| Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, eindrucksvoll und lautstark hat die Aktionswoche Alkohol vom 13. bis 21. Juni gezeigt, wie groß das Interesse an einem offenen und ehrlichen Dialog über Alkoholkonsum in Deutschland ist. Unter dem Motto „Entdecke, wie viel mehr in dir steckt – mit weniger oder ganz ohne Alkohol“ verdeutlichten die rund 1.000 Aktionen vor Ort und online: Das Thema Alkoholprävention bewegt Menschen in allen Lebensbereichen. Gleichzeitig ist klar: Individuelle Verhaltensänderungen allein reichen nicht aus. Um die Gesundheit der Bevölkerung zu stärken und volkswirtschaftliche Kosten zu senken, braucht es geeignete Maßnahmen. Eine Erhöhung der Steuern auf bestimmte alkoholische Getränke, wie sie das Bundesfinanzministerium plant, gehen in die richtige Richtung. Dazu unterstreicht ein aktueller Policy Brief von Dr. Jakob Manthey und Dr. Carolin Kilian, Mitglieder des Wissenschaftlichen Kuratoriums der DHS, die zu erwartenden Auswirkungen von zwei unterschiedlichen Steuerszenarien auf Alkoholkonsum, Steuereinnahmen und Krankheitslast. Steuerszenario 1 (Vorschlag der FinanzKommission Gesundheit) empfiehlt die Anhebung der Steuern auf Spirituosen. Ein alternatives Steuerszenario 2 geht von einer schrittweisen Anhebung der Steuern auf Bier und Wein aus. Das Fazit: Durch eine moderate Anhebung der Bier- und Weinsteuern können die Steuereinnahmen binnen 3 Jahren um etwa 8 Mrd. € gesteigert werden – deutlich geringere Mehreinnahmen wären durch die Erhöhung der Steuern auf Spirituosen zu erwarten. In beiden Szenarien wäre zudem mit einem leichten Rückgang des Alkoholkonsums und der dadurch bedingten Todesfälle zu rechnen. Das Papier finden Sie unter diesem Link. Beste Grüße & einen schönen Sommer wünscht Ihnen Ihr Team der DHS Geschäftsstelle
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Der DHS Newsletter 4-2026 informiert Sie über folgende Themen: Aus der DHS - DHS: Aktionstag Suchtberatung „Nah, wirksam, unverzichtbar“ am 12. November 2026
- DHS Bibliothek: Zahlreiche kostenfreie Serviceangebote
- DHS: Infoveranstaltung des FA Statistik
- DHS: Vortrag auf dem Deutschen Ärztetag „Substanzbezogene Störungen – ein gesellschaftliches Problem“
- DHS: Warnung vor Überlastung der Suchthilfe
Prävention - DHS: DANKE an alle für die erfolgreiche Aktionswoche Alkohol 2026!
- fdr+: Forderungspapier „Besserer Jugendschutz ist nötig und möglich“
- BVPG: Neuer Vorstand gewählt
- Aktionsbündnis Seelische Gesundheit: Woche der Seelischen Gesundheit
- Initiative gegen Medikamentenmissbrauch: 7. Berliner Aktionswoche gegen Medikamentenmissbrauch
Suchthilfe und Sucht-Selbsthilfe - DSHS: KDS 4 Itemliste und Manual
- Deutscher Suchtkongress: Teilhabeforum für Verbände und Selbsthilfegruppen
- Suchtkooperation NRW: Datenportal aktualisiert – Neue Daten für 2025 verfügbar
- Anonyme Alkoholiker: AA online aus erster Hand kennenlernen
- BVEK: Jetzt auch auf Instagram und Facebook
- AA: Young People in Alcoholics Anonymous Convention vom 14. bis 16. August 2026
- Recovery Deutschland: Recovery Walk am 12. September 2026
Aus der Forschung - Policy Brief: 8 Mrd. € Steuermehreinnahmen durch Alkoholbesteuerung
- Zeitschrift SUCHT: Sonderausgabe Glücksspiel mit aktuellen Forschungsbeiträgen
- BAS: 53. Suchtforschungstelegramm
Aus aller Welt - EUDA: Europäischer Drogenbericht 2026
- EUDA: Neuer Miniguide zu Doppeldiagnosen
- UNODC: Weltdrogenbericht 2026
Veröffentlichungen - DHS: Infoposter zur Alkoholprävention
- DHS: „Suchtprävention und Lobbyismus – Zwischen Prävention und Profit“ – Dokumentation des Wwissenschaftlichen Symposiums der DHS
- BAG CaSu: Positionspapier zu Risiken von Sportwettenwerbung
- BVPG: Stellungnahme zu Prävention und Gesundheitsförderung in Deutschland
- BVEK: Stark nachgefragte Broschüre wieder erhältlich
- SuchtMagazin: Fachpersonen der Suchtarbeit im Fokus
Veranstaltungen - DHS Fachkonferenz SUCHT vom 27. bis 28. Oktober 2026 in Essen
- DHS Kooperationstagung „Suchthilfe & Psychotherapie. Wie gemeinsame Versorgung besser gelingen kann“ am 23. und 24. November 2026 in Weimar
- 9. Nationale Substitutionskonferenz am 9. September 2026 in Berlin
- 18. Deutscher Suchtkongress vom 21. bis 23. September 2026 in Hamburg
- 33. Fachtagung Management in der Suchthilfe am 23. und 24. September 2026 in Kassel
- 20. Wissenschaftliches Gespräch der DG-Sucht vom 21. bis 23. Oktober 2026 in Leipzig
- 3. Fachtag Crack am 25. November 2026 in Frankfurt/Main
Weiterbildungen - DGWS: Neue Weiterbildungen zur/zum Suchttherapeut:in
- DGWS: Fortbildung „Qualifizierte MPU-Vorbereitung in der Suchthilfe – Beratung und Behandlung von suchtmittelauffälligen Straßenverkehrsteilnehmenden“
- iga: Kostenfreies Web-Based Training „Suchtprävention in der Arbeitswelt“
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Aus der DHS
