien der 1. und 2. Bundesliga Alkohol verkauft wird, obwohl eine geltende DFB-Richtlinie den Verkauf und Ausschank alkoholischer Getränke „vor und während des Spiels innerhalb des gesamten umfriedeten Geländes der Platzanlage grundsätzlich untersagt“. Jeder dennoch stattfindende Alkoholverkauf geschieht mit offizieller Einwilligung der örtlichen zuständigen Sicherheitsbehörden. Sowohl die Fußballvereine als auch der DFB und nicht zuletzt Polizeikreise betonen immer wieder die mit Alkoholkonsum in Zusammenhang stehende besondere Gewaltproblematik im Fußball. Wenn sie des ungeachtet selber Alkohol verkaufen und dem den behördlichen Segen erteilen, dann möchten wir, vorsichtig gesagt, keine Klagen mehr hören und keine Krokodilstränen mehr sehen. Soviel Redlichkeit dürfte doch sein. Besser noch wäre es selbstverständlich, wenn Bund und Länder den DFB darin unterstützen könnten, die eigenen Richtlinien anzuwenden und durch eine entsprechende Gesetzgebung Rechtssicherheit schafften. downloaddownloadDHS Pressemeldung


Alkohol: Im Sportverein am schönsten?

Angesichts des unermüdlichen Beitrags des professionellen Sports zur Verbreitung des Alkoholkonsums kann kaum überraschen, dass eine aktuelle Studie die von Sportvereinen häufig behauptete alkoholpräventive Wirkung ihrer Arbeit keineswegs bestätigt. Vielmehr stellen die Befunde einer 10-jährigen Längsschnittstudie zwischen Kindheit und Adoleszenz deutlich heraus: „Der Sportverein erweist sich als Ort, an dem das Trinken von Alkohol nicht nur kultiviert, sondern auch gelernt wird […] und auch Schutzimpfungen gegen Gewalt kann der Sportverein nicht leisten.“  externer Link in ein neues Browserfensterhttp://www.uni-paderborn.de/mitteilung/142741/  Schade!


Verbraucherschutz

Kinderarbeit und Knebelverträge - Tabakproduktion in Afrika

Unfairtobacco.org hat eine neue Studie über den Tabakanbau in Afrika und seine Auswirkungen veröffentlicht. Die Autoren schreiben: „Ohne sich darüber bewusst zu sein, haben deutsche Raucher/-innen eine enge Beziehung zu Kinderarbeiter/-innen auf afrikanischen Tabakplantagen: Die Zigaretten, mit denen sie mehrmals täglich eine intime Verbindung eingehen, enthalten Tabak, der von Kinderhänden gepflückt wurde. Deutschland ist einer der größten Importeure von Tabak aus Malawi, wo 78.000 Kinder auf den Feldern schuften.“ Die Studie enthält allgemeine Informationen zur Tabakproduktion in Afrika, veranschaulicht die Arbeitsbedingungen afrikanischer Tabakbäuerinnen und -bauern und beleuchtet die politischen Verflechtungen der Tabakindustrie in Afrika. Außerdem beschäftigt sie sich mit der Frage: Was muss getan werden, damit die Bäuerinnen und Bauern ihre Situation verbessern können? Im Fokus stehen neben Malawi auch Kenia und Simbabwe.http://www.unfairtobacco.org/wp-content/uploads/Tabakproduktion-in-Afrika.-Knebelvertr%C3%A4ge-im-Trend.pdf


Suchtselbsthilfe frei von Bescherungen der Pharmaindustrie

Fürsorgliche Spenden oder getarnte Beeinflussung? Eine Datenbank offenbart: Rund 5,6 Millionen Euro Spendengelder erhielten Patienten-Organisationen 2013 von Pharmakonzernen. Die Übersicht, zusammengestellt von Spiegel Online, legt mehr als 1.300 Einzelspenden im Detail offen. Und zeigt, dass Patientenvertretungen zu Krankheiten, deren medikamentöse Behandlung  besonders teuer ist, die großzügigsten Spenden erhalten. Die Selbsthilfe- und Abstinenzverbände der Suchthilfe tauchen in der Datenbank nicht auf. Hier ist für die Pharmaindustrie nichts umzusetzen, denn trotz zahlreicher Versuche, Medikamente als Behandlungsoption z. B. gegen Alkoholabhängigkeit in den Markt zu drücken: Die Pille gegen Sucht gibt es nicht. Spiegel Online schreibt: „Seit mehr als zehn Jahren umgarnt die Industrie die Selbsthilfebewegung. Der Britische Pharmaverband ABPI hatte sogar einen Schlachtplan entworfen, der vorsah, Patientenvertreter als ‚Bodentruppen‘ aufzubauen, mit deren Hilfe ‚politische, ideologische und professionelle Widerstände‘ geschwächt werden sollen.“http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/spenden-der-pharmaindustrie-die-fuersorgliche-belagerung-der-patienten-a-971238.html


