DHS - Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.
Newsletter 3-2015  

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

entschlossen und konsequent,  so hat sich die große Koalition, in dieser Frage vertreten von Manuela Schwesig und Christian Schmidt, gegen die organischen und psychologischen Schäden von E-Zigaretten positioniert. Deren Verkauf an Kinder und Jugendliche soll künftig per Jugendschutzgesetz untersagt werden. Ohne Zweifel ein wichtiger und notwendiger Schritt, sind E-Zigaretten doch ein ideales Instrument, Minderjährige nikotinabhängig zu machen und ihnen bei der Einübung süchtiger Verhaltensweisen zu helfen.
So wird also das Jugendschutzgesetz nach einigen Jahren wieder einmal aufgeschnürt und man mag uns bei dieser Gelegenheit den schon gewohnheitsmäßigen Hinweis darauf nachsehen, dass dieses Gesetz seit vielen Jahren einer weiteren Optimierung bedarf: Durch nichts, aber auch gar nichts, ist die Jugendschutzbestimmung gesundheitspolitisch, medizinisch, psychologisch, pädagogisch oder  sonst wie zu rechtfertigen, den Verkauf von Bier und Wein an unter 18-Jährige zu gestatten. Die Regelung ist bei Weitem nicht einmal ein schlechter Witz, oder würden Sie Zigaretten ab 16 erlauben, Pfeife und Zigarre jedoch erst ab 18? Jugendliche werden so in keiner Weise geschützt.
http://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/baek-unterstuetzt-jugendschutz-vor-e-zigaretten/


Inhalt

Dieser Newsletter informiert Sie über folgende Themen:

  • Aus der DHS
  • Veröffentlichungen - Druck und Internet u.s.w.
  • Veranstaltungen
  • Ausschreibungen
  • Prävention
  • Jugendschutz und -hilfe
  • Suchthilfe / Selbsthilfe
  • Wissenschaft
  • Leistungserbringer und Kostenträger
  • Rausch - Sucht - Mittel - Politik
  • Das besondere Zitat
  • Verbraucherschutz
  • Kultur und Sport
  • Aus aller Welt
  • Geschenke
Aus der DHS

Wissenschaftliches Symposium zum Thema „Sucht: Prävention und Public Health“

Das Wissenschaftliche Symposium der DHS findet in diesem Jahr vom 1. bis 3. Juni 2015 in Klink/Waren an der Müritz statt. Unter dem Thema „Sucht: Prävention und Public Health“ wird wirkungsvolle Suchtprävention diskutiert, die zur Gesundheitsförderung der gesamten Bevölkerung beiträgt.
Das Symposium ist mit hochkarätigen Rednerinnen und Rednern besetzt und auch die einzelnen Schwerpunkte der Veranstaltung bieten einen aktuellen Überblick der wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Suchtprävention und Gesundheitsförderung.
Die Teilnahmegebühr beträgt 220 € inklusive Unterkunft und Verpflegung während der Veranstaltung. Bei Interesse bitten wir um zeitnahe Rückmeldung, da die Teilnehmeranzahl stark begrenzt ist.

www.dhs.de


Aktionswoche Alkohol vom 13. bis 21. Juni 2015 - Vorbereitungen auf Hochtouren

Schon weit mehr als 500 Veranstaltungen sind in unserem Kalender unter www.aktionswoche-alkohol.de verzeichnet - und täglich werden es mehr. Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen, Betriebe, Universitäten, Vereine, Gesundheits- und Präventionsexperten und viele Engagierte mehr haben bereits ihre Aktionen angemeldet. So unterschiedlich diese auch sind, das Ziel ist dasselbe: Das Bewusstsein aller für die Risiken des Alkoholkonsums zu schärfen. Was im Vergleich zu den letzten Aktionswochen auffällt: Die Veranstaltungen werden immer größer, immer kreativer und erreichen immer mehr Menschen mit der Botschaft „Alkohol? Weniger ist besser!“. Lassen Sie sich inspirieren – abschauen ist erlaubt.

Materialien kostenfrei bestellbar für alle gemeldeten Veranstalter
Seit Mitte April können Veranstalter das kostenlose Verteilmaterial bestellen. Darunter ist auch die seit 2007 beliebte Z-Card, natürlich ganz aktuell mit einem neu konzipierten Selbsttest. Und natürlich finden sich auch Broschüren, Factsheets, Flyer und Plakate in verschiedenen Größen.
Alle Veranstalter erhalten zusätzlich Buttons mit dem Aktionswochen-Logo. Und wie immer werden alle Bestellungen registrierter Veranstalter der Aktionswoche Alkohol 2015 berücksichtigt. Die Auslieferung erfolgt nach Eingang der Bestellungen.

Kurzfilm „Nachtschlüssel“ auf Facebook online
Überwältigt hat uns die positive Resonanz zum Kurzfilm „Nachtschlüssel“, der auf unserer Facebook-Seite seit Anfang April eingeschaltet ist (https://de-de.facebook.com/aktionswochealkohol). Die Botschaft ist eindeutig: „Alkohol? Nicht im Straßenverkehr!“ Der Spot wurde produziert durch unseren Aktionswochen-Partner, das Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG), und für die Aktionswoche Alkohol 2015 freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Über 20.000 Mal wurde er bereits angeklickt, hundertfach mit der Bewertung „Gefällt mir“ markiert. Das gefällt uns auch. Im Zeitraum der Aktionswoche wird der Film in über 280 U-Bahn-Stationen in 20 Städten wie München, Köln, Nürnberg, Frankfurt a. M., Berlin, Düsseldorf oder Hamburg gezeigt.