| DHS: Aktionstag Suchtberatung „Nah, wirksam, unverzichtbar“ am 12. November 2026 Der Aktionstag Suchtberatung findet in diesem Jahr am 12. November unter dem Schwerpunktthema „Nah, wirksam, unverzichtbar“ statt. Die DHS und ihre Mitgliedsverbände laden Suchtberatungsstellen in ganz Deutschland herzlich ein, sich mit einer eigenen Aktion zu beteiligen. Suchtberatungsstellen können den Aktionstag nutzen, um Dialoge zu initiieren, die Bedeutung der Beratungsstellen sichtbar zu machen und gemeinsam für eine starke, lokal verankerte Suchthilfe einzutreten. Zum Hintergrund: Die DHS und ihre Mitgliedsverbände haben den Aktionstag Suchtberatung 2020 ins Leben gerufen, um unterschiedliche Zielgruppen über die Arbeit der Suchtberatungsstellen vor Ort zu informieren. Es geht darum zu zeigen: Suchtberatung fungiert als niedrigschwellige Hilfe für Betroffene, Angehörige sowie Menschen in Krisen – und das kostenlos, anonym und ohne Hürden. Suchtberatungsstellen sind eine unverzichtbare Säule der kommunalen Daseinsfürsorge und Brückenbauer zu anderen Hilfesystemen – von der Jugendhilfe bis zur Gesundheitsvorsorge. So sichern sie Gesundheit und sozialen Zusammenhalt vor Ort. Um diese erfolgreiche Hilfestruktur langfristig zu erhalten, braucht es eine stabile Finanzierung. Denn nur so können die Beratungsstellen ihre niedrigschwelligen, präventiven und lebensnahen Angebote zum Wohle der gesamten Kommune weiter ausbauen. Eine Anmeldung zur Teilnahme am Aktionstag Suchtberatung ist nicht erforderlich. Weiterführende Infos erhalten Sie auf der Website www.aktionstag-suchtberatung.de, die derzeit aktualisiert wird. Demnächst steht dort auch der Aktionsplaner 2026 mit vielen Tipps zur Planung und Durchführung von Veranstaltungen, Events und Aktionen zur Verfügung. DHS Bibliothek: Zahlreiche kostenfreie Serviceangebote Die DHS Bibliothek ist eine öffentlich zugängliche wissenschaftliche Fachbibliothek. Sie bietet auf dhs.de 26 Literaturverzeichnisse zu sucht- und drogenbezogenen Themen zum freien Download an. Aktuell erschienen sind die Bibliographien zu den Themen „Crack“, „Drogenkonsumräume“ und „Suchtberatung“. Der komplette Bestand der DHS Bibliothek mit über 40.000 Einträgen steht der interessierten Öffentlichkeit zur persönlichen und beruflichen Information, zum Studium und zur Weiterbildung zur Verfügung. Studierende und Wissenschaftler:innen aller Fachbereiche können die DHS Bibliothek zur Erstellung ihrer Seminar- und Abschlussarbeiten sowie für Promotionen, Habilitationen und Forschungsarbeiten nutzen. Die Nutzung und Ausleihe der Bücher sind kostenlos. Der Bibliotheksbestand kann online recherchiert werden. Die Recherche-Ergebnisse sind verlinkt mit den DOI’s, so dass ein direkter Zugriff auf die Veröffentlichungen möglich ist. Als besondere Serviceleistung bietet die DHS Bibliothek kostenlose individuelle Recherchen an. Wenden Sie sich gerne für Rechercheanfragen und sonstige Anliegen zu Fachliteratur an unsere Bibliothekarin Frau Lehner: lehner(at)dhs.de DHS: Infoveranstaltung des FA Statistik Der DHS Fachausschuss Statistik informiert am 10. November 2026 von 13 bis 16 Uhr in einer Online-Veranstaltung über die Dokumentation nach dem Manual des KDS 4.0 sowie zu verfügbaren Softwaresystemen. Die Dokumentation nach dem KDS 4.0 soll zum 1. Januar 2027 beginnen. Für die Online-Veranstaltung ist eine vorherige Anmeldung per Mail an das Sekretariat der DHS Geschäftsführung, Frau Klemmer: klemmer[at]dhs.de erforderlich. DHS: Vortrag auf dem Deutschen Ärztetag „Substanzbezogene Störungen – ein gesellschaftliches Problem“ Prof. Dr. Norbert Scherbaum, DHS Vorstandsvorsitzender und Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der LVR-Universitätsklinik Essen, hat im Mai auf dem 130. Deutschen Ärztetag in Hannover zum Thema „Substanzbezogene Störungen – ein gesellschaftliches Problem“ gesprochen. In seinem Vortrag erläuterte Scherbaum zunächst epidemiologische Daten zum Suchtmittelkonsum und ging dann auf verschiedene Maßnahmen der Verhältnisprävention ein. Zur Prävention von Alkoholstörungen verwies er auf die SAFER-Strategie der WHO, von deren Umsetzung Deutschland jedoch noch weit entfernt sei. Auch beim Public Health Index liege Deutschland im europäischen Vergleich weit hinten. Scherbaum zeigte auf, dass die gesundheitspolitische Agenda der Bundesregierung zwar einige Fortschritte verzeichnet – wie Beschränkungen beim Lachgasverkauf, geplante Steuererhöhungen für Alkohol und Tabak sowie das laufende Verfahren zum Verbot des begleiteten Trinkens ab 14 Jahren. Dennoch fehlt laut dem DHS-Vorsitzenden eine klare Gesamtstrategie. Die Präsentation zum Vortrag ist auf der Website der Bundesärztekammer bereitgestellt. Ein Video-Interview mit Prof. Dr. Scherbaum zur Drogenpolitik ist auf der Website des Deutschen Ärzteblatts verfügbar. DHS: Warnung vor Überlastung der Suchthilfe Neue Zahlen zeigen eine weiterhin dramatische Lage: 2.150 Menschen sind 2025 infolge von Drogenkonsum gestorben. Besonders alarmierend ist dabei eine Entwicklung, die sich bereits seit einigen Jahren in der Praxis der Suchthilfe abzeichnet: Immer mehr junge Menschen gefährden sich durch einen extremen und hochriskanten Mischkonsum. Die hochgradig komplexen und nicht selten konfliktreichen Fälle stellen die Suchthilfe vor enorme Herausforderungen. Gleichzeitig verschärfen sich die Rahmenbedingungen dramatisch: Den bestehenden Hilfen fehlen die finanziellen, personellen und strukturellen Ressourcen, um die Betroffenen so intensiv und individuell zu betreuen, wie es eigentlich zwingend notwendig wäre. In einer Pressemitteilung fordert die DHS einen politischen Kurswechsel und eine spürbare Stärkung der Strukturen.
