| Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, viele einzelne Menschen an vielen verschiedenen Orten engagieren sich in der Suchthilfe, Sucht-Selbsthilfe, Suchtprävention, Suchtforschung und Suchtpolitik. Ohne sie alle wäre die Arbeit der DHS nicht zu stemmen. Wir sagen herzlichen DANK für interessante Impulse, hilfreiche Anregungen, konstruktive Kritik, vielfältige Unterstützung und die gute Zusammenarbeit im Jahr 2025! Zum Jahresende blicken wir zurück auf ereignisreiche Monate und freuen uns auf 2026: Die DHS Fachkonferenz SUCHT 2025 – schon Wochen vor dem Start komplett ausgebucht – lieferte wertvolle Impulse für die Schnittstellenarbeit in der Suchthilfe und trug zur Vernetzung bei. Der bundesweite Aktionstag Suchtberatung am 13. November stellte aktuelle Problemlagen in den Fokus. Die DHS fordert, Suchtberatung als kommunale Pflichtleistung endlich gesetzlich zu verankern. Unser Versprechen: Auch in 2026 setzen wir uns weiter für die auskömmliche Finanzierung der Suchtberatungsstellen in Deutschland ein und bekräftigen unsere Forderungen an die Bundesregierung, die enormen Zukunftsherausforderungen anzugehen. Dazu muss sie: - dafür sorgen, dass so wenig Menschen wie möglich von Suchtstoffen abhängig sind oder diese in problematischer Weise konsumieren, indem sie die Weichen für eine flächendeckende, wirkungsvolle Suchtprävention, für stabile Beratungsangebote und Behandlungsstrukturen sowie Sucht-Selbsthilfe sicherstellt, finanziert durch eine zweckgebundene Abgabe auf legale Suchtstoffe wie Tabak und Alkohol sowie auf abhängigkeitserzeugende Angebote im Internet oder Glücksspielen,
- ohne die Freiheit der Konsumierenden zu beschränken, die vielfältigen schädlichen Konsum- und Suchtanreize abbauen, unter anderem durch Werbeverbote, Jugendschutz und Verkaufsbeschränkungen (Verhältnisprävention) bei legalen Suchtmitteln und abhängigkeitserzeugenden Angeboten,
- ein klares Bekenntnis ablegen zu einer aktiven und koordinierenden Rolle des Bundes in der Sucht- und Drogenpolitik mit einem starken Sucht- und Drogenbeauftragten, einem Rat zur Koordinierung der sucht- und drogenpolitischen Aktivitäten von Bund und Ländern und einer aktiven Einbindung von Wissenschaft und Praxis.
Die 10. Auflage der Aktionswoche Alkohol vom 13. bis 21. Juni 2026 steht unter dem Motto „Entdecke, wie viel mehr in dir steckt – mit weniger oder ganz ohne Alkohol". Dabei thematisieren wir auch einen anderen gesellschaftlichen Umgang mit Alkohol. Wir freuen uns, wenn Sie sich mit einer eigenen Veranstaltung beteiligen. Alle Infos zu Zielen, Hintergründen und Teilnahmebedingungen finden Sie auf aktionswoche-alkohol.de. Für das Jahr 2026 wünschen wir Ihnen vor allem Gesundheit, Freude & Erfolg! Eine schöne Weihnachtszeit & herzliche Grüße aus Hamm Ihr Team der DHS Geschäftsstelle
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Der DHS Newsletter 5-2025 informiert Sie über folgende Themen: Aus der DHS - DHS: Fachkonferenz Sucht 2025 – Austausch und Vernetzung
- DHS: Vorstandsvorsitz bestätigt – mit bewährter Besetzung
- DHS: Neue Mitglieder im Wissenschaftlichen Kuratorium
- DHS & BAG-S: Stellungnahme zum Konzept „Therapie statt Strafe“
- DHS: Aktueller Stand der Überarbeitung des KDS 4
- DHS Bibliothek: Zahlreiche Serviceangebote
Prävention - Aktionswoche Alkohol 13. bis 21. Juni 2026: „Entdecke, wie viel mehr in dir steckt – mit weniger oder ganz ohne Alkohol"
- ABNR: Rauchfrei im Auto – Gesundheitsschutz für Kinder, Jugendliche und Schwangere stärken
- IFT Nord: „Be Smart – Don’t Start“
- BVPG: Neue Geschäftsführung
- BVPG: Executive Summaries für die Praxis & politische Umsetzung
- blu:prevent: Neues Risikomodul in blu:interact
- Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Umfrage zu Diskriminierung
Suchthilfe und Sucht-Selbsthilfe - DHS: Aktionstag Suchtberatung 2025 „Sucht geht uns alle an, Hilfe auch!“
- DG-Sucht: Open Hearts – Open Minds-Initiative zur Entstigmatisierung von Suchterkrankungen
- DSHS: Jahresbericht 2024 erschienen
- Suchtkooperation NRW: Queere Menschen in der Suchthilfe