Präventionspreis des DHS Fördervereins: 2.000 € zu gewinnen!
Bereits zum dritten Mal schreibt der Förderverein der DHS im Rahmen der Aktionswoche Alkohol den Präventionspreis aus. Prämiert werden alle Initiativen, die dem Jugendschutz rund um das Thema Alkohol in Vereinen gewidmet sind. Jugendschutz ist ein wichtiges Thema in Ihrem Verein? Sie haben ein Konzept zur Alkoholprävention entwickelt und erfolgreich umgesetzt? Die Spannbreite der Aktionen ist weit: Sie kann beginnen bei Initiativen zur Verringerung des Konsums über Bandenwerbung ohne Alkoholsponsoren bis hin zum alkoholfreien Verein. Teilnehmen können alle Vereine und deren Mitglieder. Einsendeschluss ist der 15. Mai. Die Bewerbungskriterien finden Sie unter http://www.aktionswoche-alkohol.de/ueber-die-aktionswoche/aktuelles/aktuelles-einzelansicht/article/foerderverein-der-dhs-vergibt-zum-3-mal-praeventionspreis.html?cHash=61fcbb44996e064aff6e1daaa09c45e7.

Schweizer Dialogwoche vom 30. April bis 9. Mai 2015
Auch die Nachbarländer Österreich, Polen, die Schweiz und Liechtenstein unterstützen die Botschaft der Aktionswoche. In der Schweiz wird vom 30. April bis 9. Mai 2015 wieder die Dialogwoche stattfinden. Sie ist das Herzstück der Alkoholpräventionskampagne 2014 – 2016 des Bundesamtes für Gesundheit. Die Kampagne  steht unter dem Motto „Wie viel ist zu viel?“ (Deutschschweiz). Unzählige Organisationen in der ganzen Schweiz sind auf öffentlichen Plätzen, an Bahnhöfen, in Schulen, Bibliotheken, Unternehmen, Alterseinrichtungen usw. präsent und möchten über dieses gesellschaftlich und gesundheitlich relevante Thema ins Gespräch kommen. Die Organisationen vor Ort suchen den direkten Kontakt mit der Bevölkerung und bieten erlebnisorientierte Aktivitäten rund um das Thema Alkohol. Auch hier können Sie Anregungen für Ihre Veranstaltungen finden (http://www.alcohol-facts.ch/).

Dank an alle Förderer, Kooperationspartner und Engagierte vor OrtAn dieser Stelle möchten wir noch einmal allen Förderern, Kooperationspartnern, Steuerungsgremien und vor allem allen Veranstaltern und Engagierten vor Ort danken – nur gemeinsam kann es gelingen, die Breitenwirkung dieser Kampagne zu erzielen und die Botschaft „Alkohol? Weniger ist besser!“ nicht nur bekannt zu machen, sondern auch in die Tat umzusetzen, und den enormen Alkoholkonsum in Deutschland zu verringern. 


Evaluation von DHS Broschüren

Nach wie vor überprüfen wir gegenwärtig unsere Broschüre „Medikamentenabhängigkeit“ und den Band „Alkoholabhängigkeit“ aus der Suchtmedizinischen Reihe. Heute möchten wir Sie erneut um die Unterstützung unserer Online-Befragung (http://www.dhs.de/informationsmaterial.html) bitten. Sie investieren drei bis fünf Minuten und die DHS verlost unter allen Teilnehmenden folgende Artikel:
- 3 Mal das DHS Jahrbuch Sucht 2015 
- 3 Mal den Roman „Sucht“ von Simon Borowiak
- 1 Jahresabonnement der Zeitschrift „Sucht“
- 1 Jahresabonnement der schweizerischen Zeitschrift „SuchtMagazin“

Für den Fall, dass Sie die Broschüren noch nicht kennen, hier der Weg zur schnellen und kostenfreien Bestellung: http://www.dhs.de/informationsmaterial/bestellung.html

Die Downloads der Broschüren finden Sie unter: http://www.dhs.de/informationsmaterial/broschueren-und-faltblaetter.html


Neue Broschüre: Alkohol ist gefährlich - Ein Heft in Leichter Sprache

Das Format ist neu. Das Thema Alkohol nicht. Für Menschen, denen das Lesen schwerfällt, hat die DHS ein Heft in Leichter Sprache herausgegeben. Das Netzwerk Leichte Sprache macht die Vorgaben: Einfache Sätze, möglichst in einer Zeile. Positive Satzaussagen, keine Verneinungen. Rund 20 Zeilen auf einer Seite in großer Schrift, mit möglichst zwei Absätzen. Keine Bindestriche. Keine Klammern.
Alkohol ist gefährlich. Das sollte jeder wissen, und dennoch wissen es viele nicht. Die Broschüre geht auf die Bedeutung des Alkohols und den Alkoholkonsum im Alltag ein. Wie wirkt Alkohol und welche Risiken sind mit seinem Konsum verbunden. Hinweise auf Hilfeangebote und Telefonnummern ergänzen den Text.

Die Broschüre steht als Download zur Verfügung (http://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/Broschueren/Alkohol_ist_gefaehrlich.pdf) und kann auch in größerer Stückzahl kostenfrei bei der DHS bestellt werden: http://www.dhs.de/informationsmaterial/bestellung.html


Vollständig überarbeitet und neu aufgelegt: Drogen? Alkohol? Tabletten? Irgendwann ist Schluss mit lustig

Die zweisprachige Publikation - von der einen Seite in deutscher und von der anderen Seite in russischer Sprache - findet sich seit Jahren sehr erfolgreich unter dem Titel „Drogen nehmen? … „ im DHS Programm. Mit neuem Titel, aktualisiertem Text und neuer Gestaltung sollen weiterhin russisch sprechende Migranten und Migrantinnen erreicht werden.