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Prävention
| DHS: DANKE für die erfolgreiche Aktionswoche Alkohol 2026! Mit rund 1.000 Veranstaltungen und Aktionen vor Ort und im digitalen Raum hat die Aktionswoche Alkohol 2026 eindrucksvoll gezeigt, wie viele Menschen sich in ganz Deutschland für einen bewussteren Umgang mit Alkohol engagieren. Die Vielfalt der Veranstaltungen spiegelt die große Bandbreite der Aktionswoche Alkohol 2026 wider. Ob alkoholfreies „Rudelgucken“ zur Fußball-WM oder Lesungen, Filmvorführungen, Konzerte, Theateraufführungen und Ausstellungen – für unterschiedliche Interessen und Zielgruppen gab es zahlreiche Angebote. Auch Informations- und Mitmachformate waren stark vertreten: Infostände, Gesundheitstage, Vorträge, Diskussionsrunden, Challenges und weitere Aktionen luden dazu ein, sich mit dem Thema Alkoholkonsum auseinanderzusetzen und neue Perspektiven kennenzulernen – frei nach dem Motto der Aktionswoche 2026: „Entdecke, wie viel mehr in dir steckt – mit weniger oder ganz ohne Alkohol". Unser besonderer Dank gilt allen Veranstaltenden und Unterstützer:innen, die mit ihren Ideen, ihrer Zeit und ihrem Einsatz zum Erfolg des 10. Jubiläums der Aktionswoche Alkohol beigetragen haben. So entstand ein gemeinsamer Auftritt mit vielen individuellen Akzenten, der die Botschaft der Aktionswoche Alkohol „Weniger ist besser!“ weit über die einzelnen Veranstaltungen hinaus sichtbar gemacht hat. Mit ungeheurer Kreativität wurden die diesjährigen Kampagnenmaterialien aufgegriffen und vor Ort weiterentwickelt. Mancherorts setzen sie sogar dauerhaft Akzente im Stadtbild – so wie in Rheinstetten: Dort ließ die im südlichen Landkreis Karlsruhe zuständige AGJ Suchtberatung Ettlingen ein Trafohäuschen der Netze BW GmbH in Rheinstetten (Haltestelle Rheinaustraße) von zwei regionalen Graffitikünstlern bemalen. Impressionen von der Aktion teilt die AGJ Freiburg auf Instagram. Last but not least bedanken wir uns sehr herzlich bei unseren Förderern sowie unserem Schirmherrn Prof. Dr. Hendrick Streeck, Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen. Die DAK-Gesundheit hat die Aktionswoche Alkohol 2026 erneut finanziell unterstützt und damit wesentlich dazu beigetragen, die bundesweite Präventionskampagne zu ermöglichen. Darüber hinaus förderte auch die Deutsche Rentenversicherung Bund die Produktion von Materialien und begleitete die Aktionswoche aktiv. Aktuell ist die Dokumentation der Aktionswoche Alkohol 2026 in Arbeit. Sie wird nach Fertigstellung online auf der zentralen Informationsplattform www.aktionswoche-alkohol.de zugänglich sein. Weitere Infos rund um die Aktionswoche Alkohol erhalten Sie auch auf Instagram und Facebook @aktionswochealkohol. fdr+: Forderungspapier „Besserer Jugendschutz ist nötig und möglich“ Für bessere Präventions- und Hilfeangebote für konsumierende junge Menschen setzt sich der Fachverband Drogen- und Suchthilfe (fdr+) in einem jetzt erschienenen Forderungspapier (06/26) ein. Hintergrund der Veröffentlichung sind geplante Reformen in mehreren zentralen Politikbereichen, die erhebliche Auswirkungen auf die Schnittstelle von Jugend- und Suchthilfe haben könnten. Der fdr+ fordert frühzeitige Unterstützung, passgenaue Hilfen und eine verlässliche Infrastruktur, um junge Menschen wirksam zu schützen und in ihrer Entwicklung zu stärken. Das Forderungspapier lesen Sie auf der fdr+ Website. BVPG: Neuer Vorstand gewählt Auf ihrer Mitgliederversammlung im Mai 2026 hat die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung (BVPG) einen neuen Vorstand gewählt. Die BVPG ist ein gemeinnütziger, politisch und konfessionell unabhängiger Dachverband. Derzeit sind 135 Organisationen Mitglied, darunter auch die DHS. Der Verband setzt sich für Strukturverbesserungen in der Prävention und Gesundheitsförderung in Deutschland ein. Simone Borchardt, gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, übernimmt das Amt der BVPG Präsidentin. Dr. Ellen Lundershausen und Ulrike Pernack werden Vizepräsidentinnen. Thomas Altgeld wird im Amt des Schatzmeisters bestätigt. Christine Kreider, Referentin für Prävention bei der DHS wurde als Beisitzerin wiedergewählt. Weitere Details können Sie einer Pressemitteilung der BVPG entnehmen. Aktionsbündnis Seelische Gesundheit: Woche der Seelischen Gesundheit Vom 10. bis 20. Oktober 2026 findet bundesweit die Woche der Seelischen Gesundheit statt. Unter dem Motto „Miteinander statt nebeneinander – für eine Gesellschaft, in der jede Psyche zählt“ setzen sich psychosoziale Einrichtungen und Organisationen für mehr Akzeptanz, Solidarität und Teilhabe von Menschen mit psychischen Erkrankungen ein. Koordiniert wird die Aktionswoche vom Aktionsbündnis Seelische Gesundheit, zu dessen Mitgliedern auch die DHS zählt. Ziel ist es, Wissen zu vermitteln, Vorurteile abzubauen und Menschen frühzeitig Unterstützung zugänglich zu machen. Das diesjährige Motto