- Suchtkooperation NRW: Themenseite & Infobrief „Künstliche Intelligenz in der Suchthilfe“
- Digi-Sucht: Bundesdrogenbeauftragter übernimmt Schirmherrschaft – Teilnahme Mecklenburg-Vorpommern ab 2026
- SuchtGPT: Online Infos rund um Sucht & Substanzkonsum
- DHS Info zu Naloxon: Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung
- Universitätsklinikum Freiburg: Lebensgefährliche Verwechslung bei Online-Tabletten
- Legal-High-Inhaltsstoffe.de: Fachinformation zum Auftreten hochpotenter synthetischer Opioide auf LSD-typischen Blottern
- Initiative Kinder ohne Alkohol & Nikotin: Neuer Koordinator
- AA: Online Veranstaltung zu Grundsätzen & Arbeitsweise der Anonymen Alkoholiker
- AA: Gut durch die Feiertage – Angebote zu Weihnachten und zum Jahreswechsel
- BKD: Aus „Try Dry“ wird „Dry Challenge“
- BKD: Neue Leitung der Verbandsarbeit ab 2026
- BAG-EPS: Fachpolitische Stimme betroffener Eltern & zivilgesellschaftliche Kraft
- NA: Wachstum um 25 Prozent
- DGPPN & Aktionsbündnis Seelische Gesundheit: Anstistigma-Preis 2025
Aus der Forschung - EKOCAN: Erster Zwischenbericht der Evaluation des Konsumcannabisgesetzes liegt vor
- RKI Projekt DRUCK-Surv: Surveillance von Drogen und chronischen Infektionskrankheiten
- ESA 2024: Konsum psychoaktiver Substanzen in Deutschland
- IFT Nord: Neue Nikotinprodukte unterlaufen gesetzliche Bestimmungen und den Jugendschutz
- BIÖG: Drogenaffinitätsstudie 2025 - Cannabiskonsum junger Menschen
- Uni Hamburg: Querschnittsstudie zur Verbreitung von Substanzkonsum unter Personen in Wohnungslosigkeit
- TH Nürnberg: International Conversation Series Addiction and Drug Use
- BAS-München: 52. Suchtforschungstelegramm
Aus aller Welt - Sucht Schweiz: Petition gegen Kürzungen in der Suchthilfe und -prävention eingereicht
- Fachverband Sucht Schweiz: Update der Website alterundsucht.ch
- Eurocare: NGOs in Brüssel auf der Kippe
- ESPAD: Europäische Schülerstudie 2024 zu Alkohol und anderen Drogen
- EUDA: Evidence-Datenbank & Best Practice Portal
- WHO: Schätzungen der Prävalenz des Tabakkonsums
Veröffentlichungen - DHS: Broschüre zu Cannabis in Leichter Sprache
- DHS: Trinktagebuch App ist in Überarbeitung
- DHS: Informationen zu Sucht & Drogen in vielen Sprachen verfügbar
- BKD: Broschüre „Alkohol in Lebensmitteln“
- Infodrog: Vom Badesalz zu Mephedron & Co. – Faktenblatt zu synthetischen Cathinonen
- Konturen online: Fachbeitrag zu Alkoholkonsum im gesellschaftlichen Kontext
- Suchtmagazin: Heft zu niederschwelliger Suchtarbeit
- Zeitschrift Sucht: Themenschwerpunkt Trauma und Sucht
- Aktionberatung: Schnittstellenmanagement zwischen Behinderten- und Suchthilfe
- Mindzone: Neue Video-Folgen im virtuellen Infostand
- BKD: Blaukreuz-Versandbuchhandlung
Veranstaltungen - Verbändeübergreifender Fachtag Soziale Teilhabe am 25. Februar 2026 in Kassel
- 110. Wissenschaftliche Jahrestagung des Bundesverbandes Suchthilfe e. V. am 18. und 19. März 2026
- CaSu-Fachtage 2026 am 07. und 08. Mai 2026 in Aachen
- 30. Hamburger Suchttherapietage vom 11. bis 13. Mai 2026 in Hamburg
- 47. fdr+sucht+kongress am 16. und 17. Juni 2026 in Hannover
Weiterbildungen - DGWS: Neue Angebote starten
- DGWS: Qualifizierte MPU-Vorbereitung in der Suchthilfe
- LS-LSA: MOVE Anwenderschulung
- UK Halle: Online-Fortbildung Update 2025 – FASD meets Geburtshilfe
- Guttempler: Ausbildung zum/zur ehrenamtlichen Suchtgefährdetenhelfer:in
- blu:prevent: Online Workshops zur Digitalen Suchtprävention
- Bildung und Beratung Bethel: Weiterbildung zur/zum Sucht- und Sozialtherapeut:in mit dem Schwerpunkt „Zusatzausbildung für die Arbeit mit chronisch abhängigen und mehrfach beeinträchtigten Menschen (CMA)“
- Fachstelle für Suchtprävention Berlin: Zertifikatskurs „Fachkraft Suchtprävention im Kontext Schule und Jugendarbeit“
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Aus der DHS