Die Broschüre steht als Download zur Verfügung (http://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/Broschueren/Drogen-Alkohol-Tabletten_de.pdf bzw. http://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/Broschueren/Drogen-Alkohol-Tabletten_ru.pdf) und kann auch in größerer Stückzahl kostenfrei bei der DHS bestellt werden: http://www.dhs.de/informationsmaterial/bestellung.html


DHS App jetzt auch in der Android Version

Zu Jahresanfang haben wir eine Applikation für tragbare Telefone veröffentlicht, die sich unter dem Stichwort „Trinktagebuch“ an Alkoholkonsument/-innen wendet, und sie dabei unterstützt, sich mit ihrem eigenen Trinkverhalten zu beschäftigen. Dieses „Trinktagebuch“ ist jetzt auch in der Android Version erhältlich.

www.trinktagebuch.org


Veröffentlichungen - Druck und Internet u.s.w.

Neues NPS-Booklet

Das Suchtpräventionsprojekt MINDZONE des Landes-Caritasverbandes Bayern hat ein neues Info-Booklet zum Thema NPS (Neue psychoaktive Substanzen) aufgelegt. Die jugendgerecht aufgemachte Broschüre beschreibt auf 24 Seiten die Risiken, Wirkungsweisen und Folgeschäden von NPS. Dabei wendet sie sich hauptsächlich an Jugendliche und junge Erwachsene.
http://www.mindzone.info/_pdf/infomaterial/NPS-BOOKLET-2-RZ-Neue-Psychoaktive-Substanzen-(WebVersion).pdf

Auch die MINDZONE-Homepage wurde um den Themenbereich "Neue psychoaktive Substanzen" inhaltlich erweitert: www.mindzone.info/drogen/nps/


Crystal Meth: Auf Youtube

Was passiert im Gehirn, wenn Crystal Meth konsumiert wird? Welche kurzfristigen Effekte und welche Langzeitfolgen erleben Konsumenten? Als Alternative zu den fatalen Schockbildern angeblich US-amerikanischer Crystal Konsumenten findet sich auf Youtube die Animation des Designers Robert Reinhold zum Thema, die fachlich begleitet wurde von der Stadtmission Chemnitz e.V. Zitat: „Wir möchten Menschen informieren und zum Diskutieren anregen. Gerade von Menschen, die das mediale Echo zur Horrordroge Crystal belächeln, erhoffen wir uns Feedback.“

https://www.youtube.com/watch?v=Iy5VboF7V-w

Das äußerst lesenswerte Portrait einer Konsumentin wurde unlängst in der Wochenzeitung „Die Zeit“ veröffentlicht. www.zeit.de/2015/05/crystal-meth-drogen


Veranstaltungen

Doppeldiagnose!? Sucht und Psyche - Was braucht der Mensch? (Nürtingen, 15. Mai 2015)

Was braucht der Mensch (sowohl Betroffener als auch Angehöriger) mit einer Doppeldiagnose als bedarfs- und bedürfnisorientierte Versorgung? Wie können berufliche Hilfen und Selbsthilfe-Angebote fruchtbar und konstruktiv miteinander arbeiten?Mit dieser Veranstaltung wollen Guttempler und der Landesverband Psychiatrie-Erfahrener Rheinland-Pfalz das Thema im ehrenamtlichen Bereich aufgreifen, um in den jeweiligen Selbsthilfegruppen Ängste und Hilflosigkeiten abzubauen. Und sie wollen auch der spannenden Frage nachgehen: Kann es künftig „gemischte“ Selbsthilfegruppen für Menschen mit Doppeldiagnosen geben?Die Veranstalter erwarten Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Sucht-Selbsthilfe ebenso wie aus dem Bereich der Psychiatrie-Erfahrenen und aus den verschiedenen Zweigen beruflicher Hilfen.
http://www.lvpe-rlp.de/sites/default/files/pdf/Guttempler_Faltblatt-Fachtagung_ansicht-web.pdf
Die Tagung ist kostenfrei.


Zoey: Spielfilm über Kinder in einer suchtbelasteten Familie (Wuppertal, 18. Mai 2015)

Das seit vielen Jahren extrem produktive Medienprojekt Wuppertal kündigt die Premiere seines Kurzspielfilms im dortigen CinemaxX (Bundesallee 250) an. In dem 40-minütigen Spielfilm geht es um die 14-jährige Zoey, die mit dem Rückfall ihres alkoholkranken Vaters zu kämpfen hat. Der Alltag des Teenagers gerät ins Wanken und sie muss Verantwortung für ihren Vater, ihren 8-jährigen Bruder und sich selbst übernehmen, was nicht ohne Folgen bleibt. Der Film wurde produziert im Auftrag des Blauen Kreuz Deutschland e.V.