rückt das solidarische Miteinander und die gegenseitige Verantwortung in den Mittelpunkt. Bundesweit finden im Oktober 2026 zahlreiche regionale Events statt, die auf der Website des Aktionsbündnisses zusammengefasst werden. Alle Akteure können ihre Angebote ab sofort im Online-Veranstaltungskalender eintragen. Schirmherrin der 20. Berliner Aktionswoche ist die Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege, Dr. Ina Czyborra. Weitere Infos: www.seelischegesundheit.net. Initiative gegen Medikamentenmissbrauch: 7. Berliner Aktionswoche gegen Medikamentenmissbrauch Die Berliner Initiative gegen Medikamentenmissbrauch möchte im Zeitraum vom 14. bis 20. September 2026 und im nunmehr siebten Jahr erneut Bürger:innen sowie Fachkräfte für einen umsichtigen Umgang mit Medikamenten sensibilisieren. Der diesjährige Schwerpunkt liegt auf Schmerzmittelkonsum im (Freizeit-)Sport. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, sich an der Aktionswoche gegen Medikamentenmissbrauch zu beteiligen, beispielsweise mit einem Diskussionsabend oder der Initiierung eines Netzwerktreffens. Weitere Infos erhalten Sie über die Fachstelle für Suchtprävention Berlin, Marc Pestotnik, E-Mail: pestotnik(at)berlin-suchtpraevention.de
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Suchthilfe und Sucht-Selbsthilfe
| DSHS: KDS 4.0 Manual und Itemliste Die vierte Version des KDS (KDS 4.0) wird ab Januar 2027 in den Einrichtungen der Suchthilfe zur Dokumentation des Versorgungsgeschehens eingesetzt. Über die notwendige Anpassung an aktuelle Entwicklungen hinaus, verfolgte die Überarbeitung zudem das Ziel, die Anwendbarkeit des KDS im Praxisalltag zu vereinfachen. Das Manual zum deutschen Kerndatensatz 4.0 (in der Entwurfsfassung, vorbehaltlich weiterer Änderungen) und die dazugehörige Itemliste zum KDS 4.0 (gültig ab dem 1.1.2027) wurden kürzlich auf der Website der Deutschen Suchthilfestatistik veröffentlicht. Bitte beachten Sie, dass das Manual zum KDS 4.0 erst ab 1. Januar 2027 Gültigkeit besitzt. Bis einschließlich 31.12.2026 gilt weiterhin der KDS 3.0 in seiner aktuellen Fassung. Zudem werden im Laufe des Jahres Softwareanbieter, die eine Zertifizierung für den KDS 4.0 anmelden, auf der DSHS Website gelistet. Deutscher Suchtkongress: Teilhabeforum für Verbände und Selbsthilfegruppen Der Deutsche Suchtkongress stellt am 22. September 2026 die Perspektive von Menschen mit Suchterfahrung in einem Teilhabeforum in den Fokus, um den Austausch mit Verbänden und Gruppen zu fördern. Bis zum 1. August 2026 können sich interessierte Verbände und Selbsthilfegruppen zur Teilnahme bewerben. Weitere Informationen und eine Vorlage für die Bewerbung sind auf der Website des Kongresses verfügbar. Zudem werden bereits vor dem Kongress Teilhabe-Botschafter:innen ausgewählt. Während des Kongresses nehmen sie an den einzelnen Veranstaltungen teil und kommentieren vor ihrem Hintergrund als Erfahrungsexpert:innen. Sie erhalten während des gesamten Kongresses besondere Aufmerksamkeit und sind für andere Kongressteilnehmende ansprechbar. Nach Möglichkeit geben sie ihre Erfahrungen und Eindrücke beim Kongress an andere Interessierte weiter (z.B. Blogbeiträge, Social-Media Auftritt, Newsletter eines Selbsthilfeverbands). Zum Ende des Kongresses diskutieren sie ihre Eindrücke im Rahmen einer Podiumsdiskussion. Wer sich vorstellen kann, den Deutschen Suchtkongress als Teilhabebotschafter:in zu unterstützen, kann sich über die Website des Kongresses bewerben. Suchtkooperation NRW: Datenportal aktualisiert – Neue Daten für 2025 verfügbar Das Datenportal der Suchtkooperation NRW wurde aktualisiert. Ab sofort stehen die aktuellen Auswertungen der Suchthilfestatistik NRW sowie der Drogenkonsumraumstatistik NRW für das Berichtsjahr 2025 zur Verfügung. Die neuen Daten bieten einen fundierten Einblick in die Entwicklungen der ambulanten Suchthilfe und der Drogenkonsumräume in Nordrhein-Westfalen und unterstützen Fachpraxis, Kommunen und Politik bei der Planung und Weiterentwicklung bedarfsgerechter Hilfsangebote. Im Bereich der Suchthilfestatistik wurden die Betreuungsdaten der ambulanten Suchthilfe aktualisiert. Ergänzend dazu wurden der Jahresbericht der Drogenkonsumräume in Nordrhein-Westfalen für das Jahr 2025 veröffentlicht. Interessierte finden die aktuellen Ergebnisse ab sofort im Datenportal der Suchtkooperation NRW. Anonyme Alkoholiker: AA online aus erster Hand kennenlernen Was steckt wirklich hinter den Anonymen Alkoholikern (AA)? Warum stellen sich Menschen in Meetings immer noch mit den Worten „Ich bin Alkoholiker:in“ vor? Und was hat es mit den 12 Schritten und 12 Traditionen auf sich? In einer offenen Online-Veranstaltung am 29. September 2026 von 14:30 bis ca.15:30 Uhr geben die Anonymen Alkoholiker Einblicke in ihre Arbeitsweise und Grundsätze – jenseits von Klischees und Vorurteilen. Es geht um Austausch, Verständnis und Aufklärung. Zielgruppe: