DHS - Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.
Newsletter 2-2016  

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

endlich ist es heraus, das Parteiprogramm der AfD. Noch nicht gelesen? Dann machen Sie sich gefasst auf eine Mischung aus Ressentiments, Neid, Missgunst und Dummheit, gewürzt mit dicken Spritzern des Brutalo-Liberalismus. „Wählt uns, damit wir euch fertigmachen können!“ - diese Strategie hat schon manche Partei recht erfolgreich versucht. Die Zerstörungswut der „Armut für Deutschland“ konnte aber bislang nur eine übertreffen.

Und selbstverständlich wollen sie: Alkoholiker und psychisch Kranke internieren.

https://correctiv.org/blog/2016/03/14/das-afd-programm-entschluesselt/

Ausgerechnet die AfD!


 

 

Aus der DHS

„Abstinenz - Konsum - Kontrolle“ - DHS Fachkonferenz Sucht 2016

Mit der diesjährigen Fachkonferenz führen wir die Diskussion zu verschiedenen Behandlungs- und Beratungszielen in Suchthilfe und Sucht-Selbsthilfe. Diese Ziele werden unterschiedlich bewertet, die einen sehen sie als Angebote für unterschiedliche Zielgruppen bzw. Stadien der Abhängigkeit oder des riskanten Konsums. Die anderen verstehen sie als gleichwertige Optionen.

Welche Angebote erreichen Suchtkranke frühzeitig und adäquat? Wie werden Behandlung, Beratung und Selbsthilfe dem Menschen mit seiner Problematik gerecht, ohne fachliche Standards zu verletzten? Welche Botschaft vermittelt die Prävention? Welche Vereinbarungen zum Alkoholkonsum gibt es in Betrieben? Das vielschichtige Themenfeld soll zusammen mit Praktikern, Experten, Wissenschaftlern und Betroffenen erörtert werden.

Wir laden Sie herzlich ein, bei der 56. DHS Fachkonferenz Sucht vom 10.  bis 12. Oktober 2016 in Erfurt mit zu diskutieren.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und Reiseplanung auf unserer Homepage. Hier können Sie sich auch online anmelden: http://www.dhs.de/start/startmeldung-single/article/dhs-fachkonferenz-sucht-vom-10-12102016-in-erfurt.html

Die Anmeldung ist auch per E-Mail (kaldewei@dhs.de)  oder Telefon möglich (+49 2381 9015-0).

Wir bieten Ihnen in Kooperation mit der Deutschen Bahn die bequeme An- und Abreise zu Veranstaltungen der DHS im gesamten Jahr 2016 an. Das DB-„Veranstaltungsticket“ erhalten Sie ab 99 Euro. (s. www.dhs.de)


Jahrbuch Sucht 2016 und TTIP

Am 3. Mai haben wir der Öffentlichkeit das aktuelle DHS Jahrbuch Sucht 2016 vorgestellt. Hauptthemen der Pressekonferenz waren die weiter zunehmende Ausplünderung vor allem junger Männer durch Spielautomaten, die unverminderte deutsche Alkoholkatastrophe, die DHS Forderung nach einer Cannabis-Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages und die durch TTIP absehbar zunehmende Zigarettenproblematik. Das Medienecho war ausgezeichnet und konzentrierte sich auch auf das letztgenannte Thema:

Einige Pressereaktionen hier:

http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/ttip-suchtforscher-plaedieren-fuer-ausnahme-fuer-zigaretten-a-1090532.html

http://www.psychologie-aktuell.com/news/aktuelle-news-psychologie/news-lesen/article/1462274541-praevention-und-jugendschutz-durchsetzen-heisst-keine-geldspielautomaten-in-gaststaetten.html

http://www.psychologie-aktuell.com/news/aktuelle-news-psychologie/news-lesen/article/1462276052-jahrbuch-sucht-2016-daten-und-fakten.html

http://web.de/magazine/gesundheit/jahrbuch-sucht-lust-alkohol-tabak-ungebrochen-31534704

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/66535

http://www.apotheken-umschau.de/Sucht/Suchtbericht-Legale-Drogen-bleiben-groesstes-Problem-516935.html

http://www.sucht.org/fileadmin/user_upload/Service/Publikationen/Berichte/Situationsbericht_und_Anmerkungen_zur_Rauchgiftlage_5-2016.pdf


„Rauschmittelkonsum im Jugendalter - Tipps für Eltern“

Wenn es um den Rauschmittelkonsum ihrer Kinder geht, sind viele Eltern verunsichert: Was geschieht gerade mit meinem Kind? Was kann ich tun? Wie spreche ich das Thema an? Wo finde ich Hilfe?