Cannabis Future - Jenseits von Ideologie (Berlin, 8. Juni 2015)

Der Berliner Therapieladen e.V., seit langer Zeit eine der ausgewiesenen und führenden therapeutischen Einrichtungen für Menschen mit problematischem Cannabiskonsum, begeht sein 30-jähriges Jubiläum mit einer Tagung zum Thema. Sie soll, laut Ankündigung, „mit namhaften erfahrenen Experten/-innen aus verschiedenen Disziplinen die politische Debatte um die Cannabisfreigabe auf eine wissenschaftlich fundierte rationale Grundlage stellen“.
Weitere Informationen finden Sie unter http://www.therapieladen.de/
Teilnahmegebühr: 80 Euro


Cannabis: Nutzpflanze, Heilmittel und Einstiegsdroge? (Bielefeld, 24. Juni 2015)

Auch die Drogenberatung Bielefeld veranstaltet einen Fachtag zum Thema Cannabis. Die Veranstaltung soll laut Ausschreibung nicht nur den aktuellen Stand der Dinge beleuchten, sondern auch der Weiterentwicklung der Diskussion des Themas „Regulierung des Cannabismarktes und Entkriminalisierung von Konsument/-innen“ dienen. Darüber hinaus soll sie dazu beitragen, den Einsatz von Cannabis in der Therapie kranker Menschen künftig als Regelleistung im Gesundheitswesen zu ermöglichen. Namhafte Fachleute werden in ihren Referaten die genannten Themenkomplexe darstellen und mögliche Wege eines „neuen Umgangs“ formulieren. Im Unterschied zu manch anderen, positionieren sich hier die Veranstalter, was auch unabhängig von ihrer konkreten Position erfreulich scheint.
Weitere Informationen unter http://www.drobs-bielefeld.de/veranstaltungen/
Teilnahmegebühr: 50 Euro, bei Anmeldung bis zum 10. Juni 40 Euro


Prävention von Gewalthandeln unter Alkoholeinfluss (München, 1.  bis 3. Juli)

Die Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Bayern, veranstaltet ein Seminar für Fachkräfte der Jugend- und Suchthilfe, Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit an Schulen, die präventiv mit Jugendlichen arbeiten. Das Seminar ist eine Praxisfortbildung. Sie zeigt pädagogische Methoden auf, die einen konstruktiven Umgang mit Aggressionen vermitteln und dabei die Rolle und den Konsum von Alkohol berücksichtigen.
http://www.bayern.jugendschutz.de/AjBayern/Veranstaltungen1.aspx?a=k&ID=8450
Teilnahmegebühr: 120 Euro (inkl. Verpflegung)

Zum selben Thema hat der Veranstalter unlängst eine vollständig überarbeitete Neuauflage seiner Broschüre „Mitten im Leben statt voll daneben“ veröffentlicht.
http://www.bayern.jugendschutz.de/AjBayern/Aktuelles1.aspx?ID=8511


Ausschreibungen

Verringerung der Passivrauchbelastung bei Kindern

Das Bundesministerium für Gesundheit hat eine Bekanntmachung zum Thema „Verringerung der Passivrauchbelastung bei Kindern“ veröffentlicht:
http://www.dlr.de/pt/Portaldata/45/Resources/a_dokumente/gesundheitsforschung/Bekanntmachung_Verringerung_der_Passivrauchbelastung_bei_Kindern.pdf

Abgabetermin ist der 29.05.2015.


Wolfram-Keup-Förderpreis 2016

Der Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe e.V. (buss) vergibt zum vierten Mal den „Wolfram-Keup-Förderpreis“  für die beste wissenschaftliche oder praxisorientierte Arbeit auf dem Gebiet der Suchttherapie. http://www.suchthilfe.de/foerderpreis/index.php

Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2015.


Prävention

Kleiner Lichtblick in der Alkohol-Katastrophe

Trotz Dauerfeuers der Werbung auf Minderjährige, trotz taschengeldverträglicher Alkoholpreise und trotz mangelhaften Jugendschutzes: Die nunmehr seit ungefähr 10 Jahren intensivierte Arbeit vieler Akteure der Alkoholprävention zeigt ein wenig Wirkung: www.sueddeutsche.de/news/leben/familie-weniger-jugendliche-komatrinker---praevention-wirkt-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-150210-99-07845Das ist schön. Und es ist kaum auszudenken, was wir gemeinsam erreichen könnten, wenn die Rahmenbedingungen stimmen würden.


Erneute Anhörung zum Präventionsgesetz

Am vorvergangenen Mittwoch veranstaltete der Bundestagsausschuss für Gesundheit eine weitere Anhörung zum geplanten Präventionsgesetz. Die Expertenmeinungen hierzu haben sich dabei im Lauf der vergangenen 10 Jahre kaum geändert: Die Verabschiedung eines Präventionsgesetzes wird nachdrücklich begrüßt, dass zu seiner Finanzierung im Wesentlichen gesetzlich Krankenversicherte herangezogen werden, stößt auf breiten Widerspruch. https://www.bundestag.de/presse/hib/2015_04/-/371116

http://www.gesundheit-adhoc.de/vdek-zum-praeventionsgesetz-pkv-kommunen-und-laender-bleiben-bei-finanzierung-aussen-vor-keine.html

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/61758

Hier ein vollständiger Mitschnitt der Anhörung:
http://www.bundestag.de/mediathek/?action=search&contentArea=details&instance=m187&mask=search&id=4919157&categorie=Ausschusssitzungen


Mehr Drogentote

Drogentote sind Menschen, die durch den Konsum illegaler Drogen (oder dessen Umstände) gestorben sind - und bei denen dies offiziell festgestellt wurde. Die Zahl bewegt sich seit vielen Jahren im Bereich zwischen 1.000 und 2.000 Personen. Nicht gezählt werden jährlich ca. 75.000 Drogentote durch Alkohol in Deutschland. Doch das ist eine andere Geschichte. Hier soll vielmehr ein zweischneidiges Schwert erwähnt sein: Immer, wenn die Zahl der offiziellen Drogentoten sinkt, werten Politiker/-innen in Gesundheitsministerien dies als Erfolg ihrer Drogenpolitik. Aber was bedeutet es dann, wenn die Zahlen steigen?
Angesichts der jüngst gestiegenen Zahlen entbrannte eine höchst überflüssige und unerfreuliche Auseinandersetzung darüber, ob entweder die Verfolgung von Drogenkonsument/-innen oder aber sog. Fixerstuben „ein Irrweg“ oder ein „völliger Irrweg“ seien. Gibt es dazu nicht längst aussagekräftige Studien? Nein? Wirklich nicht? Könnten wir dann bitte eine solche Studie finanzieren? Es geht schließlich jedes Jahr wieder um tausend Menschenleben und mehr…