Multiplikator:innen, Fachkräfte, Interessierte – und alle, die mehr über AA erfahren möchten. Anmeldungen bitte per E-Mail an: sb-oei(at)anonyme-alkoholiker.de. Nach der Anmeldung erhalten Sie die Zugangsdaten zur Veranstaltung. BVEK: Jetzt auch auf Instagram und Facebook Seit März 2026 ist der Bundesverband der Elternkreise suchtgefährdeter und suchtkranker Söhne & Töchter e.V. (BVEK) auch auf den Social-Media-Kanälen Instagram und Facebook vertreten. Der BVEK informiert dort regelmäßig über aktuelle Themen, Veranstaltungen und Projekte. Weitere Infos: www.bvek.org. AA: Young People in Alcoholics Anonymous Convention vom 14. bis 16. August 2026 Die zweite DACHYPAA (Deutschland–Österreich–Schweiz Young People in Alcoholics Anonymous Convention) bringt vom 14. bis 16. August 2026 Menschen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum zusammen, um sich auszutauschen, zu vernetzen und Gemeinschaft zu erleben. „Young People“ bedeutet dabei nicht zwingend jung an Jahren, sondern vor allem jung im Herzen: Offen für Wachstum, neugierig auf Begegnungen und voller Lebensfreude. Entsprechend sind Menschen aller Altersgruppen willkommen. Die Convention richtet sich an Mitglieder der Anonymen Alkoholiker (AA), von Al-Anon sowie an alle, die sich für ein nüchternes Leben interessieren. Sie findet in der Jugendherberge Bad Homburg bei Frankfurt am Main statt. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.dachypaa.org. Recovery Deutschland: Recovery Walk am 12. September 2026 Die Organisation für den diesjährigen Recovery Walk am 12. September 2026 in Düsseldorf ist in vollem Gange. Wie bereits im letzten Jahr in Leipzig sind Organisationen und Initiativen im Bereich der Suchthilfe eingeladen, ihr Angebot auf der Festivalwiese zu präsentieren und so einen aktiven Beitrag zu gestalten. Der Recovery Walk startet um 13:30 Uhr. Er führt eine Strecke von drei bis fünf Kilometern am Rhein entlang durch das Düsseldorfer Stadtgebiet. Die genaue Route wird noch bekanntgegeben. Das Bühnenprogramm beginnt um 15:30 Uhr. Weitere Infos erhalten Sie auf der Website recovery-deutschland.org.
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Aus der Forschung
| Policy Brief: 8 Mrd. € Steuermehreinnahmen durch Alkoholbesteuerung Seit Jahrzehnten ist bei alkoholischen Getränken keine Anpassung der Besteuerung erfolgt, die inflationsbereinigten Steuereinnahmen aus dem Verkauf alkoholischer Getränke sinken derzeit. In einem jetzt veröffentlichten Policy Brief beschreiben Dr. Jakob Manthey und Dr. Carolin Kilian, Mitglieder des Wissenschaftlichen Kuratoriums der DHS, die zu erwartenden Auswirkungen von zwei unterschiedlichen Steuerszenarien auf Alkoholkonsum, Steuereinnahmen und Krankheitslast. Steuerszenario 1 (Vorschlag der FinanzKommission Gesundheit) empfiehlt die Anhebung der Steuern auf Spirituosen. Ein alternatives Steuerszenario 2 geht von einer schrittweisen Anhebung der Steuern auf Bier und Wein aus. Das Fazit: Durch eine moderate Anhebung der Bier- und Weinsteuern können die Steuereinnahmen binnen 3 Jahren um etwa 8 Mrd. € gesteigert werden – deutlich geringere Mehreinnahmen wären durch die Erhöhung der Steuern auf Spirituosen zu erwarten. In beiden Szenarien wäre zudem mit einem leichten Rückgang des Alkoholkonsums und der dadurch bedingten Todesfälle zu rechnen. Das Papier lesen Sie hier. Zeitschrift SUCHT: Sonderausgabe Glücksspiel mit aktuellen Forschungsbeiträgen Die Zeitschrift SUCHT beleuchtet in ihrer Ausgabe 3-2026 vielfältige Facetten des Glücksspiels und ordnet glücksspielbedingte Probleme als Thema der öffentlichen Gesundheit ein. Neben einem Editorial umfasst die im Juni 2026 erschienene Sonderausgabe vier Originalarbeiten und ein Positionspapier. Im Einzelnen geht es um die spezifischen Risiken einer Glücksspielteilnahme auf illegalen Websites, die Ausgestaltung von Sperrsystemen, das Ausmaß von Glücksspielwerbung in Deutschland, die Verhinderung von glücksspielbedingten Suiziden sowie die Bestimmung von Schwellenwerten für eine risikoarme Glücksspielbeteiligung. Alle Beiträge können online eingesehen werden (teils kostenpflichtig, teils Open Access). Verantwortlich für die Planung und Umsetzung war Dr. Tobias Hayer von der Universität Bremen. Tobias Hayer ist Mitglied des wissenschaftlichen Kuratoriums der DHS. BAS: 53. Suchtforschungstelegramm Über neue Studien aus dem Bereich der Suchtforschung informiert das 53. Suchtforschungstelegramm der Bayerischen Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen (BAS). Vorgestellt wird unter anderem die Analyse „Das Geschäft mit dem Leid – wie viel Umsatz macht die Alkoholindustrie mit Risiko- und Hochkonsum?“ von Carolin Kilian et al. Sie unterstreicht aus Public Health Perspektive die Notwendigkeit evidenzbasierter und industrieunabhängiger Präventions- und Regulierungsstrategien. Dr. Carolin Kilian ist Mitglied des wissenschaftlichen Kuratoriums der DHS.