Die Broschüre entspricht dem Bedürfnis vieler Eltern, mehr zur Entstehung von Sucht, zu Rauschmitteln und Handlungsmöglichkeiten zu erfahren. Gleichzeitig werden Eltern ermutigt, Rat und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Einrichtungen können sie nutzen, um auf Beratungsangebote für Eltern aufmerksam zu machen und ihnen eine frühzeitige und effektive Hilfestellung zu bieten.

Sie können hier http://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/Broschueren/Rauschmittelkonsum_im_Jugendalter.pdf  die Broschüre einsehen und über unser Bestellformular kostenfrei - auch in größeren Stückzahlen - bestellen (http://www.dhs.de/informationsmaterial/bestellung.html).


Methamphetamin  - Arbeitshilfe für Beraterinnen und Berater zum Umgang mit Methamphetamin konsumierenden Klientinnen und Klienten

Es gibt wesentlich mehr Menschen in Deutschland, die Alkohol trinken, als Menschen, die darüber nachdenken und sprechen. Bei Methamphetamin (in der Öffentlichkeit meist unter dem Werbebegriff „Crystal Meth“) scheint es genau umgekehrt. Auch liegt sowohl für die Zielgruppe der allgemeinen Bevölkerung als für jene der Konsumenten und Konsumentinnen inzwischen eine erkleckliche Anzahl Broschüren bereit.

Die DHS hat dieses Angebot nunmehr um eine Arbeitshilfe speziell für Beraterinnen und Berater in der Suchthilfe ergänzt. Sie können die Broschüre sowohl downloaden (http://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/Broschueren/Methamphetamin.pdf) als auch in gewünschter Zahl bei uns bestellen (http://www.dhs.de/informationsmaterial/bestellung.html).


Neue Literatur 2/2016

Unter folgendem Link finden Sie das aktuelle Verzeichnis aller neu in die DHS Bibliothek aufgenommenen Titel: http://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/Bibliothek/Neue_Literatur_2-2016.pdf

Die Ausleihe ist wie immer kostenlos, Besuche in der Bibliothek sind nach Voranmeldung bei Frau Lehner (bibliothek@dhs.de) möglich.


Veröffentlichungen

Suchthilfe in kultureller Vielfalt

PARTNERschaftlich, der Infodienst des GVS, hat unlängst ein Themenheft veröffentlicht, dessen Lektüre sich unbedingt empfiehlt: http://www.sucht.org/fileadmin/user_upload/Service/Publikationen/Partnerschaftlich/2016/PS_01-16.pdf


Elternschaft in der Sucht-Selbsthilfe

Unlängst veröffentlichte der GVS die Ergebnisse seiner Forschungsstudie zur Elternschaft in der Sucht-Selbsthilfe. Die empirische Studie in den diakonischen Sucht-Selbsthilfegruppen führt zu konkreten Schlussfolgerungen und Empfehlungen zur Integration des Themas in die Gruppenarbeit. Den Download finden Sie unter

http://www.sucht.org/fileadmin/user_upload/Service/Themen/Elternschaft_und_Sucht/Selbsthilfe_und_Elternschaft_-_Ergebnisbericht.pdf


Alle Jahre wieder: Scientology sucht neue Opfer

Zielgruppe von Scientology sind begüterte Deppen mit Hang zur Totalüberwachung. Davon kann es für eine Inkassoorganisation wie die genannte gar nicht genug geben. Also wird die Werbetrommel gerührt.

Ein Marketingmittel sind seit vielen Jahren Printmaterialien zu Suchtthemen. Aktuell werden sie von einer Organisation herausgegeben, die den albernen Namen „Foundation for a drug-free World“ benutzt. Einerseits ist diese Kombination recht interessant: Die Apologeten einer drogenfreien Welt entstammen oft dem eher totalitären Lager. Andererseits gilt auch hier das gute chinesische Sprichwort: „Don’t argue with idiots - people might not know the difference“.

http://www.landesstelle-hamburg.de/2016/05/03/warnung-vor-foundation/ 


Veranstaltungen

Der Deutsche Kerndatensatz 3.0 (Frankfurt, 9. Juni 2016)