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/drogentote-zahl-der-suchtopfer-in-bayern-steigt-weiter-a-1024153.html

www.aidshilfe.de/de/aktuelles/meldungen/deutsche-aids-hilfe-weniger-drogentote-sind-moeglich


Jugendschutz und -hilfe

Themenheft zu Drogen- und Suchtfragen

„Thema Jugend“, die Zeitschrift für Jugendschutz und Erziehung, hat ein Themenheft herausgebracht, das von familiären Suchtproblemen über Präventionsprojekte bis zu Crystal Meth dem Thema „Jugendliche und Suchtmittel“ gewidmet ist.
http://www.thema-jugend.de/index.php?id=141


Was Jugendämter leisten

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter hat im Jahr 2011 (mit Unterstützung des BMFSFJ) eine kleine Broschüre zur Leistungsbandbreite der Jugendämter veröffentlicht. Zwei Jahre später dann legte die BAG der Landesjugendämter den gleichen Inhalt in veränderter Aufmachung und vor allem in Leichter Sprache auf. www.unterstuetzung-die-ankommt.de
Wir empfehlen, je nach Zielgruppe, beide Versionen dieser Broschüre auch Einrichtungen der Sucht- und Drogenhilfe für ihre tägliche Arbeit.


Suchthilfe / Selbsthilfe

Online-Portal Crystal Meth

Das neue Online-Angebot „Breaking Meth“ richtet sich mit Diskussionsforen, Informations- und Hilfeangeboten an Menschen, die ihren Methamphetamin-Konsum reduzieren oder einstellen wollen sowie an ehemalige Konsument/-innen. Dieses Angebot wird vom Projekt Drug Scouts aus Leipzig betrieben und moderiert, sowie als Modellprojekt durch das Bundesministerium für Gesundheit gefördert.
https://breaking-meth.de/


Online-Beratung zu „Legal Highs“

Neue psychoaktive Substanzen, sogenannte „Legal-Highs“, haben sich mittlerweile  als Rauschmittel etabliert. Ihre Wirkungsbereiche umfassen das gesamte (auch von illegalen Drogen) erfasste Spektrum. Bei erfahrenen Konsumenten ist eine Tendenz zu als Forschungschemikalien deklarierten Reinsubstanzen („Research Chemicals“) erkennbar.
Das Forschungsprojekt www.legal-high-inhaltsstoffe.de bietet Informationen, Beratung und Analyseergebnisse zu den gängigen neuen Substanzen und berichtet über aktuelle rechtliche und politische Hintergründe und Veränderungen. Zielgruppen sind Konsumenten, Eltern und Angehörige sowie Fachleute, die auf der Suche nach Informationen über das sich schnell verändernde Angebot und die Rahmenbedingungen sind.

Das Angebot umfasst:
- Anonyme Beratung ohne Angabe einer E-Mail-Adresse für Konsumenten, Angehörige oder Fachleute ( Zugangsempfehlung: www.ixquick.de)
- Analyseergebnisse gängiger Produkte
- Fortbildungen und Vorträge zum Thema


Beratung und Hilfe für Eltern und Angehörige bei Magersucht

Das Frankfurter Zentrum für Essstörungen bietet im Rahmen dieses Angehörigenprojektes ein Beratungstelefon, Onlineberatung, Coaching für Eltern und Angehörige sowie Gruppencoaching für Eltern. Ein entsprechender Flyer erläutert die Angebote.
elternberatung@essstoerungen-frankfurt.de oder http://www.essstoerungen-frankfurt.de


„Mutual-Help Groups - They Certainly Work!“

EMNA, das europäische Netzwerk für alkoholbezogene Selbsthilfe, hat eine englischsprachige Informationsbroschüre zum Wert der Sucht-Selbsthilfe erstellt. It certainly works: http://www.emna.org/wp-content/uploads/2012/07/EMNA-Information-Brochure.pdf


Wissenschaft

Zweierlei Maß oder Einheitsstrategie?

Behandlungsleitlinien werden, zumindest auch, unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten formuliert. Die unlängst veröffentlichten Leitlinien zum Alkohol- bzw. zum Tabakkonsum weisen auf zunächst irritierende Weise in unterschiedliche Richtungen.  Mögliches Behandlungsziel der neuen S3-Leitlinie zur Behandlung des Alkoholkonsums ist nun auch dessen Reduktion. „Abstinenz bleibt das oberste Ziel, aber wenn jemand diesen Schritt nicht gehen kann oder will, dann zielt die Beratung oder Behandlung erst einmal auf eine Reduktion ab“, so ein bekannter Funktionär in Suchtfragen.
Beim Tabakkonsum jedoch bleibt der vollständige Rauchverzicht als alternativloses Ziel. Rauchreduktion? Keine Option! Dabei lassen sich weder in der von beiden Suchtstoffen ausgehenden Gesundheits- und Lebensgefahr noch in den Suchtstrukturen der ihnen Verfallenen nennenswerte Unterschiede ausmachen. Ob die irritierend unterschiedlichen Therapieziele daher rühren, dass an der Erstellung der entsprechenden Leitlinien Wissenschaftler und medizinische Funktionäre beteiligt sind, die in Diensten mehrerer Pharmafirmen stehen? Die eine Firma stellt Nikotinpräparate her, die den Rauchstopp fördern sollen, die andere ein Medikament, das die Alkoholreduktion angeblich unterstützt. Neue Ziele für neue Medikamente?