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Veröffentlichungen
| DHS: Infoposter zur Alkoholprävention Alkohol ist in unserer Gesellschaft fest verankert und breit akzeptiert. Um Menschen vor möglichen Schäden zu schützen, ist ein Umdenken dringend erforderlich. Die DHS möchte diesen Prozess u.a. mithilfe eines Infoposters weiter voranbringen. Das DIN A2-Poster mit der Kernbotschaft „Alkohol? Weniger ist besser!“ ist bewusst so gestaltet, dass es zur näheren Betrachtung und Auseinandersetzung einlädt. Es eignet sich zum Aufhängen im Wartebereich von Arztpraxen, in Behörden, (Sucht)Beratungsstellen oder in Betrieben – die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Das Poster wurde mit Förderung des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) entwickelt und produziert. Es kann im Bestellcenter der DHS ab sofort als PDF heruntergeladen werden und ist voraussichtlich ab Ende Juli kostenfrei dort bestellbar. Auf dem Poster werden die aktuellen DHS Empfehlungen zum Umgang mit Alkohol dargestellt. Diese sind ebenfalls auf unserer Website dhs.de allgemeinverständlich aufbereitet. Der entsprechende Seitenbereich ist auch über den Kurzlink www.dhs.de/alkoholwenigeristbesser bequem online erreichbar. DHS: „Suchtprävention und Lobbyismus – Zwischen Prävention und Profit“ – Dokumentation des Wissenschaftlichen Symposiums der DHS Vom 3. bis 4. September 2025 veranstaltete das Wissenschaftliche Kuratorium der DHS in der Alice Salomon Hochschule Berlin sein 23. Symposium zum Thema „Suchtprävention und Lobbyismus: Zwischen Prävention und Profit“. Im interdisziplinären Dialog zielte die Tagung darauf ab, konkrete, wissenschaftlich fundierte und tragfähige Empfehlungen für eine nachhaltige und gerechte Suchtpolitik zu entwickeln. Gleichzeitig wurde die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis gestärkt. Die Veranstaltung sensibilisierte Öffentlichkeit und politische Akteure für die Auswirkungen industrienaher Einflussnahme. Zudem förderte sie einen faktenbasierten Dialog über die Zukunft der Suchtpolitik. Die Ergebnisse flossen in das Positionspapier der Allianz Alkoholprävention ein, das die DHS im März 2026 veröffentlichte. Zahlreiche mitzeichnende Organisationen unterstützen die Position. Die Dokumentation des 23. Symposiums des Wissenschaftlichen Kuratoriums der DHS steht nun auf dhs.de bereit. Wir danken dem Land Berlin für die finanzielle Förderung der Veranstaltung. BAG CaSu: Positionspapier zu Risiken von Sportwettenwerbung Der Deutsche Caritasverband e.V. und die BAG CaSu – Caritas Suchthilfe machen in einem aktuellen Positionspapier auf die Risiken von Sportwettenwerbung im Umfeld großer Sportereignisse aufmerksam. Besonders junge, sportbegeisterte Menschen sind durch die Normalisierung von Sportwetten, organische Werbung in sozialen Medien und unzureichende Alterskontrollen gefährdet. Das Positionspapier formuliert politische Forderungen für wirksameren Jugend- und Spielerschutz, darunter ein Werbeverbot für Sportwetten, strengere Alterskontrollen und mehr Prävention in Schulen und Sportvereinen. BVPG: Stellungnahme zu Prävention und Gesundheitsförderung in Deutschland Die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) begrüßt das Positionspapier „Für Prävention und Gesundheitsförderung handeln in Wissenschaft, Versorgung und Gesellschaft“ des Wissenschaftsrats als wichtigen Impuls für die Weiterentwicklung von Prävention in Deutschland. In einer aktuellen Stellungnahme greift die BVPG zentrale Empfehlungen auf und formuliert ergänzende Perspektiven dafür, wie Prävention in Deutschland nachhaltig und wirksam weiterentwickelt werden kann. Die komplette Stellungnahme lesen Sie auf der Website der BVPG. BVEK: Stark nachgefragte Broschüre wieder erhältlich Der Bundesverband der Elternkreise suchtgefährdeter und suchtkranker Söhne & Töchter e.V. (BVEK) bietet für betroffene Familien unter dem Titel „Zwischen Liebe, Angst & Hoffnung“ einen informativen Wegbegleiter an. Die zwischenzeitlich vergriffene 35-seitige Broschüre steht jetzt auf der BVEK Website wieder zum Download zur Verfügung. In gedruckter Form kann sie über die BVEK-Geschäftsstelle angefordert werden. SuchtMagazin: Fachpersonen der Suchtarbeit im Fokus Was motiviert Suchtfachpersonen ihren Beruf auszuüben? Wie verändert die KI die Rolle der Beratung durch Fachpersonen? Und wie steht es um das Wohlbefinden der Suchtfachpersonen als Berufsgruppe? Die Ausgabe 1/2026 des SuchtMagazins rückt die Fachpersonen der Suchtarbeit in den Mittelpunkt und bietet Orientierung, Denkanstöße und verleiht der Vielfalt professioneller Suchtarbeit ein Gesicht – fachlich fundiert und persönlich durch die Fotoporträts von 13 Suchtfachpersonen. Ausgabe 2/2026 zeigt Lebensqualität als zentralen Orientierungsrahmen der Suchtarbeit.