Nach 10 Jahren erfolgreicher Kontinuität tritt mit dem 1. Januar 2017 der neue deutsche Kerndatensatz 3.0 zur Dokumentation in der Suchtkrankenhilfe in Kraft. Der Fachausschuss Statistik der DHS hat in seiner Überarbeitung u.a. neue Versorgungsangebote berücksichtigt, neue Personengruppen und Konsumtrends sowie nicht zuletzt auch neue Fragestellungen, die sich während der 10-jährigen Geltungsdauer des vergangenen Kerndatensatzes ergaben. Die Tagung gibt einen Überblick über die wichtigsten Veränderungen für die ambulante und stationäre Suchthilfe.

Teilnahmegebühr 35 Euro (inkl. Verpflegung). Weitere Informationen finden Sie hier


Immer wieder spannend: Ehrenamt und Hauptamt in Kooperation (Ockenheim, 17. Juni 2016)

Der kommende Fachtag der Landesstelle für Suchtfragen in Rheinland-Pfalz widmet sich auch aktuellen Studienergebnissen der Zusammenarbeit von ehrenamtlicher und beruflicher Suchthilfe. Über deren Sinn und Notwendigkeit bestand auch in der Vergangenheit kein Zweifel. Wie diese zur Zufriedenheit beider Bereiche und vor allem im Interesse Suchtkranker gestaltet und gefestigt werden kann, ist Gegenstand dieses interessanten Tages. Teilnahmegebühr 20 bzw. 10 Euro.

Weitere Informationen unter http://www.diakonie-pfalz.de/fileadmin/user_upload/aktuelles/veranstaltungen/pdf/fachtag_LSS_17_06_2016_hauptamt_u_Ehrenamt_in_Kooperation.pdf


ZuFLUCHT geSUCHT (Stuttgart, 14. Juli 2016)

Die Suchthilfe hat ein breites und sehr qualifiziertes Hilfe- und Präventionsangebot. Jedoch ist es eine Herausforderung, die Verbindung zwischen den Angeboten und den besonderen Bedarfen und Notlagen der Geflohenen zu schaffen.

Fachkräfte aus der Suchthilfe ebenso wie aus Migrationsdiensten und anderen sozialen Einrichtungen, die mit Flüchtlingen arbeiten, erhalten die Möglichkeit, sich mit den Zusammenhängen und Ausprägungen von Flucht und Sucht zu befassen. In Vorträgen und vertiefenden Foren sollen entsprechende Prävention und Hilfe beleuchtet werden.

Die Landesstelle für Suchtfragen Baden-Württemberg veranstaltet diesen Fachtag mit einem hochinteressanten Programm.

Teilnahmegebühr 70 Euro.

Weitere Informationen unter http://www.suchtfragen.de/uploads/media/Programm_Landestagung_2016.pdf


Ausschreibungen

Stellenausschreibung in eigener Sache

Zum 1. Januar 2017 besetzt die DHS ihre Position „Referat Grundsatzfragen / stellv. Geschäftsführung“ neu. Unsere Ausschreibung finden Sie hier: http://www.dhs.de/start/startmeldung-single/article/referentinreferent-fuer-das-referat-grundsatzfragen-gesucht.html


Referent/-in zu Selbsthilfe im Bereich Glücksspielsucht

Der Fachverband Glücksspielsucht e.V. schreibt diese Position zu Januar 2017 aus. Bewerbungsschluss ist der 15. Juni 2016: downloadAusschreibung


Approbierte/r Psychologin/Psychologe in Vollzeitstellung für die Leitung eines Fachdienstes

Der Caritasverband Schaumberg-Blies e.V. schreibt die genannte Position zur baldigen Besetzung aus.
http://www.caritas-neunkirchen.de/69273.html


„Richtlinie zur Förderung gendersensibler Studien in der Präventions- und Versorgungsforschung“

Im Rahmen der Förderinitiative „Gesund - ein Leben lang“ wurde die folgende Ausschreibung im Bundesanzeiger veröffentlicht. Gefördert werden Projekte über zwei bzw. vier Jahre. Die Vorlage von Projektskizzen muss bis zum 14. Juli 2016 erfolgen.  https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-1175.html


Innovationsfond zu Versorgung

Der Innovationsfond des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) schreibt von 2016 bis 2019 jährlich 300 Millionen Euro (!) aus. Davon gehen 225 Millionen in die Förderung neuer Versorgungsformen sowie 75 Mio. (immer pro Jahr!) in die Förderung von Versorgungsforschung. (downloadDer Innovationsfonds im Überblick) Es gibt dabei sowohl themenoffene als auch themenspezifische Förderschwerpunkte.