Leserpost

Als eine der vielen Reaktionen auf die Medienpräsenz des DHS Jahrbuchs erreichte uns folgender Kommentar:

„Guten Tag! Ich bin 59 Jahre alt und habe ein Alkoholproblem, ein sehr lästiges. Meine Erfahrung ist, dass es offenbar niemanden interessiert, wenn einer meines Alters ein solches Problem hat. Es interessiert keinen Arzt, keinen Psychotherapeuten, und in den Suchtkliniken wird man teilweise behandelt wie der letzte Idiot.
Alkohol ist ein fester Bestandteil unserer Kultur. Wir wachsen mit ihm in einem absoluten Selbstverständnis auf, dass er eben dazu gehört. Das ist der absolute Hammer, denn Alkohol ist ein extrem süchtig machendes Zellgift, was vielen Trinkern durchaus bekannt ist. Einfach so aufhören damit, scheint aber nicht so leicht zu sein. Ich dachte jahrelang, dass es das sei, werde aber von der Realität derzeit eines anderen, um nicht zu schreiben: besseren belehrt. Es ist schwer. Und diese Schwere wird im Allgemeinen dem Betroffenen aufgelastet. Das sei seine Verantwortung und so weiter. So ist es aber nicht, weil kein Mensch, der davon nicht betroffen ist, diesen Umstand einschätzen kann.
Ein erster Schritt wäre tatsächlich, Alkohol drastisch zu verteuern, viel mehr als von Ihnen gefordert. Noch wichtiger aber, glaube ich, wäre, Alkohol endlich aus den Lebensmittelläden herauszunehmen. Er ist kein Lebens-, sondern ein Todesmittel und gehört in den Giftschrank, bestenfalls in spezielle Alkoholläden, in denen es sonst nichts anderes geben dürfte. Dort sollte er nur gegen Alkohol- Zuteilungsmarken und gegen Vorlage des Ausweises/Passes erhältlich sein. Alkoholikern und vielleicht überhaupt allen Menschen sollte die Möglichkeit geboten werden, sich freiwillig einen Eintrag in den Ausweis machen zu lassen, mit dem der Alkoholkauf, jedenfalls der legale, unmöglich würde. Gerade das nämlich ist das Problem, dass man zu schnell und zu einfach an Alkohol kommt, quasi rund um die Uhr. Rückfälle entstehen in der Regel aus einer plötzlich auftretenden, spontanen Regung heraus, wie aus heiterem Himmel. Das könnte dann nicht mehr geschehen.
Wie wir und vor allem die Politik mit Alkohol umgehen, lässt nur einen Schluss zu: Alkohol, seine Wirkung und Folgen sind letztlich gewünscht.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Schulze, der sich ab heute in einem neuen Versuch, sich vom Alkohol zu lösen, befindet.“ 


Geschenke

Jahrbuch Sucht 2014

Die aktuelle Ausgabe des klassischen Standardwerks zu Suchtprävention, Suchthilfe und Suchtpolitik verlosen wir in drei Exemplaren unter all jenen, die uns ihr Interesse bis zum 21. Juni 2014 per Postkarte mitteilen (Stichwort: Jahrbuch). Bitte adressieren Sie an DHS e.V., Westenwall 4, 59065 Hamm

www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/jahrbuch-sucht-2014-die-verheerenden-folgen-von-alkohol-und-tabak-a-965585.html www.pabst-publishers.com


Benz, Rieger, Schönig, Többe-Schukalla (Hrsg.): Politik Sozialer Arbeit, Band 1 und Band 2

Soziale Arbeit ist abhängig von Politik und beeinflusst diese. Fachkräfte, ihre Anstellungsträger und Interessenverbände fordern, implementieren und kritisieren politische Entscheidungen, vertreten Interessen, beraten Politik und tragen zur politischen Bildung bei. Sie agieren stellvertretend für Klienten und sollen diese im eigenständigen politischen Denken und Handeln unterstützen. Sie legitimieren ihr politisches Handeln anwaltschaftlich und verfolgen doch auch ureigene  institutionelle, fach- und berufspolitische Ziele. Beide Bände zur „Politik Sozialer Arbeit“ präsentieren politikbezogene Forschung, Lehre und Praxis. Die Beiträge machen deutlich, wie vielschichtig und zurzeit kontrovers politische Fragen in der Sozialen Arbeit zu diskutieren sind.
http://www.beltz.de/de/verlagsgruppe-beltz/gesamtprogramm/detailansicht/titel/politik-sozialer-arbeit.html

http://www.beltz.de/de/verlagsgruppe-beltz/gesamtprogramm/detailansicht/titel/politik-sozialer-arbeit-1.html