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Aus aller Welt
| EUDA: Europäischer Drogenbericht 2026 Drogenkonsument:innen in Europa sehen sich neuen Gesundheitsrisiken ausgesetzt, da sich die Drogenmärkte rasch weiterentwickeln und immer komplexer werden. Diese Warnung spricht die Drogenagentur der Europäischen Union (EUDA) in ihrem Anfang Juni veröffentlichten Europäischen Drogenbericht 2026: Trends und Entwicklungen aus. Auf der Grundlage von Daten aus 29 Ländern (EU-27, Norwegen und die Türkei) beleuchtet der jährliche Bericht die Risiken für die öffentliche Gesundheit, die sich aus der breiten Verfügbarkeit und dem Konsum einer zunehmend vielfältigen Palette von Substanzen ergeben, die oft eine hohe Wirksamkeit oder Reinheit aufweisen. Weitere Infos erhalten Sie in der Pressemitteilung der EUDA. Der vollständige Europäische Drogenbericht ist hier verfügbar. EUDA: Neuer Miniguide zu Doppeldiagnosen Der neue englischsprachige Minileitfaden „Dual disorders. health and social responses“ zu Doppeldiagnosen beleuchtet das Zusammenspiel von psychischen Störungen und Substanzgebrauchsstörungen sowie die damit verbundenen Herausforderungen für Gesundheits- und Sozialsysteme in Europa. Die von der European Union Drugs Agency (EUDA) veröffentlichte praxisnahe Ressource fasst aktuelle Erkenntnisse, Interventionen und Maßnahmen zusammen, um eine integrierte und effektivere Versorgung zu fördern und Fachkräfte mit leicht zugänglichen Informationen zu unterstützen. Auf der EUDA Website ist der Miniguide zum Download verfügbar. UNODC: Weltdrogenbericht 2026 Die globalen Drogenmärkte wandeln sich rasch, dies teilt das UN Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) anlässlich der Veröffentlichung des Weltdrogenberichts 2026 in einer Pressemitteilung mit. Der „World Drug Report 2026“ bietet einen Überblick über die aktuellen Trends auf den globalen Drogenmärkten und enthält die neuesten Informationen über Drogenkonsum, Produktion und Menschenhandel. Weitere Informationen zu den Hauptentwicklungen und den einzelnen Regionen erhalten Sie auf der UNODC-Website.
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Veranstaltungen
| DHS Fachkonferenz SUCHT vom 27. bis 28. Oktober 2026 in Essen Abhängigkeitserkrankungen bewegen sich zwischen öffentlichem Raum und verborgenen Welten. Während offene Konsumszenen in Parks, Bahnhöfen oder Wohnvierteln gesellschaftliche Debatten prägen, bleiben viele Suchterkrankungen sowie Betroffene unsichtbar. Die 65. DHS Fachkonferenz SUCHT widmet sich unter dem Titel „Öffentlicher Raum und Verborgene Welten“ diesem Spannungsfeld. Sie lädt zu Austausch und Diskussion ein, um aktuellen Herausforderungen zu begegnen, Hilfsangebote zu stärken, Stigmatisierung abzubauen und den Treatment Gap zu überwinden. Ab sofort können Sie sich über unsere Tagungs-Website www.dhs-fachkonferenz.de zur DHS Fachkonferenz SUCHT vom 27. bis 28. Oktober 2026 im Haus der Technik in Essen anmelden und über das Programm informieren. DHS Kooperationstagung „Suchthilfe & Psychotherapie. Wie gemeinsame Versorgung besser gelingen kann“ am 23. und 24. November 2026 in Weimar Menschen mit Suchterkrankungen leiden oft zusätzlich an psychischen Erkrankungen. Doch diese Komorbidität wird in der Versorgung noch zu selten in den Blick genommen. Eine bessere Verzahnung von Suchthilfe und Psychotherapie könnte Behandlungsbrüche, Wartezeiten und Zugangshürden vermeiden. Die DHS und die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) laden daher am 23. und 24. November 2026 zur gemeinsamen Kooperationstagung „Suchthilfe und Psychotherapie: Wie gemeinsame Versorgung besser gelingen kann“ nach Weimar ein. Die Tagung möchte den Austausch zwischen Suchthilfe und Psychotherapie stärken. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Kooperationen verbindlicher, wirksamer und in stärkerem Maße patientenorientiert gestaltet werden können. Fachliche Impulsbeiträge, Workshops und Diskussionen sollen dazu beitragen, die Zusammenarbeit an den Schnittstellen besser zu gestalten und regionale wie überregionale Netzwerke weiterzuentwickeln. Das Programm umfasst unter anderem Vorträge zur Qualifizierung in Suchthilfe und Psychotherapie, zu den Spezifika der Behandlung von Menschen mit Substanzkonsum in der ambulanten Psychotherapie, zur neuen Ermächtigungsregelung bei Suchterkrankungen sowie zur Versorgung von Kindern und Jugendlichen. In Workshops soll die Verzahnung von ambulanter Versorgung, stationärer Behandlung und Rehabilitation sowie Nachsorge und Selbsthilfe vertiefend diskutiert werden. Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte aus Psychotherapie, Suchthilfe, Kinder- und Jugendhilfe sowie weiteren angrenzenden Arbeitsfeldern. Die Teilnehmerzahl ist limitiert. Das vollständige Programm finden Sie hier. Anmeldungen sind ab sofort möglich. Schicken Sie hierfür das ausgefüllte Anmeldeformular an die Mailadresse veranstaltungen(at)dhs.de. 9. Nationale Substitutionskonferenz am 9. September 2026 in Berlin Die 9. Nationale Substitutionskonferenz (NaSuKo) findet am 9. September 2026 in Berlin statt. Das Motto ist: „Substitution wirkt! Potentiale entfalten, Leben retten - Substitution als Schlüsselfaktor krisenfester Drogenpolitik“. Über die Themen der Konferenz informiert Sie der Programmflyer, der auf der akzept-Website hinterlegt ist. 18. Deutscher Suchtkongress vom 21. bis 23. September 2026 in Hamburg Unter dem Motto „Versorgen – Forschen – Teilhaben“ findet der Deutsche Suchtkongress vom 21. bis zum 23. September 2026 in Hamburg statt. Es werden relevante und aktuelle Themen aus Forschung, Politik und Versorgungspraxis in Bezug auf die Grundlagen, Prävention und Behandlung von (Substanz-)Konsumstörungen aufgegriffen und mit einem vielfältigen Publikum aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert. Da die Teilhabe zentrales Kongressthema ist, legt der Kongress ein besonderes Augenmerk auf die Integration der Perspektive von Menschen mit Suchterfahrung, auf eine barrierefreie Kongressgestaltung sowie die Förderung eines Austauschs auf Augenhöhe zwischen allen Kongressteilnehmenden. Weitere Infos und Anmeldung auf der Website des Deutschen Suchtkongresses. 