| DHS: Fachkonferenz Sucht 2025 – Austausch und Vernetzung Die DHS Fachkonferenz SUCHT vom 27.-29. Oktober 2025 in Potsdam stand unter dem Motto „Schnittstellen gemeinsam gestalten“. Fachkräfte und Expert:innen aus den Bereichen Suchthilfe, Medizin, Psychotherapie, Sozialer Arbeit, Politik, Forschung und der Sucht-Selbsthilfe nutzten die dreitägige Veranstaltung, um sich sektorenübergreifend auszutauschen und zu vernetzen. Der intensive fachliche Austausch und das breitgefächerte Spektrum von Vortrags-, Diskussions- und Workshopthemen erwies sich als förderlich für die weitere schnittstellenübergreifende Zusammenarbeit. Vor allem die interdisziplinäre Zusammenarbeit, die durch die Teilnehmenden der DHS Fachkonferenz SUCHT abgebildet wurde, brachte neue Erkenntnisse und wegweisende Impulse. Der Appell, sektorübergreifend den Wissensaustausch zu fördern, wurde vielfach hervorgehoben. In der Evaluation bezeichneten sich 98 % der Teilnehmenden als „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“ mit ihrer Konferenzerfahrung. „Sehr zufrieden“ oder „zufrieden“ mit den Möglichkeiten zur Vernetzung, Austausch und Diskussion zeigten sich insgesamt 96 % der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Den ausführlichen Nachbericht zur DHS Fachkonferenz SUCHT 2025 lesen Sie auf dhs.de. DHS: Vorstandsvorsitz bestätigt – mit bewährter Besetzung In der jüngsten Mitgliederversammlung der DHS wurden Prof. Dr. Norbert Scherbaum als Vorstandsvorsitzender sowie Corinna Mäder-Linke und Eva Egartner als stellvertretende Vorsitzende erneut in ihre Ämter gewählt. Mit diesem bewährten Leitungs-Trio setzt die DHS auf Kontinuität, Fachkompetenz und Verlässlichkeit in der Weiterentwicklung ihrer Arbeit. Prof. Dr. Norbert Scherbaum gehört seit September 2021 dem Vorstand an. Er ist Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der LVR-Universitätsklinik Essen, Kliniken/Institut der Universität Duisburg-Essen, und zugleich Professor für Psychiatrie und Psychotherapie an der Medizinischen Fakultät Essen. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen die Klinikleitung und die Vertretung des Fachs in Forschung und Lehre, die Suchtforschung sowie zahlreiche Gremientätigkeiten, unter anderem als Vorsitzender der Beratungskommission der Ärztekammer Nordrhein zur substitutionsgestützten Behandlung Opiatabhängiger, als Mitglied im Sachverständigenausschuss des Bundesministeriums für Gesundheit zur Bewertung von Suchtmitteln und als Mitglied des Ausschusses Sucht und Drogen der Bundesärztekammer. Corinna Mäder-Linke gehört dem DHS-Vorstand bereits seit 2018 an. Sie ist Geschäftsführerin des Bundesverband Suchthilfe e. V. (bus.) sowie der Deutschen Gesellschaft für Weiterbildung in der Suchttherapie gGmbH (DGWS). In diesen Funktionen vertritt sie die Interessen der Einrichtungen der ambulanten, ganztägig ambulanten und stationären medizinischen Rehabilitation ebenso wie die der Suchtberatungsstellen und bringt ihre Expertise in die politische und fachliche Weiterentwicklung der Suchthilfe ein. Ebenfalls wiedergewählt wurde Eva Egartner, die seit 2023 im DHS-Vorstand ist. Sie ist geschäftsführende Vorsitzende des Fachverbandes Drogen- und Suchthilfe e. V. (fdr+) in Berlin. Ihr besonderes Engagement gilt der Interessenvertretung der Fachkräfte in Suchthilfe, Prävention und Sucht-Selbsthilfe, der Beratung in suchthilfepolitischen Fragen sowie der Förderung eines stigmafreien Umgangs mit Suchterkrankungen. Sie setzt sich zudem für den Ausbau niedrigschwelliger Angebote wie Substitution, Konsumräume oder Drug-Checking ein. Die DHS gratuliert allen Gewählten sehr herzlich und dankt ihnen für ihr fortdauerndes Engagement im Sinne der gemeinsamen Ziele. Alle Vorstände sowie die Neubesetzung der Fachausschüsse finden Sie hier. DHS: Neue Mitglieder im Wissenschaftlichen Kuratorium Prof. Dr. Hans-Jürgen Rumpf, Dr. Gallus Bischof und PD Dr. Tobias Effertz wurden kürzlich in ihren Ämtern als Sprecher und stellvertretende Sprecher des Wissenschaftlichen Kuratoriums der DHS bestätigt. Hans-Jürgen Rumpf ist außerordentlicher Professor an der Universität Lübeck, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie. Er leitet dort u.a. die Forschungsgruppe S:TEP (Substanzgebrauch und verwandte Störungen: Behandlung, Epidemiologie und Prävention), der auch Gallus