Die Förderbekanntmachungen zum Bereich „Neue Versorgungsformen“ finden Sie unter: https://innovationsfonds.g-ba.de/versorgungsformen/; diejenigen zu „Versorgungsforschung“ unter: https://innovationsfonds.g-ba.de/versorgungsforschung/

Erfreulich: Trotz der gigantischen Fördersumme soll die Entwicklung einer nächsten fragwürdigen Pille nicht finanziert werden.


Rausch - Sucht - Mittel - Politik

UNGASS - Nachlese

Vom 19. bis 21. April 2016 fand in New York eine UN Sondersitzung (UNGASS) zur Drogenpolitik statt. Stand die Vorgängerveranstaltung im Jahr 1998 noch unter dem totalitären Slogan „Eine drogenfreie Welt - wir können es schaffen“, so hatte sich diese Illusion in der Zwischenzeit reichlich erledigt. Wohl gerade die international seither erfolgten Legalisierungen des Cannabis-Konsums, nicht zuletzt im Mutterland der Prohibition, sorgten diesmal für deutliche Fronten.

Vorreiterstaaten der Verfolgung wehrloser Minderheiten wie Russland, China, Indonesien, der Iran oder Saudi-Arabien halten bis heute an ihren Strategien der Opferproduktion fest. Andererseits ist eine stetig wachsende Zahl von Staaten nicht mehr bereit, sich von ausländischen Extremisten in den Krieg gegen die eigene Bevölkerung schicken zu lassen.

Angesichts ihrer gescheiterten Drogenpolitik sowie der Unvereinbarkeit nationaler Positionen, konnte sich die Konferenz nicht einmal auf die Abschaffung der Todesstrafe für Drogendelikte verständigen, wofür sich auch die Bundesdrogenbeauftragte eingesetzt hatte. So manövriert sich die UN in Drogenfragen mittlerweile in die Bedeutungslosigkeit. Da dies offenkundig nach den Schurkenstaaten nunmehr auch eine größere Zahl von Demokratien motiviert, eigene Wege zu beschreiten, können wir zumindest von einem sekundären Krankheitsgewinn sprechen.


Dunkel am Ende des Tunnels

Mehr erstauffällige Konsumenten/-innen von Heroin, mehr erstauffällige Konsumenten/-innen von Kokain, mehr drogenverbundene Straftaten und im vierten Jahr in Folge wieder mehr Drogentote: Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung und der Präsident des Bundeskriminalamtes haben ihre rabenschwarze Bilanz zu illegalen Drogen des Jahres 2015 vorgestellt:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article152973348/Zahl-der-Drogentoten-steigt-dramatisch.html

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/interne-bka-erhebung-deutlich-mehr-drogentote-14108686.html

http://www.drogenbeauftragte.de/fileadmin/dateien-dba/Presse/Pressemitteilungen/Pressemitteilungen_2016/28042016_PM_BKA_Todeszahlen_FINAL__002_.pdf

http://www.drogenbeauftragte.de/fileadmin/dateien-dba/Presse/Pressemitteilungen/Pressemitteilungen_2016/160428_Presseinformation_PK_RG.PDF

http://www.drogenbeauftragte.de/fileadmin/dateien-dba/DrogenundSucht/Illegale_Drogen/Heroin_andere/Downloads/Drogentodesfaelle.pdf


Neue Wege in Bremen

Nach den Anträgen größerer Städte auf Cannabis-Modellprojekte setzt sich mit Bremen nun erstmals ein Bundesland für die Weiterentwicklung der Cannabispolitik ein.

http://www.stern.de/politik/deutschland/cannabis--bremen-will-kiffer-nicht-mehr-verfolgen-6807698.html