33. Fachtagung Management in der Suchthilfe am 23. und 24. September 2026 in Kassel Im Zentrum der diesjährigen „Fachtagung Management in der Suchthilfe“, die der Bundesverband Suchthilfe e. V. (bus.) am 23. und 24. September 2026 in Kassel veranstaltet, steht das neue Vergütungssystem in der medizinischen Rehabilitation. Der Verband stellt Ergebnisse einer Umfrage zu den Verhandlungen der Einrichtungsspezifischen Komponente vor und geht bei einem Podiumsgespräch mit Vertreter:innen von Mitgliedseinrichtungen und Teilnehmenden in den Austausch über ihre bisherigen Erfahrungen. An weiteren Themen stehen u. a. der Kerndatensatz 4.0, die Klassifikation therapeutischer Leistungen 2025, neue Anforderungen an das Qualitätsmanagement in Einrichtungen der ARS und KI als strategisches Instrument für Personalgewinnung und -bindung auf dem Programm. Ab Mitte Juli stehen Programm und Online-Anmeldeformular auf der Website des bus. zur Verfügung. 20. Wissenschaftliches Gespräch der DG-Sucht vom 21. bis 23. Oktober 2026 in Leipzig „Suchtstigma im Wandel: Evidenz, Praxis, Perspektiven" – unter diesem Titel findet vom 21. bis 23. Oktober 2026 in Leipzig das 20. Wissenschaftliche Gespräch der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie e.V. (DG-Sucht) statt. Die multiprofessionelle Tagung widmet sich aktuellen gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und klinischen Entwicklungen rund um die Stigmatisierung von Suchterkrankungen. Ziel ist es, evidenzbasierte Strategien zur Reduktion von öffentlichem, Selbst- und strukturellem Stigma zu bündeln und in praxisnahe Standards, Forschungsansätze und Interventionen zu übersetzen. Unter der wissenschaftlichen Leitung von PD Dr. Sven Speerforck und Prof. Dr. Georg Schomerus werden zudem die Entwicklungen der letzten zehn Jahre reflektiert sowie aktuelle Forschungsaktivitäten des wissenschaftlichen Nachwuchses vorgestellt. In bewährter Tradition der Wissenschaftlichen Gespräche der DG-Sucht steht der offene fachliche Austausch im Mittelpunkt. Die Zahl der Teilnahmeplätze ist begrenzt. Eine frühzeitige Anmeldung unter dg-sucht(at)t-online.de wird empfohlen. Weitere Infos zum Programm finden Sie auf der Website der DG-Sucht. 3. Fachtag Crack am 25. November 2026 in Frankfurt/Main Der 3. Fachtag CRACK ist für den 25. November 2026 in Frankfurt/Main geplant. Das Drogenreferat der Stadt Frankfurt /Main und akzept e.V. veranstalten diese Fachtagung in Kooperation mit den Drogenreferaten der Städte Hannover, Berlin und Bremen. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der akzept-Website.
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Weiterbildungen
| DGWS: Neue Weiterbildungen zur/zum Suchttherapeut:in Die Deutsche Gesellschaft für Weiterbildung in der Suchttherapie gGmbH (DGWS) startet folgende neue Gruppen der dreijährigen, von der Deutschen Rentenversicherung / Gesetzlichen Krankenversicherung anerkannten Weiterbildung zur/zum Suchttherapeut:in in der systemischen, verhaltenstherapeutischen sowie der psychoanalytischen Fachrichtung: Verhaltenstherapeutisch: Kurs 100 / VT am Standort Frankfurt am Main, 19. Oktober 2026 | Psychoanalytisch: Kurs 36 / PA am Standort Berlin, Wintersemester 2026 / 2027 | Systemisch: Kurs 02 / SYS am Standort Freiburg, Wintersemester 2026 / 2027. Alle Informationen, einschließlich der Curricula der verschiedenen Fachrichtungen der Weiterbildung Suchttherapie, können auf der Website suchttherapie-weiterbildung.de eingesehen werden. Hier besteht auch die Möglichkeit, sich online für die Weiterbildungskurse und für eine kostenfreie Informationsveranstaltung anzumelden, die am 1. Oktober 2026 von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr stattfindet. Fragen aller Art richten interessierte potenzielle Teilnehmer:innen oder Arbeitgeber:innen gerne an weiterbildung(at)suchthilfe.de oder telefonisch an die Rufnummer 0561 98853902. DGWS: Fortbildung „Qualifizierte MPU-Vorbereitung in der Suchthilfe – Beratung und Behandlung von suchtmittelauffälligen Straßenverkehrsteilnehmenden“ Zweimal jährlich bietet die DGWS einen Kurs der Fortbildung „Qualifizierte MPU-Vorbereitung in der Suchthilfe – Beratung und Behandlung von suchtmittelauffälligen Straßenverkehrsteilnehmenden“ an. Diese richtet sich an Sozialpädagog:innen / Sozialarbeiter:innen, Pädagog:innen, Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen mit einer mindestens zweijährigen Erfahrung in einem Feld der ambulanten, ganztägig ambulanten oder stationären Suchthilfe. Der nächste Kurs zur qualifizierten MPU-Vorbereitung (106 / MPU) findet vom 07. bis 11. Dezember 2026 in Berlin statt. Nähere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier. iga: Kostenfreies Web-Based Training „Suchtprävention in der Arbeitswelt“ Der Konsum von Alkohol und Drogen kann in der Arbeitswelt erhebliche Auswirkungen haben. Umso wichtiger ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Hier setzt ein neues Web-Based Training (WBT) der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) an, das diese anlässlich der Aktionswoche Alkohol 2026 veröffentlicht hat. Das WBT vermittelt grundlegendes Wissen zu verschiedenen Suchtformen, sensibilisiert für Gefährdungen am Arbeitsplatz und stärkt die Handlungssicherheit im betrieblichen Alltag. Es richtet sich insbesondere an Präventionsberater:innen, Unternehmer:innen sowie Führungskräfte in Betrieben und zielt darauf ab, die Kompetenzen dieser Zielgruppen im Umgang mit Suchtprävention zu stärken. Das WBT „Suchtprävention in der Arbeitswelt“ ist kostenfrei und ohne Anmeldung über die iga.Website abrufbar.
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