Bischof angehört. Neben der klinischen und seiner Ausbildungstätigkeit forscht Gallus Bischof zu Aspekten von Suchterkrankungen mit einem besonderen Fokus auf Angehörige von Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen. Tobias Effertz ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut Recht der Wirtschaft der Universität Hamburg. Unter anderem zählen Public Health und Health Economics zu seinen Forschungsschwerpunkten. Als neue Mitglieder ihres wissenschaftlichen Kuratoriums begrüßt die DHS sehr herzlich: Prof. Dr. Eva Hoch (Institut für Therapieforschung, IFT), Dr. Carolin Kilian (Zentrum für interdisziplinäre Suchtforschung (ZIS) der Universität Hamburg), Prof. Dr. Marion Laging (Hochschule Esslingen), Dr. Jakob Manthey (Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung (ZIS) der Universität Hamburg), Prof. Dr. Torsten Passie (Berolina Klinik Löhne/Bad Oeynhausen), Prof. Dr. Jeanette Pohl (Internationale Hochschule Erfurt), Prof. Dr. Sabina Ulbricht (Universitätsmedizin Greifswald), Prof. Dr. Bernd Werse (Frankfurt University of Applied Sciences), Dr. Angela Buchholz (UKE Hamburg) und Prof. Dr. Ulrich Frischknecht (Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen). Die DHS freut sich auch über die Bereitschaft vieler langjähriger Kuratoriumsmitglieder zur weiteren Mitarbeit. Die Gesamtübersicht aller Mitglieder des Wissenschaftlichen Kuratorium der DHS finden Sie auf unserer Website. DHS & BAG-S: Stellungnahme zum Konzept „Therapie statt Strafe“ Das Land Nordrhein-Westfalen unternimmt einen erneuten Vorstoß, um das bewährte Konzept „Therapie statt Strafe“ zu sichern. Die DHS und die Bundesarbeitsgemeinschaft für Straffälligenhilfe e.V. (BAG-S) begrüßen diese Initiative in einer gemeinsamen Stellungnahme. Darin appellieren sie an alle Verantwortlichen, dass Menschen, die im Rahmen von § 35 Betäubungsmittelgesetz (BtMG) eine stationäre Therapie antreten, Zugang zu Leistungen nach dem SGB II erhalten. Die komplette Stellungnahme können Sie auf der DHS Website einsehen. DHS: Aktueller Stand der Überarbeitung des KDS 4 Nach der Auswertung zahlreicher Rückmeldungen zur vorläufigen Itemliste des Deutschen Kerndatensatzes zur Dokumentation in der Suchthilfe (KDS) in der Version 4.0 im Jahr 2024 hat der DHS Fachausschuss Statistik dem DHS Vorstand Anfang des Jahres eine Beschlussvorlage übermittelt. Der DHS Vorstand beschloss die Itemliste in seiner Sitzung im März 2025 und der DHS Fachausschuss Statistik übernahm die Arbeiten am zugehörigen Manual und an der technischen Schnittstelle des KDS. Am 20. November 2025 erläuterte der DHS Fachausschuss Statistik in einer digitalen Infoveranstaltung die Dokumentation nach dem Manual des KDS 4.0. Im Jahr 2026 werden verfügbare Softwaresysteme entsprechende Aktualisierungen vornehmen. Die Dokumentation nach dem KDS 4.0 soll zum 01. Januar 2027 beginnen. Die in der Veranstaltung vorgestellten Informationen können bei der DHS angefragt werden. Senden Sie hierzu bitte eine Mail an das Sekretariat der Geschäftsführung, Christina Klemmer: klemmer[at]dhs.de. DHS Bibliothek: Zahlreiche Serviceangebote Die DHS Bibliothek stellt mehrfach im Jahr neu erfasste Medien, darunter Print- und Online-Dokumente, in Literaturverzeichnissen zusammen. Online-Dokumente können direkt über die angegebenen Links aufgerufen werden. Alle weiteren Publikationen können über die DHS-Bibliothek ausleihweise bezogen werden. Die DHS Bibliothek ist eine öffentlich zugängliche wissenschaftliche Fachbibliothek. Der Bestand steht der interessierten Öffentlichkeit zur persönlichen und beruflichen Information, zum Studium und zur Weiterbildung zur Verfügung. Zu den weiteren Serviceangeboten zählen unter anderen: Hilfestellung und Beratung bei der Suche nach Literatur; Ausleihe vor Ort und auf dem Postweg und kostenlose individuelle Literaturrecherchen. Studierende und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Fachbereiche können die Bibliothek zur Erstellung ihrer Seminar- und Abschlussarbeiten sowie für Promotionen, Habilitationen und Forschungsarbeiten nutzen.