Rauschmittel in der Politik

Wie selbstverständlich fallen Politiker/-innen aller Parteien regelmäßig mit Alkohol auf. Bei Zigaretten ist das schon deutlich seltener und bezüglich illegaler Drogen wirklich rar. Die Verteilung der konsumierten Drogen dürfte sich also in den Parlamenten ungefähr an ihrer Verteilung in der Normalbevölkerung orientieren. Die Zeitschrift „Das Parlament“ stellt hierzu die, nach eigener Einschätzung, „ernsthafte Frage: Warum?“

https://www.das-parlament.de/2016/16_17/im_blickpunkt/-/419016


„Alle umbringen“

Offensichtlich leben wir in einer Zeit, in der es besonders jene Menschen in Präsidentenämter drängt, die doch vielmehr psychiatrischer oder psychologischer Hilfe bedürften - oder des Maßregelvollzugs. Interessanterweise  teilen die meisten dieser Psychopathen eine große Leidenschaft: Die Verfolgung von Menschen, die sexuell anders als sie orientiert sind und/oder nicht ausschließlich Alkohol konsumieren.

Der neue Präsident der Philippinen ist auch so eine Figur: „Ich werde euch alle umbringen, in die Bucht von Manila werfen und damit die Fische füttern.“ Seine Botschaft adressiert der klinisch Diagnostizierbare in diesem Fall an „Rauschgifthändler“.

http://web.de/magazine/politik/umstrittener-rodrigo-duterte-gewinnt-wahl-philippinen-sprueche-31545110


Kultur und Sport

Viele Menschen + Alkohol = Gewalt

Kombinieren Sie eine große Menschenmenge mit Alkohol, so erhalten Sie eine Gefahrenlage. Alkohol ist die zuverlässige Gewaltdroge schlechthin, so die Polizei:

http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/brennpunkte_nt/article153068361/Polizei-Koeln-warnte-bereits-vor-Silvester-vor-Gefahrenlage.html


2 Freunde

Wenn es zwei wirklich dicke, dicke Freunde gibt, dann sind es der offizielle Fußball und die Bierindustrie. Und zu dieser Liebe finden wir jetzt auch ein Video, kurz, knackig und authentisch: http://web.de/magazine/sport/fussball/tor-bier-31508376


Werbung ja, Dusche nein!

Im Sinne der Alkoholprävention sollte am Ende des jüngst vergangenen Pokalfinales die „Bierdusche“ ausfallen. Brinkhoffs nannte dies eine ‚alkoholpolitisch motivierte Entscheidung‘. Und Paulaner meint, dass albernes Bierduschen ‚einfach dazugehöre‘.

http://www.spiegel.de/sport/fussball/pokalfinale-dfb-verbietet-bvb-und-bayern-bierdusche-a-1093142.html

Ihr lieben Brauer: Selbstverständlich ist das eine alkoholpolitisch motivierte Entscheidung, was denn sonst? Und weiterhin gehört ja auch eure unerwünschte Werbung einfach dazu. Aber wenn euch schon die Gesundheit der Bevölkerung nicht so sehr am Herzen liegt, dann denkt doch bitte wenigstens an die Trainer:

http://www.morgenpost.de/sport/article207542913/RB-Coach-Rangnick-verletzt-sich-auf-Flucht-vor-Bierdusche.html


Das besondere Zitat

Tapfer trinken

„Ich wünsche weitere 500 erfolgreiche Jahre Reinheitsgebot und damit auch für das Brauwesen. Setzen Sie sich weiter tapfer dafür ein und ermuntern Sie die Menschen, dabei mitzumachen, indem sie das Bier dann auch trinken.“

(Bundeskanzlerin Merkel bei der Festveranstaltung „500 Jahre Reinheitsgebot“ am 22. April 2016)


Radio/TV

WDR 5 Thementag - Warum brauchen wir den Drogen-Kick?

Einen vielfältigen Thementag zur Drogenfrage hat WDR 5 zusammengestellt. Die Hörfunk- und TV- Beiträge befassen sich vor allem mit illegalen Substanzen und auch Spezialthemen wie „Audiodrogen“ oder „Drogen im Bundestag“. Schauen Sie hinein - die Wahrscheinlichkeit, dass Sie etwas Interessantes finden, ist hoch: http://www1.wdr.de/radio/wdr5/thementage/drogen-108.html


Verbraucherschutz

Schlechte Idee, schön gescheitert

Joseph Beuys war es, der sich einst ‚auf die Suche nach dem Dümmsten‘ machte. Gleich ihm, und bewundernswert erfolgreich, hat sich die polnische Regierung auf die Suche nach den dümmsten Ideen gemacht. So klagte man also mit einigen Suchtmittelproduzenten der Tabakindustrie gegen die neue EU-Tabakrichtlinie.

