AMMIE

AMMIE - Beobachtung von Alkoholwerbung in Europa zum Schutz alkoholbezogener Störungen bei Kindern und Jugendlichen

Das zweijährige europäische Kooperationsprojekt AMMIE ist ein Beitrag zur EU-Alkoholstrategie, welche die Mitgliedsstaaten bei der Verringerung alkoholbedingter Schäden unterstützen soll. Ein Ziel dieser Strategie ist die „Eindämmung des Alkoholkonsums bei Minderjährigen“ sowie „die Verringerung des schädlichen und riskanten Alkoholkonsums bei jungen Menschen in Zusammenarbeit mit allen Akteuren“.
Wissenschaftliche Untersuchungen belegen den Zusammenhang zwischen dem Marketing alkoholischer Produkte und jugendlichem Alkoholkonsum. Das AMMIE-Projekt soll sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene Bedingungen schaffen, die zur Reduzierung alkoholbedingter Schäden bei Kindern und Jugendlichen beitragen können. Es zielt vorrangig darauf ab, das Marketing alkoholischer Produkte in verschiedenen europäischen Ländern vor dem Hintergrund der dort bestehenden Systeme der Selbstregulierung zu beobachten sowie Empfehlungen zur Verbesserung dieser Mechanismen aufzuzeigen. Auf diese Weise soll die Verbreitung problematischer Alkoholwerbung im Fernsehen, im Internet sowie bei der Außenwerbung in den Printmedien reduziert werden.
Um im Rahmen des Projektes möglichst viele Regionen Europas zu berücksichtigen, werden die Länder Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Italien und die Niederlande in das aktive Monitoring einbezogen. Die Beobachtung des Alkoholmarketings wird dort jeweils von nationalen Koordinatoren/-innen einer unabhängigen Nicht-Regierungsorganisation vorgenommen. Zudem werden Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren in die Beurteilung bedenklicher Alkoholwerbung einbezogen. 
Kooperationspartner des Projektes sind die bulgarische „Foundation Horizonti 21“, das „Danish Alcohol Policy Network“ (Alkoholpolitisk Landsraad), die „Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen“ (DHS), „Eurocare Italia“ und das „Dutch Institute for Alcohol Policy“ (STAP), dem gleichzeitig auch die Leitung von AMMIE obliegt. Als mitwirkende Partner sind die „European Alcohol Policy Alliance“ (Eurocare) und das „European Youth Forum“ (YFJ) zu nennen. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt vom britischen „Institute for Social Marketing“ (ISM), David H. Jernigan vom amerikanischen „Center on Alcohol Marketing and Youth“ (CAMY) und Thomas F. Babor vom „Department of Community Medicine and Health Care“ der Universität von Connecticut in den USA. 

Nationale Aktivitäten

Die Aufgaben der DHS als deutscher Kooperationspartner innerhalb des Projektes sind

1. die Sammlung, Auswertung und Dokumentation nationaler Daten zum Anteil Minderjähriger, die der Alkoholwerbung in den Medien ausgesetzt sind;

2. die Beobachtung von Alkoholmarketingaktivitäten in der Bundesrepublik Deutschland, die Beanstandung fragwürdiger Werbespots beim Deutschen Werberat sowie die Evaluation der Reaktionen dieses Gremiums auf die jeweiligen Beschwerden;

3. die Schulung nationaler Jugendgruppen in Hinblick auf die Beurteilung beanstandeter Alkoholwerbung mit Hilfe eines internetgestützten Verfahrens;

4. der Vergleich zwischen den Einschätzungen der Jugendlichen und den Reaktionen des Deutschen Werberates sowie das Aufzeigen von Empfehlungen zur Verbesserung des bestehenden Systems der Selbstkontrolle;

5. die Mitarbeit an einer Konferenz zur Präsentation und Diskussion der Projektergebnisse.

Das AMMIE-Projekt wird von der Europäischen Kommission gefördert. In Deutschland wird das Projekt vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) finanziell unterstützt.

Laufzeit: 01.08.2009 – 31.07.2011 (24 Monate)



downloadKurzbericht "Beobachtung von Alkoholwerbung in Deutschland"


Weitere englischsprachige Berichte zu dieem Projekt finden Sie unter
externer Link in ein neues BrowserfensterAMMIE

Ansprechpartner

Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.
Westenwall 4
59063 Hamm (Westf.)
Tel.: +49 2381 9015-0
Fax: +49 2381 9015-30
info@dhs.de

Kooperationspartner

Förderverein der DHS

In den vergangenen Jahren hat sich der Förderverein auf vielfältige Weise für die Ziele und Aufgaben der DHS engagiert.

zur Homepage des Fördervereins

Sucht und Drogen Hotline

Unabhängig im Alter

Sucht kennt keine Altersgrenzen.

erfahren Sie mehr…