Zum Weltfrauentag am 8. März: Geschlechtsspezifische Prävention und Therapie gehören stärker in den Fokus


Die aktuellen Zahlen zeigen: Frauen trinken heute zwar insgesamt gesehen weniger Alkohol als Männer, jedoch wächst die Zahl derjenigen Frauen, die riskantes oder abhängiges Konsumverhalten zeigen. Auch der Tabakkonsum von Frauen steigt im Verhältnis zu den Vorjahren. Um dieser Tendenz entgegen zu wirken, sind frauenspezifische Präventionskonzepte und Behandlungsansätze dringend notwendig.

Die Lebenswelten von Frauen in unserer Gesellschaft haben sich verändert. Frauen können ihr Leben nach eigenen Vorstellungen gestalten; Gleichberechtigung und Autonomie scheinen selbstverständlich zu sein. Dennoch ist für viele Frauen ein selbstbestimmtes Leben an die Notwendigkeit gebunden, in einer von Männern dominierten Gesellschaft zu bestehen und sich zu behaupten. Lässt sich also der steigende Alkoholkonsum von Frauen als Schattenseite der Emanzipation verstehen? 

Es gibt viele Faktoren, die für dieses Konsumverhalten eine Rolle spielen können: geänderte Lebenswelten von Frauen, in denen sie es Männern gleichtun wollen oder vermeintlich müssen, Stress bei dem Versuch, Beruf und Familie zu vereinbaren oder die Einflussnahme von Alkohol- und Tabakwerbung, für die Frauen eine Erfolg versprechende Zielgruppe darstellen.  

Wie eine Studie des Robert-Koch-Instituts deutlich macht, gibt es einen deutlichen Zusammenhang zwischen Bildungsstatus und riskantem Alkoholkonsum bei Frauen. Es sind danach insbesondere Frauen ab 30 Jahren mit hohem Bildungsstatus, die Alkohol häufiger riskant konsumieren als gleichaltrige Frauen mit niedrigem Bildungsstatus.  

Um dieser Tendenz entgegen zu wirken, benötigen Frauen besondere, Präventionskonzepte und Behandlungsansätze, die die geschlechtsspezifischen Wirkungen von Alkohol und seine negativen gesundheitlichen Konsequenzen genauso berücksichtigen wie die Lebenswelten, in denen Frauen sich heute bewegen. 

Neben den geschlechtsspezifischen Präventionsansätzen geht es auch darum, so genannte verhältnispräventive Maßnahmen weiter auszubauen, das heißt Maßnahmen, die sich auf die gesundheitsförderliche Veränderung von Umweltbedingungen und gesellschaftlichen Strukturen („Verhältnisprävention“) richten. Verschiedene internationale Studien belegen die Wirksamkeit von verhältnispräventiven Maßnahmen. Das gilt insbesondere für Angebote, die darauf abzielen, das Angebot und die Werbung einzuschränken und die Preise für Alkohol zu erhöhen.

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