Und weil es ja auch gute Nachrichten gibt, hat die genannte Allianz nicht vertrauenswürdiger Institutionen den Prozess verloren. Selbstverständlich beginnt jetzt dennoch eine gigantische „Übergangsphase“ von 4 Jahren (in Worten: vier), „damit Hersteller und Händler ihre Bestände verkaufen können“. Nein, das ist keine schlechte Nachricht - das macht man so, in Deutschland.

http://web.de/magazine/politik/europaeischer-gerichtshof-bestaetigt-eu-tabakrichtlinie-31536126

http://www.zeit.de/2016/13/tabak-zigarettenschachteln-warnhinweise-schockfotos-gesetz

http://www.zeit.de/2016/13/zigarettenschachteln-schockfotos-abschreckung-eu-beamte-auswahl

http://web.de/magazine/wirtschaft/schockbilder-zigarettenindustrie-beklagt-nachteile-31568076


Zitronenfalter faltet Zitronen

Wenn Sie glauben, dass in Bier gemäß „Reinheitsgebot“ ausschließlich Wasser, Gerste und Hopfen enthalten sei, dann können Sie auch die Geschichte mit dem Zitronenfalter glauben. Allerdings ist die Propagandamaschine der deutschen Brauer wesentlich effektiver als jene der deutschen Zitronenfalter.

http://web.de/magazine/gesundheit/deutsches-bier-reinheitsgebot-schein-31513880


Service für Urlauber: Wo Cannabis das Leben kosten kann

https://sensiseeds.com/de/blog/wo-cannabis-das-leben-kosten-kann/


Wissenschaft

Open for business

In den 1980ern wurde „TV-Sucht“ diskutiert, die „Liebessucht“ ausgerufen, mit der Verbreitung von Mobiltelefonen in den 1990ern proklamierten einschlägig interessierte Kreise die „Handysucht“, kurz darauf lasen wir erstmals von „SMS-Sucht“. Erstaunt durften wir in den 00er Jahren eine Diskussion beobachten, ob es allgemein „Internetsucht“ gäbe oder nicht doch genauer eine „Internet-Porno-Sucht“. Oder jetzt etwa „Social Media Sucht“.

http://www.dg-sucht.de/fileadmin/user_upload/pdf/stellungnahmen/Memorandum_Internetbezogene_St%C3%B6rungen_der_DG_Sucht.pdf

Und das geht munter so weiter. Hier die „Sucht nach Süßem“:

http://web.de/magazine/gesundheit/sucht-suessem-abhaengigkeit-zucker-loesen-31512800

Ein Ende ist nicht in Sicht, und es liest sich wie die Ankündigung Arbeitsuchender: „Für eine neue Zuordnung von pathologischem Kaufen, exzessivem Sexualverhalten und exzessivem Essverhalten als Verhaltenssüchte ist die Datenlage derzeit nicht ausreichend.“

Ein paar Bildgebungsstudien später werden wir auch das noch erleben. Später gehts dann an die „Händewaschsucht“…


Alkohol: Auch „in Maßen“ ungesund

Das „Gläschen in Ehren“, der „moderate“ oder „kontrollierte“ oder „reduzierte“ Konsum, das „Feierabendbier“, der „verantwortungsvolle Konsum“ - soweit es das Zellgift Alkohol betrifft, ist all das gesundheitlich riskant. Studien, die das Gegenteil behaupten, sind entweder direkt oder über beteiligte Wissenschaftler/-innen von dem einen oder anderen Alkoholhersteller oder der einen oder anderen Alkohollobbygruppe manipuliert.

Ärgerlich ist, dass solche Humbug-Forschung dann anschließend aufwändig und diesmal mit sauberen Methoden wissenschaftlich widerlegt werden muss. Solcherart verschwendet gekaufte  Wissenschaft dann gleich doppelt öffentliche Gelder.

http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/alkohol-wie-gesund-ist-das-taegliche-glaeschen-a-1083573.html

Im oben analysierten Alkoholfall plädieren die Autoren dafür, nichts zu glauben, was „zu schön klingt, um wahr zu sein“. Und wir möchten hinzufügen: Nichts, das von Alkohol-, Zigaretten-, Glücksspiel- oder Pharmaindustrie finanziert oder von ihren Inkassoakademikern veröffentlicht wurde.  


