Alkohol

Verbrauch je Einwohner/in im Alter ab 15 Jahren an Reinalkohol

1970

1980

1990

20002010201220142016
14,415,113,412,010,711,010,610,6

bis zum Jahr 2014: (John, Hanke, 2018), 2016: eigene Berechnungen (erläutert in John, Hanke, 2018)

Quelle: John, U. et al. (2018): Alkohol. In: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (Hrsg.): DHS Jahrbuch Sucht 2019. Lengerich: Pabst Science Publishers.
John, U.; Hanke, M. (2018): Trends des Tabak- und Alkoholkonsums über 65 Jahre in Deutschland. In: Gesundheitswesen, 80, S. 160-171.

Verbrauch je Einwohner an Bier, Wein, Schaumwein und Spirituosen (Liter Fertigware)

 1990200020102012 201620171
Bier142,7125,5107,4107,3104,1101,1
Wein21,919,0

20,5

20,821,120,9
Schaumwein5,14,13,9 4,23,7 3,92
Spirituosen6,25,85,4 5,55,45,4

1 vorläufige Angaben
2  Analyse des ifo Instituts: Pro-Kopf-Verbrauch für Schaumwein 2017: 3,7 Liter Fertigware
Quelle: Berechnungen des ifo-Instituts. In: Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure (2018): Daten aus der Alkoholwirtschaft. Bonn.

Pro-Kopf-Anteil verschiedener alkoholischer Getränke am Gesamtkonsum von 131,1 Liter Fertigware (2017) (2016: 134,3 Liter = -2,38%)

 Der Gesamtverbrauch an alkoholischen Getränken sank im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 2,38% auf 131,1 Liter Fertigware pro Kopf der Bevölkerung. Auf den gesamten Alkoholkonsum, gemessen in Reinalkohol pro Kopf, entfallen 4,9 Liter auf Bier, 2,3 Liter auf Wein, 1,8 Liter auf Spirituosen und 0,4 Liter auf Schaumwein.

Quelle: Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure (2018): Daten aus der Alkoholwirtschaft. Bonn.

 

Einnahmen aus alkoholbezogenen Steuern (in Millionen Euro, Veränderung gegenüber Vorjahr)

 200020052010201420162017
Biersteuer844777713
684
(+2,2%)


678
(+0,2%)


664
(-2,0%)

Schaumweinsteuer478424422
412
(-5,1%)

401
(-6,6%)

 


368
(-8,1%)

 

Branntwein-
und
Zwischener-
zeugnissteuer*


2.185


2.179


2.014

2.076
(-2,0%)

2.087
(+0,0%)

 

2.112
(-1,2%)

 

Alkoholsteuern
insgesamt*
3.5073.380
3.149
(-4,7%)

3.172
(-1,5%)

3.165
(-0,8%)

3.144
(-0,7%)

* Die Einnahmen ab 2005 beinhalten die Alkopopsteuer.

Quelle: Bundesministerium der Finanzen (2018): Kassenmäßige Steuereinnahmen nach Steuerarten in den Kalenderjahren 2010-2017. Berlin.

Höhe der Verbrauchssteuern je Liter reinen Alkohols in Deutschland

Branntwein/Spirituosen 13,03 €
Schaumwein  1,36 €
Wein1  0,00 €
Bier2  1,97 €
Alkopops355,50 €

1 Auf Wein wird keine bzw. eine Null-Steuer erhoben.
2 von den Bundesländern erhobene Steuer (Durchschnitt), Steueraufschlag = unter 10 Cent je Liter Bier
3 Verteuerung um 0,84 € einer Flasche Alkopops (275 ml) mit 5,5 Vol. %
Quelle: Gesetz zur Verbesserung des Schutzes junger Menschen vor Gefahren des Alkohol- und Tabakkonsums

 

Ausgaben für die Bewerbung alkoholischer Getränke (in Millionen Euro)

Jahr
Spirituosen
Bier
Wein
Sekt
Insgesamt
20001253883151595
2005874102147565
20101053771951552
20121253731750565
20141143581772561
2016933772166557
2017954241981619

 ∗ Werbeausgaben für alkoholhaltige Getränke beziehen sich auf folgende Werbearten: Zeitungen, TV, Radio, Plakate, Publikumszeitschriften, Fachzeitschriften.
Quelle: Nielsen Media Research zitiert nach Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure (2018): Daten aus der Alkoholwirtschaft. Bonn.

 

Konsumenten, Missbraucher, Abhängige

Prävalenz alkoholbezogener Störungen nach DSM-IV bei Erwachsenen von 18 bis 64 Jahren*

Gesamt %Männer %Frauen %Gesamt NGesamt N (95%-KI)
Missbrauch3,14,71,51.610.000(1.390.000-1.870.000)
Abhängigkeit3,44,82,01.770.000(1.540.000-2.040.000)

*Hochrechnung der Anzahl an Personen mit substanzbezogenen Störungen nach DSM-IV in der erwachsenen Allgemeinbevölkerung, basierend auf 51.743.922 Personen im Alter zwischen 18 und 64 Jahren (Stichtag: 31.12.2011, Statistisches Bundesamt)
KI = Konfidenzintervall
Quelle: Pabst, A. et al. (2013): Substanzkonsum und substanzbezogene Störungen in Deutschland im Jahr 2012. In: Sucht, 59(6), 321-331.

Mortalität

Untersuchungen zu alkoholbezogenen Gesundheitsstörungen und Todesfällen gehen von etwa 74.000 Todesfällen aus, die allein durch den Alkoholkonsum oder den kombinierten Konsum von Tabak und Alkohol verursacht sind. Die wenigen Berechnungen alkoholbedingter Todesfälle in Deutschland weisen eine hohe Wahrscheinlichkeit der Unterschätzung auf, denn meist fließen in die Berechnung der Todesfälle, die allein auf Alkoholkonsum zurückzuführen sind, nur die Diagnosen ein, die zu 100 Prozent auf Alkoholkonsum zurückzuführen sind. Dies sind die Todesursachen Alkoholabhängigkeitssyndrom und Leberzirrhose.
Quelle: John, U.; Hanke, M. (2002): Alcohol-attributable mortality in a high per capita consumption country – Germany. In: Alcohol and Alcoholism, 37(6), 581-585.

Morbidität

Eine psychische oder verhaltensbezogene Störung durch Alkohol wurde im Jahr 2017 als zweithäufigste Hauptdiagnose in Krankenhäusern mit 314.211 Behandlungsfällen diagnostiziert, davon waren 228.928 Behandlungsfälle männliche Patienten und 85.283 Frauen.

21.721 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 10 und 20 Jahren wurden 2017 aufgrund eines akuten Alkoholmissbrauchs stationär behandelt, das waren 2,6% weniger als im Vorjahr.
Quelle: Statistisches Bundesamt (2018): Diagnosedaten der Patienten und Patientinnen in Krankenhäusern (einschl. Sterbe- und Stundenfälle) 2017. Wiesbaden.

Volkswirtschaftliche Kosten

In einer aktuellen Untersuchung beziffert Effertz die direkten und indirekten Kosten des Alkoholkonsums in Deutschland auf rund 40 Milliarden Euro.
Quelle: Effertz, T. (2015): Die volkswirtschaftlichen Kosten gefährlichen Konsums. Eine theoretische und empirische Analyse für Deutschland am Beispiel Alkohol, Tabak und Adipositas. Frankfurt a.M.: Lang.

Factsheets zum Thema "Alkohol" 

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