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/neue-leitlinien-bessere-hilfe-gegen-alkohol-und-nikotinsucht-a-1016520.html

http://www.healthcaremarketing.eu/kommunikation/detail.php?rubric=Kommunikation&nr=20573

www.nicorette.de


Leistungserbringer und Kostenträger

Gemeinsames Rahmenkonzept der DRV Bund und der GKV zur Kombinationsbehandlung in der medizinischen Rehabilitation Abhängigkeitskranker

Die zuständigen Gremien der Deutschen Rentenversicherung (DRV) und Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) haben diesem “Gemeinsamen Rahmenkonzept“ vom 14.11.2014 nunmehr abschließend zugestimmt. Damit trat das Rahmenkonzept zum 01.03.2015 in Kraft. Es kann von der Internetseite der Deutschen Rentenversicherung heruntergeladen werden:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/3_Infos_fuer_Experten/01_sozialmedizin_forschung/downloads/konzepte_systemfragen/konzepte/gemeinsames_rahmenkonzept_kombibehandlung_sucht_2014.html


BORA-Auftaktveranstaltung

Am 15. April 2015 fand, wie im DHS Newsletter (downloadAuszug NL 1-2015) angekündigt,  für Vertreter der Rehabilitationseinrichtungen in der medizinischen Rehabilitation Abhängigkeitskranker eine Fachveranstaltung bei der DRV Bund statt. Die Veranstaltung wurde gemeinsam von der Rentenversicherung, der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. und dem Fachverband Sucht e.V. ausgerichtet. Dabei wurden die von der Arbeitsgruppe „Berufliche Orientierung in der medizinischen Rehabilitation Abhängigkeitskranker“ (AG BORA) erarbeiteten Empfehlungen vorgestellt. Mit den BORA-Empfehlungen soll angeregt werden, die Rehabilitanden noch gezielter entsprechend ihrer individuellen Teilhabebedarfe zu fördern und damit zu einer weiteren Optimierung der Rehabilitations- und Integrationsprozesse beizutragen.
Hier der downloadEinführungsvortrag (Powerpoint) zu dieser Veranstaltung.


Rausch - Sucht - Mittel - Politik

Wirksame Tabakprävention jetzt auch in Frankreich

Wirtschaftspolitisch ist es erwünscht, gesundheitspolitisch eine Katastrophe: Werbung für Suchtmittel. Da selbstverständlich auch Produktverpackungen Teil von Werbestrategien sind, gelten neutrale Zigarettenschachteln als wirksamer Baustein eines ausgewogenen Policy Mix zur Tabakprävention. Nach positiven Erfahrungen in Australien hat nun auch Frankreich diese Maßnahme beschlossen. www.aerzteblatt.de/nachrichten/62390


Verfolgung von Cannabis-Konsument/-innen in der Schweiz: Buße oder Strafe?

Ein Repressionskoeffizient offenbart nationale Ungleichbehandlungen. Ähnlich wie in Deutschland, wo südlicher gelegene Bundesländer einen höheren Repressionsdruck gegen Cannabis-Konsument/-innen aufbauen als nördlicher gelegene, gibt es auch in der Schweiz regional deutliche Unterschiede in dieser Frage. Hier zeigen offenkundig französischsprachige Kantone den, so die Autoren einer Studie zum Repressionskoeffizienten, „größten Fleiß bei der Verfolgung von Drogengebrauchern“. blogs.taz.de/drogerie/2015/03/26/kiffen-in-der-schweiz-busse-oder-strafe/


Drogen finanzieren Terror

Die hohen Gewinnspannen in illegalen Geschäften und ihr ohnehin selbstverständliches Agieren im Illegalen sind der Hintergrund regelmäßiger Aktivitäten terroristischer Vereinigungen im Waffen- und Drogenhandel. Ob Cannabis, Kokain oder Heroin (und manch anderes noch dazu): Wer diese Substanzen aus welchen Quellen auch immer kauft, kann nie sicher sein, dass sein Geld nicht auch teilweise bei äußerst unsympathischen Empfängern landet. Bislang schienen die allerdings - zumindest geografisch - weit entfernt. Inzwischen hat das Problem auch offiziell Zentraleuropa erreicht.
Vor nicht allzu langer Zeit hörten wir dazu in einer Expertenanhörung des Bundestages, diese Begleiterscheinung der Prohibition sei der Diskussion nicht wert, da kriminelle Vereinigungen sich nicht ausschließlich von Drogengeldern, sondern auch aus Waffen- oder etwa Prostitutionsgeschäften finanzieren würden. Das ist auch eine interessante Sichtweise und wer sie sich zu Eigen macht, kann sich einen Klick auf die beiden folgenden Links getrost ersparen:

http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/brennpunkte_nt/article136749944/Schlag-gegen-Terror-in-Spaniens-Afrika-Exklave-Ceuta.html

de.reuters.com/article/worldNews/idDEKBN0LD16B20150209


Terrorstaaten

Da wir wissen, dass die Todesstrafe die Kriminalität, gleich, um welche Delikte es sich handelt, nicht wirksamer bekämpft als andere Strafen (oder echte Prävention), ist die Todesstrafe ein Terrorinstrument des Staates gegen seine Bürger. Gegenwärtig wird die Liste dieser Terrorstaaten angeführt von China, Iran, Irak, Saudi-Arabien und den USA.  http://de.wikipedia.org/wiki/Todesstrafe

