Etwa 4 - 5 % aller häufig verordneten Arzneimittel besitzen ein eigenes Suchtpotenzial. Alle psychotropen Arzneimittel wie z. B. Schlafmittel und Tranquilizer vom Benzodiazepin- und Barbitursäure-Typ, zentral wirkende Schmerzmittel, codeinhaltige Medikamente oder auch Psychostimulantien sind rezeptpflichtig. Schätzungsweise ein Drittel dieser Mittel werden nicht wegen akuter Probleme, sondern langfristig zur Suchterhaltung und zur Vermeidung von Entzugserscheinungen verordnet.
(Quelle: Glaeske, Janhsen 2002 und 2003; Hoffmann, 2005; Hoffmann, Glaeske, 2006)
Umsatz der Psychopharmaka 2007
Präparategruppe |
Verkaufte Packungen
in Mio. und
Veränderung
gegenüber Vorjahr |
Industrieumsatz
(in Mio. Euro) |
Apothekenumsatz
(in Mio. Euro) |
Schlaf- und
Beruhigungsmittel,
Benzodiazepin-
Derivate, die benzo-
diazepinähnliche
Wirkstoffe (19,9 Mio.
o. 57% aller Packun-
gen) oder pflanzliche
Stoffe (9,6 Mio. oder
43% aller Packungen)
enthalten |
29,5 (-2%) |
etwa 126 |
etwa 380 |
Tranquilizer, die
„klassischen“
Benzodiazepine |
11,2 (-7%) |
etwa 34 |
etwa 300 |
2007 wurden 149,3 Mio. Packungen Schmerzmittel verkauft, davon 122 Mio. Packungen nicht-rezeptpflichtige Schmerzmittel (rund 80 %), einschl. Mittel mit Kodein und Koffein.
(Quelle: Glaeske, 2009)
Weiterführende Literatur zum Thema "Medikamente"
Faltblatt
"Amphetamine"
Faltblatt
"Benzodiazepine"
Faltblatt
"Schmerzmittel"
Basisinformationen
"Medikamente"