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Prävention
| Aktionswoche Alkohol 13. bis 21. Juni 2026: „Entdecke, wie viel mehr in dir steckt – mit weniger oder ganz ohne Alkohol" Engagierte aus ganz Deutschland sind unter Federführung der DHS herzlich eingeladen, sich mit einer eigenen Veranstaltung an der bundesweiten Aktionswoche Alkohol vom 13. bis 21. Juni 2026 zu beteiligen – mit Vorträgen, Infoständen, Diskussionsrunden, Mitmachaktionen, Lesungen, Konzerten, Ausstellungen und vielen anderen Formaten. Das Campaigning zur 10. Auflage der Aktionswoche Alkohol rückt die Vorteile eines Lebens ohne Alkohol in den Fokus. Die Präventionskampagne dreht sich um das Gute, das passiert, wenn man weniger trinkt – bessere Gesundheit, mehr Wohlbefinden und neue Energie. Die Poster zur Aktionswoche Alkohol 2026 setzen auf einen klaren, illustrativen Stil. Unter dem Motto: „Entdecke wie viel mehr in dir steckt – mit weniger oder ganz ohne Alkohol" motiviert die Kampagne dazu, eigene Gewohnheiten und Denkmuster rund um das Thema Alkohol zu hinterfragen. Sie will einen gesellschaftlichen Wandel anstoßen – für ein gesundheitsbewusstes Miteinander und eine neue Normalität: Feiern & Spaß haben, das geht auch ohne Alkohol. Voraussichtlich im Januar 2026 schalten wir die Anmeldung für Veranstaltende in unserem Terminkalender frei. Die kostenlosen Give-aways und Informationsmaterialien stehen dann ab dem Frühjahr 2026 für angemeldete Veranstalterinnen und Veranstalter zur Bestellung bereit. Alle Informationen rund um die Aktionswoche Alkohol finden Sie auf www.aktionswoche-alkohol.de. Sie haben Fragen oder Anregungen zur Aktionswoche Alkohol? – Wir helfen Ihnen gerne weiter! Ihre Mail mit dem Betreff „Aktionswoche Alkohol 2026“ richten Sie bitte an Mariana Bumbar: bumbar[at]dhs.de. ABNR: Rauchfrei im Auto – Gesundheitsschutz für Kinder, Jugendliche und Schwangere stärken Rauchen im Auto soll im Beisein von Kindern und Schwangeren verboten werden: Dafür haben sich die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen im Bundesrat eingesetzt. Die Länderkammer hat mehrheitlich für einen Antrag zur Änderung des Bundesnichtraucherschutzgesetzes gestimmt. Das Aktionsbündnis Nichtrauchen (ABNR) mit seinen 21 Mitgliedsorganisationen – darunter auch die DHS – sowie die Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie e.V. unterstützen diesen Antrag mit Nachdruck. Ein Rauchverbot im Auto in Anwesenheit von Minderjährigen und Schwangeren wäre ein Zeichen dafür, dass sich der Staat für den Schutz der Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und Schwangeren einsetzt. Zugleich würde damit ein Beitrag für mehr gesundheitliche Chancengerechtigkeit in Deutschland geleistet. Weitere Informationen: ABNR Appell „Rauchfrei im Auto“ und ABNR Pressemitteilung „Aktionsbündnis Nichtrauchen unterstützt Bürgerforum-Votum für mehr Nichtraucherschutz in Baden-Württemberg“ . IFT Nord: „Be Smart – Don’t Start“ Der 29. Durchgang des Wettbewerbs für rauchfreie Schulklassen „Be Smart - Don´t Start“ ist gestartet. Der bundesweite Wettbewerb wird seit seinem Beginn im Jahr 1997 durch das gemeinnützige Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in Kiel koordiniert. Der Arzt, Wissenschaftsjournalist und Gründer der Stiftung „Gesunde Erde - Gesunde Menschen“ Dr. Eckart von Hirschhausen ist seit 2017 Schirmherr von Be Smart – Don’t Start. Alle Infos zum Wettbewerb finden Sie auf der Be Smart-Website. BVPG: Neue Geschäftsführung Mit Wirkung zum 1. November 2025 hat Dr. Gisela Nellessen-Martens die Position der Geschäftsführerin der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) übernommen und tritt damit die Nachfolge von Dr. Beate Grossmann an. Eine BVPG Pressemitteilung informiert zum Geschäftsführungswechsel. BVPG: Executive Summaries für die Praxis & politische Umsetzung Prävention und Gesundheitsförderung stehen aktuell mehr denn je im Fokus, um Gesundheit und gesellschaftliche Resilienz in Deutschland nachhaltig zu stärken. Mit ihrem