Fort- und Weiterbildung

Fort- und Weiterbildungen sind in der Arbeit mit Abhängigkeitskranken von großer Bedeutung, um den ganz konkreten - und sich verändernden - Anforderungen praktischen Handelns im Arbeitsfeld Sucht gerecht werden zu können. Fort- und Weiterbildungen geben Fachwissen und Handlungskompetenz. Nicht zu vernachlässigen ist auch die Entwicklung der Persönlichkeit, die in der Arbeit mit Abhängigkeitskranken sehr gefordert wird.

Die Weiterbildung "Sozialtherapeut/in - Suchttherapeut/in" ist Voraussetzung für die Arbeit in der Rehabilitation Abhängigkeitserkrankter. Mit dieser Weiterbildung werden eine oder mehrere psychotherapeutische Verfahren vermittelt. Durch entsprechendes psychotherapeutisches und soziotherapeutisches Fachwissen und Handwerkszeug werden die Sozialtherapeut/innen und Suchttherapeut/innen in die Lage versetzt, Suchterkrankungen effektiv zu behandeln.
Zur Anerkennung empfohlene Weiterbildungen (Stand Mai 2017)
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Praxisbezogene Fortbildungen werden zahlreich und in unterschiedlichem Umfang angeboten. Im Vergleich zu Weiterbildungen sind sie auf bestimmte Aspekte des Umgangs mit Abhängigkeitserkrankten begrenzt, z. B. das Krankheitsbild der Abhängigkeit, die Kommunikation mit Suchtkranken, die Beratung von Suchtkranken. Ziel ist die - eher kurzfristige - Erweiterung der professionellen Kompetenz im Arbeitsfeld Sucht, in dem, durch die Dynamik der Suchterkrankung, verschiedenste Anforderungen und Spannungsfelder bewältigt werden müssen. Fortbildungsangebote hierzu konzipieren die Fachverbände der Suchtkrankenhilfe, die freien Wohlfahrtsverbände, sowie verschiedene Institutionen für Fort- und Weiterbildung.

Ausbildungen zum ehrenamtlichen Suchtkrankenhelfer/zur ehrenamtlichen Suchtkrankenhelferin können von Betroffenen wie Nicht-Betroffenen ohne berufliche Voraussetzungen absolviert werden. Der nicht-professionelle Bereich (Selbsthilfe/Ehrenamt) bedarf ebenso des Erwerbes von Wissen und Kompetenzen. Gruppenleiter üben eine besondere Rolle aus und werden durch eine entsprechende Ausbildung gecoacht. Selbsthilfegruppenmitglied und Angehörige benötigen neben dem Austausch auch Informationen und Beratung. Ausbildungen zum/zur ehrenamtlichen Suchtkrankenhelfer/in werden von den Abstinenz- und Selbsthilfeverbänden und den Verbänden der Freien Wohlfahrt angeboten.
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Weiterbildungen im Arbeitsbereich Sucht in Deutschland
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Empfehlungen zu postgaduierten Curricula in der Suchthilfe, April 2005
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