Auch im internationalen Krieg gegen Drogenkonsumenten wenden Staaten dieses Terrorinstrument an. So nutzt Vorreiter China den jährlichen Weltdrogentag (26. Juni), um Todesurteile gegen Suchtmittelkonsumenten und -händler zu vollstrecken. http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Panorama/d/5253636/sohn-von-jackie-chan-droht-die-todesstrafe.html

Drogen- und suchtpolitisch hat solches Vorgehen, wie erwähnt, keinerlei positive Effekte. Aber immerhin hält es die Bevölkerung in Angst und Schrecken. http://www.welt.de/welt_print/vermischtes/article8217391/Chinas-harter-Kampf-gegen-die-Drogen.html

Besonders der Terrorstaat Indonesien gefällt sich darin, auch Ausländer wegen Drogenstraftaten zu ermorden.

http://www.t-online.de/nachrichten/panorama/justiz/id_73812678/hinrichtung-in-indonesien-schmuggler-verabschieden-sich-von-familien.html

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/todesstrafe-in-indonesien-australiern-droht-die-erschiessung-a-1017184.html

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/indonesien-praesident-lehnt-gnadengesuche-von-todeskandidaten-ab-a-1015688.html

www.spiegel.de/panorama/justiz/drogenschmuggel-in-indonesien-todesstrafe-gegen-britin-bestaetigt-a-919372.html


Das besondere Zitat

Krieg gegen Drogen(konsument/-innen)

Zum Krieg gegen Drogen(konsument/-innen) sind derzeit drei Positionen bekannt:

1.       Der Krieg gegen Drogen ist verloren.

2.       Der Krieg gegen Drogen ist nicht verloren.

3.       Es gibt keinen Krieg gegen Drogen.

Hierzu hat sich nun der stellvertretende Präsident des Internationalen Suchtstoffkontrollrats (INCB), Werner Sipp, positioniert: „Der Beitrag des INCB zum richtigen Weg in der Drogenpolitik, nachdem der ‚war on drugs‘ nach Ansicht von vielen gescheitert ist, ist ein ausgewogener und integrierter Ansatz“. Diplomatisch formuliert eindeutig.
https://www.incb.org/incb/en/about/members/werner_sipp.html


 

Verbraucherschutz

Gemeinsamer Bundesausschuss: Nalmefen nicht nötig

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat sich aufgabengemäß mit der Frage eines irgendwie gearteten Zusatznutzens von Nalmefen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie mit Naltrexon beschäftigt. Ergebnis seiner wissenschaftlichen Analyse: „Der Zusatznutzen ist nicht belegt.“
https://www.g-ba.de/downloads/39-261-2179/2015-02-19_AM-RL-XII_Nalmefen_2014-09-01-D-127_BAnz.pdf

Vor Jahresfrist hatten wir über eine vom Hersteller finanzierte und mitgestaltete Studie berichtet, deren als Berater bezahlte Autoren zwischenzeitlich auch in das Werbegeschäft für dieses Produkt eingestiegen sind.
downloadAuszug Newsletter 1-2014


Energy Drinks - Litauen ist Vorreiter

Seit dem 1. November 2014 ist der Verkauf von Energy Drinks an Minderjährige in Litauen verboten. Unter Bezug auf eine Studie der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) fordert Foodwatch dies nun auch für Deutschland. Grund ist die gefährlich hohe Aufnahme von Koffein vor allem durch Jugendliche. http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/gesundessen/die-ersten-staaten-verbieten-red-bull-co-energy-drinks-gefaehrliche-muntermacher_id_4279562.html

Die SPD im Bundestag hat sich dieser Position angeschlossen. http://www.aerztezeitung.de/panorama/article/879067/spd-fordert-energy-drinks-erst-ab-18.html

Ein sehr informatives Faktenblatt zu Energy Drinks hat SuchtSchweiz vorgelegt (siehe DHS Newsletter 1-2015). Im Nachbarland muss auf den Dosen inzwischen angegeben werden, dass u.a. Kinder und Schwangere oder stillende Frauen auf den Konsum solcher Getränke verzichten sollten. Gerade Jugendliche stellen die Hauptkonsumentengruppe für Energy Drinks. Dabei kann gerade bei ihnen der verstärkte Koffeinkonsum negative Auswirkungen auf den Schlaf sowie Herzrasen und Angstzustände mit sich bringen.  
Das Factsheet kann gratis unter http://shop.addictionsuisse.ch/de/150-factsheets heruntergeladen werden.


Kultur und Sport

Medien/Realität

Als Steffi Graf, tief im vergangenen Jahrhundert, ihre wunderbare Tenniskarriere feiern konnte, sah ihre Nase etwas anders aus, als heute. Irgendwann zu dieser Zeit druckten deutsche Medien Fotos der Ausnahmesportlerin, auf denen dieses äußerliche Detail korrigiert war, im Fotolabor. Später dann, so schien es, ließ Frau Graf diese Korrektur noch in Wirklichkeit nachholen, im OP. Heute nun ein anderen Beispiel für denselben Effekt: Mad Men ist eine zu Recht hochdekorierte US-amerikanische Fernsehserie, die sich vordergründig mit Werbung und Mode, tatsächlich mit dem Geschlechterverhältnis, männlicher Unfähigkeit und sich über Jahrzehnte wandelnden Rollenbildern befasst. Ganz nebenbei konsumieren die Herren der Schöpfung in sämtlichen Folgen mit der selbstverständlichen Lässigkeit mental Entrückter solch ungeheure Mengen destillierten Alkohols, dass sie ohne jeden Zweifel an sieben Tagen der Woche rund um die Uhr betrunken sein müssen. Gespielt, natürlich. John Hamm, gefeierter Hauptdarsteller der Serie, bekommt nunmehr, was Alkohol betrifft, den „Graf“-Effekt zu spüren: web.de/magazine/unterhaltung/stars/mad-men-star-jon-hamm-entzug-30540492Alles Gute, Herr Hamm!