Anfang 2025 veröffentlichten Policy Paper hat die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG) bereits einen wichtigen Impuls für die 21. Legislaturperiode gesetzt. Die neuen Executive Summaries dienen dazu, die Empfehlungen und Handlungsoptionen der BVPG-Arbeitsgruppen zu den Schwerpunktthemen „Gesundheitliche Chancengerechtigkeit“, „Bewegung, Sport und Gesundheit“, „Klimawandel und Gesundheit“ sowie „Psychische Gesundheit“ gezielt in die Praxis und politische Umsetzung einzubringen. Die BVPG lädt herzlich dazu ein, die Executive Summaries als Orientierungshilfe für die eigene Arbeit sowie als Grundlage für fachliche und politische Aktivitäten zu nutzen. blu:prevent: Neues Risikomodul in blu:interact Mut zeigen, Grenzen austesten, Neues erleben – das gehört zum Erwachsenwerden dazu. Mit dem neuen Risikomodul in blu:interact lässt sich dieses Bedürfnis gezielt in die Präventionsarbeit integrieren. Das Modul bietet interaktive Übungen zu Mut, Vorsicht und und Risikokompetenz. Es eignet sich für Unterricht, Projekttage oder Präventionsveranstaltungen. Im Paket enthalten sind: Fachlich fundierte Module zur Rausch-Risikobalance, eine Risikobroschüre, Hintergrundmaterial sowie CoachingCards für Fachkräfte. Bei blu:interact können Sie sich kostenlos registrieren und die kostenfreie Risikobroschüre hier bestellen. Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Umfrage zu Diskriminierung Vom 12. November 2025 bis 28. Februar 2026 führt die Antidiskriminierungsstelle des Bundes die bislang größte Umfrage zu Diskriminierung in Deutschland durch. Um möglichst viele Menschen für eine Teilnahme zu gewinnen, wird die Umfrage mit einer bundesweiten Kampagne bekannt gemacht. An der Umfrage können alle Menschen ab 14 Jahren teilnehmen, die in Deutschland Diskriminierung erlebt haben. Die Teilnahme ist anonym, barrierearm und in vielen Formaten und Sprachen möglich. Alle wichtigen Informationen und den Online-Fragebogen finden Sie hier: www.diskriminierung-umfrage.de
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Suchthilfe und Sucht-Selbsthilfe
| DHS: Aktionstag Suchtberatung 2025 „Sucht geht uns alle an, Hilfe auch!“ Mit dem 6. bundesweiten Aktionstag Suchtberatung am 13. November 2025 hat die DHS auf aktuelle Herausforderungen in der Suchthilfe aufmerksam gemacht. Die DHS fordert, Suchtberatung als kommunale Pflichtleistung endlich gesetzlich zu verankern. Denn: Abhängigkeit ist kein Randthema, sondern betrifft die ganze Gesellschaft. Rund 10 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einer Abhängigkeitserkrankung – quer durch alle Altersgruppen und Schichten. Wo Hilfen aufgrund von Mittelkürzungen zurückgefahren werden, drohen Betroffene durchs Raster zu fallen. Die DHS dankt allen Suchtberatungsstellen und Landesstellen für Suchtfragen, die sich am Aktionstag Suchtberatung 2025 beteiligt haben und sich für niedrigschwellige Hilfeangebote vor Ort einsetzen und starkmachen. Die DHS Pressemeldung zum Aktionstag Suchtberatung 2025 finden Sie auf der DHS Website. DG-Sucht: Open Hearts – Open Minds-Initiative zur Entstigmatisierung von Suchterkrankungen Mit der Initiative Open Hearts - Open Minds setzt sich die Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG-Sucht) dafür ein, das Thema Entstigmatisierung von Suchterkrankungen bei Behandelnden und in der Gesellschaft bewusster und greifbarer zu machen. Auch die DHS zählt zu den Unterstützerinnen. Mit einem Manifest zur Entstigmatisierung, das alle großen medizinischen Verbände und federführende Einrichtungen gezeichnet haben, engagiert sich die Initiative für einen respektvollen, diskriminierungsfreien Umgang mit Menschen mit einer Abhängigkeitserkrankung. In einem Testimonial für die Open Hearts – Open Minds Initiative bezeichnet DHS Geschäftsführer Dr. Peter Raiser die Entstigmatisierung von Abhängigkeitserkrankungen als eine „wichtige Aufgabe, die wir uns als Gesellschaft im Ganzen erarbeiten müssen.