Aus aller Welt

Junge Frau testet ihr Limit

http://web.de/magazine/panorama/betrunkene-rammt-autos-31533732


Geschenke

DHS Jahrbuch Sucht 2016

Drei Exemplare des neuen DHS Standardwerks verlosen wir unter all jenen, die uns ihr Interesse bis zum 13. Juni 2016 per Postkarte mitteilen (Stichwort: Jahrbuch).

Bitte adressieren Sie an DHS e.V., Westenwall 4, 59065 Hamm.


Gurr, Kaiser, Kress, Merchel: Schwer erreichbare junge Menschen. Eine Herausforderung für die Jugendsozialarbeit

„Schwere Erreichbarkeit“ kann sowohl aus den Lebensverhältnissen Jugendlicher als auch aus Strukturen und Angeboten von Einrichtungen resultieren: Jugendliche und Einrichtung finden keinen tragfähigen Anknüpfungspunkte zueinander. Der Band untersucht die Gründe „schwerer Erreichbarkeit“ und sucht nach besseren Anknüpfungspunkten zwischen jungen Menschen und Einrichtungen der Jugendsozialarbeit.

http://www.beltz.de/fachmedien/sozialpaedagogik_soziale_arbeit/buecher/produkt_produktdetails/30591-schwer_erreichbare_junge_menschen_eine_herausforderung_fuer_die_jugendsozialarbeit.html

Wir verlosen drei Exemplare unter all jenen, die uns ihr Interesse bis zum 13. Juni 2016 per Postkarte mitteilen (Stichwort: Jugendsozialarbeit).

Bitte adressieren Sie an DHS e.V., Westenwall 4, 59065 Hamm.


Prince - Sometimes it snows in April

Prince ist tot und die Welt um einen Großen ärmer. Von anderen verglühten und explodierten Sternen wie Hendrix oder Winehouse unterscheidet ihn nicht nur das erreichte, vergleichsweise biblische Alter von 57 Jahren. Bemerkenswert ist auch die weitgehende Rauschmittelabstinenz in seinem Werk. Ungefähr zeitgleich seinem Beitritt zu den Zeugen Jehovas kam ihm dann leider auch das andere große RocknRoll-Thema abhanden: LOVE!

Wir verlosen ein Exemplar seiner wohl letzten, ganz und gar großartigen CD „Love Symbol“ unter jenen, die uns bis zum 13. Juni 2016 per Postkarte des Künstlers Geburtsnamen mitteilen.

http://web.de/magazine/unterhaltung/musik/prince-tot/reaktionen-tod-prince-31513126

Bitte adressieren Sie an DHS e.V., Westenwall 4, 59065 Hamm.


Der vorausgehend ausgelobten Bände „Magersucht in Therapie. Gestaltung therapeutischer Beziehungssysteme“ gingen an Theresa Brutscher (Nufringen), Frederick Luhmer (Berlin) und Anna Niebeling (Meißner).  Die Exemplare „Sucht und Suizidalität“ erhielten Sieglinde Gubernator (Frankfurt/M.), Christa Hegmann (Osterholz-Scharmbeck), Christine Schröpfer (Braunschweig) und Axel Schwarz (Berlin). Das Jahresabonnement des SuchtMagazin erhalten Sören Kuitunen-Paul (Dresden), Tamara Melchner (Schweinfurt) und Sabrina Schindler (Schwäbisch Hall).  Herzlichen Glückwunsch!


Laut Internet hat eine der letzten Kandidatinnen von Frau Klum öffentlich geäußert: „Wo es anfing bei mir gut zu laufen, war auch die Zeit, wo es zwischenmenschlich eingesackt ist.“

Dass Sie nicht einmal einsacken, wenn es gut läuft, und vor allem: dass es gut läuft - und viel Sonne,

wünscht Ihnen Ihr Dr. Raphael Gaßmann


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Internationale Zusammenarbeit

Die DHS steht im fachlichen Austausch mit europäischen Partnerorganisationen. Sie kooperiert mit Gremien und Dienstellen der EU und der WHO, die mit suchtrelevanten Themen beschäftigt sind sowie mit Vereinen und Verbänden auf internationaler Ebene, die gleiche oder ähnliche Aufgaben wie die DHS übernommen haben. Dabei steht besonders die Entwicklung wirksamer Strategien zur Senkung der durch Alkohol und illegale Drogen verursachten gesundheitlichen und sozialen Folgen im Mittelpunkt.

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