Eine Generation pathologischer Spieler/-innen wächst nach. Auch Sportvereine pushen

Ganz offenkundig funktioniert die Nachwuchsgewinnung kontinuierlich und extrem glücksspielender Menschen gegenwärtig ganz ausgezeichnet. Zu den Hintergründen hier ein interessanter Beitrag, der unter anderem wieder einmal die suchtverursachenden Strukturen in Sportvereinen beleuchtet.
http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/spielsucht-bei-jugendlichen-jugend-zockt-online-a-1027322.html


Cross-Marketing

Alkohol und Sexindustrie, Sex und Alkoholindustrie: Wie man es auch wendet, beides kommt mit vorhersagbarer Regelmäßigkeit gemeinsam einher. Interessante Fotodokumente aus vier Jahrzehnten werfen einen Blick auf die Nähe der Fußballabteilung der deutschen Unterhaltungsindustrie zu diesen beiden Playern. http://web.de/magazine/sport/fussball/alkohol-kondome-schluepfer-18430564

Dass die Mitgliedschaft in Sportvereinen frühen Alkoholkonsum und, siehe oben, Sportwetten Minderjähriger fördert, ist so bedauerlich wie belegt. Angesichts dieser Bilderstrecke bleibt zu hoffen, dass die Mitgliedschaft in Sportvereinen wenigstens einen gleichen Effekt auf die Verwendung von Kondomen ausübt.


Aus aller Welt

Erfolg im Krieg: Drogengewinne requiriert

Agenten der US-amerikanischen Drogenfahndung (DEA) haben im Rahmen sog. „Partys“ die Dienstleistungen von Prostituierten in Anspruch genommen. Deren Honorar wurde von sog. Drogenkartellen beglichen. Im Geschäftsmodell des Drogenhandels garantiert die Illegalität hohe Gewinnspannen. Insofern ist die Herkunft der Prostitutionshonorare nicht überraschend - und je länger wir über diese Nachricht nachdenken, desto weniger überrascht uns irgendetwas an ihr.

www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_73738034/regierung-chefin-der-us-antidrogenbehoerde-gibt-nach-sex-skandal-auf.html


Deutsche Kulturdroge in Dortmund

web.de/magazine/panorama/dortmund-faehrt-auto-u-bahn-30480456


Geschenke

Wir Kinder vom Bahnhof Zoo: Kurzfassung in einfacher Sprache

Aus dem sehr bemerkenswerten Programm des Spaß am Lesen Verlags (www.spassamlesenverlag.de) verlosen wir vier Exemplare dieses absoluten Klassikers der deutschen Suchtliteratur. Erstaunlich, wie die ganze Geschichte selbst auf gut 100 äußerst großzügig bedruckten Seiten „funktioniert“. Wir verlosen vier Exemplare unter all jenen, die uns ihr Interesse bis zum 8. Mai 2015 per Postkarte mitteilen. (Stichwort: Bahnhof Klo). Bitte adressieren Sie an DHS e.V., Westenwall 4, 59065 Hamm.


Friedrich u.a.: Anorexia nervosa - Fokale psychodynamische Psychotherapie

Die Behandlung einer Anorexie stellt eine besondere Herausforderung für Therapeutinnen und Therapeuten dar. Die Betroffenen zeigen eine starke Bindung an ihre Symptomatik und ein ausgeprägtes Autonomiestreben, oft verbunden mit fehlender Krankheitseinsicht. Dies erschwert den therapeutischen Zugang. Hinzu kommen die mit dem Untergewicht verbundenen gravierenden gesundheitlichen Folgen. Das in diesem Band vorgestellte manualisierte psychodynamische Vorgehen wurde zur ambulanten Behandlung der Anorexia nervosa bei erwachsenen Patientinnen entwickelt. Die Wirksamkeit des beschriebenen Therapiekonzepts konnte in einer umfangreichen empirischen Studie belegt werden. http://www.hogrefe.de/programm/anorexia-nervosa-2.html.
Wir verlosen drei Exemplare unter all jenen, die uns ihr Interesse bis zum 8. Mai 2015 per Postkarte mitteilen (Stichwort: Anorexia).  Bitte adressieren Sie an DHS e.V., Westenwall 4, 59065 Hamm.


Die vorausgehend ausgelobten Hörbücher „Wodka“ gingen an Birgit Karl (Wiesloch), Mirjam Lutz (Berlin) und Petra Rall (Schorndorf).  Der Roman „Sucht“ ging an Andreas Hindenberger (Ludwigshafen), Volker Knoche (Gütersloh) und Marina Thiele (Ulm).  Herzlichen Glückwunsch!


Und sonnige Wünsche für Sie und Ihre Lieben von

Ihrem

Dr. Raphael Gaßmann


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Internationale Zusammenarbeit

Die DHS steht im fachlichen Austausch mit europäischen Partnerorganisationen. Sie kooperiert mit Gremien und Dienstellen der EU und der WHO, die mit suchtrelevanten Themen beschäftigt sind sowie mit Vereinen und Verbänden auf internationaler Ebene, die gleiche oder ähnliche Aufgaben wie die DHS übernommen haben. Dabei steht besonders die Entwicklung wirksamer Strategien zur Senkung der durch Alkohol und illegale Drogen verursachten gesundheitlichen und sozialen Folgen im Mittelpunkt.

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