Psychotrope Medikamente

Schlafmittel und Tranquilizer enthalten zumeist vergleichbare Wirkstoffe, die letztlich in der Wirkweise auf die sog. Benzodiazepine zurückgehen (Inhaltsstoffe von Valium, Tavor, Dalmadorm u.v.a.m.). In diese Gruppe gehören auch die sog. Z-Drugs, die in der Zwischen-zeit am häufigsten als Schlafmittel verordnet werden und deren Wirkstoffnamen Zolpidem und Zopiclon allesamt mit dem Buchstaben "Z" beginnen - daher auch die Gruppenbezeich-nung Z-Drugs. All diese Mittel sind mit der unerwünschten Wirkung "Abhängigkeit" belastet, die bereits nach mehreren Wochen der ununterbrochenen Einnahme auftritt. Insbesondere bei den Tranquilizern zeigt sich ein großer Anteil von Patientinnen und Patienten, die solche Mittel in kontinuierlicher Therapie bekommen.
Quelle: Glaeske, G. (2018): Medikamente 2016 - Psychotrope und andere Arzneimittel mit Missbrauchs- und Abhängigkeitspotenzial. In: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (Hrsg.): DHS Jahrbuch Sucht 2018. Lengerich: Pabst Science Publishers.

Prävalenz der Medikamentenabhängigkeit

Es wird geschätzt, dass durch Langzeitanwendung in Deutschland etwa 1,2 bis 1,5 Millionen Menschen abhängig von Tranquilizern und Schlafmitteln sind – vor allem ältere Menschen und darunter vor allem Frauen, weitere etwa 300.000 bis 400.000 Menschen von anderen Arzneimitteln. Dies sind insgesamt rund 1,5- 1,9 Millionen Menschen.

Quelle: Glaeske, G. (2018): Medikamente 2016 - Psychotrope und andere Arzneimittel mit Missbrauchs- und Abhängigkeitspotenzial. In: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (Hrsg.): DHS Jahrbuch Sucht 2018. Lengerich: Pabst Science Publishers.

Weiterführende Literatur zum Thema "Medikamente"

Leitet Herunterladen der Datei einFaltblatt  "Amphetamine"

Leitet Herunterladen der Datei einFaltblatt "Benzodiazepine"

Leitet Herunterladen der Datei einFaltblatt "Schmerzmittel"

Leitet Herunterladen der Datei einBasisinformationen "Medikamente"

Leitet Herunterladen der Datei einSuchtmedizinische Reihe, Band 5 "Medikamentenabhängigkeit"

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