“ Alle Infos zur Initiative und die Möglichkeit zur Mitzeichnung des Manifests finden Sie auf entstigmatisierung.de. Suchtkooperation NRW: Queere Menschen in der Suchthilfe Queere Menschen sind in der Suchthilfe oft unsichtbar – es fehlen Daten, die ihre spezifischen Bedürfnisse abbilden. Deshalb führen die Kolleginnen von der Landesfachstelle Familie, Geschlechtervielfalt und Sucht Bella Donna der Suchtkooperation NRW, gefördert vom Ministerium für Arbeit Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, derzeit eine Bedarfsabfrage durch. Die Ergebnisse sollen helfen, Lücken zu erkennen und die Suchthilfe inklusiver sowie sensibler zu gestalten. Hier geht es zur Umfrage. Material zum Auslegen können Sie über die Mailadresse info[at]belladonna-essen.de bestellen. DSHS: Jahresbericht 2024 erschienen Der aktuelle Jahresbericht der Deutschen Suchthilfestatistik (DSHS) ist jetzt online verfügbar. Eine barrierefreie Version wird spätestens Ende Januar 2026 bereitgestellt. Suchtkooperation NRW: Themenseite & Infobrief „Künstliche Intelligenz in der Suchthilfe“ Das Thema Künstliche Intelligenz (KI) hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt und findet zunehmend Anwendung in verschiedenen Lebensbereichen. Mit dem Infobrief der Geschäftsstelle der Suchtkooperation NRW „Künstliche Intelligenz in der Suchthilfe“ erhalten Sie eine Einführung ins Thema KI, praxisnahe Erklärungen zu Methoden wie Maschinellem Lernen, Deep Learning und Sprachverarbeitung sowie einen Überblick über die wichtigsten rechtlichen Neuerungen wie den EU AI Act. Der Infobrief benennt bestehende Bedenken, etwa zu Datenschutz, ethischen Fragen oder dem persönlichen Kontakt, und gibt dazu hilfreiche Einordnungen. Anschauliche Anwendungsbeispiele, die den direkten Nutzen für die ambulante Praxis deutlich machen, werden vorgestellt. Den gedruckten Infobrief können Sie über die Mailadresse kontakt[at]suchtkooperation.nrw bestellen. Auf einer Themenseite der Suchtkooperation NRW finden Sie alle Inhalte sowie aktuelle Ergänzungen und weiterführende Infos mit Anwendungsbeispielen, Sammlungen und Literaturverweisen. Auch ethische Aspekte und der KI-Einsatz werden kritisch hinterfragt. Digi-Sucht: Bundesdrogenbeauftragter übernimmt Schirmherrschaft – Teilnahme Mecklenburg-Vorpommern ab 2026 Der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck hat die Schirmherrschaft für die Beratungsplattform DigiSucht übernommen und im Zuge dessen die Wichtigkeit niedrigschwelliger Suchthilfe betont. Über DigiSucht können mittlerweile mehr als 1.200 Suchtberaterinnen und -berater in über 450 Suchtberatungsstellen aus 13 Bundesländern erreicht werden. Ab 2026 nimmt auch Mecklenburg-Vorpommern bei DigiSucht teil. Die Beratung bei DigiSucht erfolgt anonym per Chat oder Videocall und kann einfach in den Alltag integriert werden. Digitale Tools wie Konsumtagebücher unterstützen den Beratungsprozess. DigiSucht hat im Rahmen des Aktionstags Suchtberatung am 13. November 2025 mit einem Livestream auf Instagram (@DigiSucht.de) auf die Relevanz der kommunalen Suchtberatung hingewiesen. SuchtGPT: Online Infos rund um Sucht & Substanzkonsum Der Chatbot SuchtGPT befindet sich aktuell in einer öffentlichen, fachlich begleiteten Testphase. Sucht GPT bietet rund um die Uhr anonyme, DSGVO-konforme Informationen und Hilfestellungen zum Thema Sucht und Substanzkonsum – speziell für Ratsuchende und Angehörige. Der Chatbot nutzt künstliche Intelligenz (KI). Aussagen des Chatbots können deshalb ungenau sein oder Fehler enthalten. Während der Nutzung erfolgt keine menschliche Überprüfung oder Bewertung der Eingaben. Eine Analyse von Chatdialogen erfolgt ausschließlich nachträglich, zum Zwecke der Evaluation und Qualitätssicherung. Der Chatbot ersetzt keine medizinische, psychologische, juristische oder anderweitige Fachberatung. SuchtGPT wurde von der delphi Gesellschaft für Forschung, Beratung und Projektentwicklung mbH und gefördert durch das Bundesministerium für Gesundheit.Weitere Informationen zum Chatbot auf suchtgpt.delphi.de. DHS Info