Die Suchtselbsthilfe hat in unserem Gesundheitssystem einen festen Platz. Sie ist ein fester Bestandteil im Suchthilfeangebot für die Betroffenen. Durch gegenseitige Hilfe und Unterstützung in Gruppen hat sie eine große Akzeptanz bei den von Abhängigkeit betroffenen Menschen und ihren Angehörigen. Die Selbsthilfe ist ein niedrigschwelliges Angebot, in dem Menschen vor, während und nach einer Sucht-Behandlung Hilfe erfahren können.
Die Deutsche Rentenversicherung Bund unterstützt die Suchtselbsthilfe mit Zuwendungen für 29 Suchtreferenten/innen in der Selbsthilfe. Die gesetzliche Grundlage der Förderung ist der § 31 Abs. 1 Nr. 5 SGB VI. Es handelt sich hierbei um Zuwendungen für Einrichtungen, die die Rehabilitation (von Abhängigkeitskranken) fördern. Die Suchtreferenten/innen in der Selbsthilfe sind auch eingebunden in die Netzwerke der Selbsthilfe, dies sind unter anderem die Beratungsstellen und die Fachkliniken für Abhängigkeitskranke. Die Zusammenarbeit zwischen den Stellen wird koordiniert und erweitert. Schwerpunkte der Tätigkeit der Suchtreferenten/-innen sind die fachliche Begleitung der Mitglieder der Suchtselbsthilfe und die Unterstützung für einen konstruktiven Austausch von Selbsthilfegruppen und –organisationen. Der inhaltliche Austausch in den Gruppen und gruppenübergreifend weist unter anderem auf die Fortbildungsbedarfe hin. Die Suchtreferenten/innen unterstützen die Motivation und geben Hilfestellung für Projekte und Initiativen der Selbsthilfeorganisationen und -gruppen.
Die Koordination und die inhaltliche und organisatorische Begleitung der Suchtreferenten/innen für die bundesweite Selbsthilfe obliegt der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. Die Suchtreferenten sind bei den verschiedenen Selbsthilfe- und Wohlfahrtsverbänden beschäftigt.
Die übergeordnete Zusammenarbeit stellt sicher, dass die Potentiale der Selbsthilfe weiter gestärkt und entwickelt werden können. Dazu gehört es, die Bedarfe und Veränderungen in der Suchtselbsthilfe zu ermitteln und einen Blick für die Zukunft der Selbsthilfe zu haben.
Die DHS veranstaltet Arbeitstagungen für die Suchtreferenten/-innen der Selbsthilfe, die sich an aktuellen Themen der Selbsthilfeunterstützung orientieren.
Suchtreferenten/-innen der Selbsthilfe gefördert durch die Deutsche Rentenversicherung Bund
Rosenbaum, Katrin
DRK-Generalsekretariat
rosenbak@drk.de
Arndt-Ickert, Martina
Fachverband Drogen und Rauschmittel e.V.- Potsdam
FDRPotsdam@aol.com
Kiepe, Knut
Gesamtverband für Suchtkrankenhilfe im Diakonischen Werk der Ev. Kirche in Deutschland e.V.
kiepe@sucht.org
Kleinschmidt, Marianne
Deutscher Caritasverband e.V. - Bundesweite Koordinationsstelle der Caritas - Selbsthilfe junger Abhängiger
marianne.kleinschmidt@caritas.de
Müller, Regina
Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.
mueller@dhs.de