An zwei Gewinner/-innen verlosen wir jeweils Band 1 und 2 gemeinsam. Hierzu teilen Sie uns Ihr Interesse bitte bis zum 21. Juni 2014 per Postkarte mit (Stichwort: Soziale Politik). Bitte adressieren Sie an DHS e.V., Westenwall 4, 59065 Hamm


Krist, Wolcke, Weisbrod, Ellermann-Boffo (Hrsg.): Herausforderung Trauma

Welche  enorme Bedeutung  Traumatisierungen im Zusammenhang mit Suchterkrankungen haben, wird in allen hieran beteiligten Hilfesystemen zunehmend erkannt und diskutiert. Ein aktuelles Beispiel: Der unlängst von der Drogenbeauftragten der Bundesregierung vorgelegte Bericht zu Methamphetamin-Konsumenten/-innen stellt für über 80% der befragten Konsumenten/-innen frühe Traumatisierungen und andere außergewöhnlich negative Entwicklungen fest, und fasst zusammen, dass „psychische Probleme dem Konsum nicht nur folgen, sondern ihn offensichtlich bereits vorausgehen.“ Insbesondere würden Klienten in Zusammenhang mit posttraumatischen Störungen mit Amphetamin und Methamphetamin „medizieren“.

Die Beiträge des ausgelobten Bandes beschreiben die Herausforderungen der Arbeit mit traumatisierten Kindern, Jugendlichen und Eltern im Rahmen der Erziehungsberatung. Das Buch versammelt Beiträge zu Diagnostik und Interventionen und beschreibt Erfordernisse der Kooperation von Beratungsstellen in der Jugendhilfe mit dem Gesundheitswesen. Darüber hinaus liegt ein besonderes Augenmerk auf der in diesem Zusammenhang notwendigen eigenen Psychohygiene der Beraterinnen und Berater.
http://www.beltz.de/de/verlagsgruppe-beltz/gesamtprogramm/detailansicht/titel/herausforderung-trauma.html

Wir verlosen drei Exemplare unter all jenen, die uns ihr Interesse bitte bis zum 21. Juni 2014 per Postkarte mitteilen (Stichwort: Trauma). Bitte adressieren Sie an DHS e.V., Westenwall 4, 59065 Hamm


Pendler

Die Aufgaben der ehemaligen Bahn-Zentralstelle gegen die Alkoholgefahren (BZAL) nimmt inzwischen die Stiftung Bahnsozialwerk (BSW) wahr. Kurz vor ihrer Auflösung gegen Ende der spektakulären „Mehdorn-Ära“ unserer Deutschen Bahn produzierte die BZAL diesen Spielfilm zur Suchtprävention mit bekannten Hauptdarstellern. Am Beispiel des Wochenendpendlers Frank wird die Entwicklung alkoholbedingter Probleme im Umfeld gezeigt. Einsamkeit, Stress und Frust lassen das Pendel zu immer mehr Alkohol ausschlagen. Frank durchlebt die Phasen seiner „Suchtkarriere“ mit allen Begleiterscheinungen für Familie und Beruf. Kann er sich aus dem „Teufelskreis Sucht“ befreien?

Wir verlosen insgesamt fünf DVD-Exemplare unter all jenen, die uns ihr Interesse bis zum 21. Juni 2014 per Postkarte mitteilen (Stichwort: Pendler).


Die vorausgehend ausgelobten Bände „Beispiele guter Praxis der Substitutionsbehandlung“ gingen an Silke Kuntner (Mistendorf), Stefan Glos (Schweinfurt) und Dr. Gerd Hövelmann (Gütersloh). Die Bände „Psychosoziale Behandlung in der Substitutionstherapie“ erhielten Dr. Monika Bewig (Höchberg), Dr. Beate Erbas (München) und Christian Kreuzer (Regensburg). Das Jahresabonnement  „Systemische Therapie“ erhält Dr. Mignon Drenckberg (München). Die Exemplare zu „Suchthilfe in Netzwerken“ gingen an Knut Dehnen (Duisburg), Markus Eckhardt (Zittau), Hans-Joachim Gehrmann (Groß-Zimmern), Anne Röhm (Reutlingen) und Detlef Tichatschke (Halle/Saale).

Allen Gewinner/-innen herzlichen Glückwunsch!


Dass die Sonne scheint, am Himmel und im Gemüt, wünscht Ihnen
Ihr Dr. Raphael Gaßmann
Geschäftsführer

 

 

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Internationale Zusammenarbeit

Die DHS steht im fachlichen Austausch mit europäischen Partnerorganisationen. Sie kooperiert mit Gremien und Dienstellen der EU und der WHO, die mit suchtrelevanten Themen beschäftigt sind sowie mit Vereinen und Verbänden auf internationaler Ebene, die gleiche oder ähnliche Aufgaben wie die DHS übernommen haben. Dabei steht besonders die Entwicklung wirksamer Strategien zur Senkung der durch Alkohol und illegale Drogen verursachten gesundheitlichen und sozialen Folgen im Mittelpunkt.

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