zu Naloxon: Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung Die Dreiundzwanzigste Verordnung zur Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung ist am 14. Oktober 2025 in Kraft getreten. Mit den Regelungen werden die Voraussetzungen für einen breiteren Zugang zu Naloxon-Nasenspray geschaffen. Naloxon-Nasenspray wird aus der Verschreibungspflicht entlassen, mit Ausnahme der von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) als verschreibungspflichtig zugelassenen Arzneimittel, die weiterhin verschreibungspflichtig bleiben. Dadurch wird perspektivisch ermöglicht, dass Naloxon-Nasenspray künftig rezeptfrei in Apotheken erworben werden kann. Zusätzlich wird die ärztliche Verschreibung von Naloxon-Nasenspray erleichtert, indem ärztliche Sammelverschreibungen für Einrichtungen der Drogen- und Suchthilfe, der Obdachlosenhilfe, des Strafvollzuges, der Zollbehörden, der Bundeswehr, der Ordnungsbehörden und der Bundes- und Landespolizei ermöglicht werden. Mit der einrichtungsbezogenen Verschreibung kann Naloxon-Nasenspray für eine Anwendung durch geschulte Mitarbeitende einer der genannten Einrichtungen verfügbar gemacht werden. Die Regelung ermöglicht den genannten Einrichtungen, Naloxon-Nasenspray in ausreichenden Mengen vorsorglich zu beschaffen und bereitzuhalten, um Einsatzkräfte und Konsumierende vor den Folgen einer Überdosierung zu schützen. Mit Naloxon-Nasenspray steht eine für Laien leicht anzuwendende Darreichungsform zur Verfügung. Die neuen Regelungen umfassen keine Finanzierungsfragen. Die individuelle ärztliche Verschreibung der auf dem Markt verfügbaren Naloxon-Präparate bleibt jedoch möglich und wird weiterhin von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erstattet. Auch eine Verschreibung und GKV-Erstattung für den ärztlichen Praxisbedarf, ein Krankenhaus oder für Einrichtungen des Rettungsdienstes bleibt möglich. Bei den neu ermöglichten Sammelverschreibungen für die o.g. Einrichtungen ist hingegen keine spezielle GKV-Erstattung möglich. Universitätsklinikum Freiburg: Lebensgefährliche Verwechslung bei Online-Tabletten Ein interdisziplinäres Team aus Toxikolog:innen des Instituts für Rechtsmedizin und Ärzt:innen der Vergiftungs-Informations-Zentrale des Universitätsklinikums Freiburg hat einen schweren Vergiftungsfall untersucht, bei dem die Einnahme einer Tablette aus dem Internet beinahe tödlich endete. Statt des erwarteten Benzodiazepin-Prodrugs wurde in der Tablette das hochwirksame synthetische Opioid Cyclorphin nachgewiesen. Die betroffene Person musste auf der Intensivstation behandelt werden. Weitere Informationen finden Sie in einer Pressemitteilung der Uniklinik Freiburg. Legal-High-Inhaltsstoffe.de: Fachinformation zum Auftreten hochpotenter synthetischer Opioide auf LSD-typischen Blottern Im Zuge ihrer analytischen Tätigkeit in Bezug auf sogenannte „Legal-Highs“ bzw. Research-Chemicals macht BAS!S - Beratung, Arbeit, Jugend & Kultur e.V. auf folgende Entwicklung aufmerksam: Nachdem sich in letzter Zeit die Fälle schwerer Intoxikationen durch die vermutlich unbeabsichtigte Einnahme hoch potenter synthetischer Opioide aus der Stoffgruppe der Nitazene und Nitazepyne europaweit häufen, konnten diese Substanzen nach geeigneter Probenvorbereitung auch auf sogenannten Blottern, wie sie szenetypischerweise zur Applikation von (zum Teil auch legalen) LSD-(Derivaten) Verwendung finden, festgestellt werden. Konkret wurde die Substanzen Cychlorhpine, Metonitazepyne und N-Desethylisotonitazen auf Papierfilzen mit den Maßen 6x6 mm und einer nicht weiter identifizierbaren, teils farbenfrohen Bedruckung nachgewiesen. Diese Entwicklung stellt ein erhebliches Risiko für Konsumierende dar, teilt BAS!S - Beratung, Arbeit, Jugend & Kultur e.V. mit. Weitere Informationen erhalten Sie auf Legal-High-Inhaltsstoffe.de Initiative Kinder ohne Alkohol & Nikotin: Neuer Koordinator Die Initiative „Kinder ohne Alkohol & Nikotin“ hat einen neuen Koordinator. Christopher Heidt von der Stabstelle Krebsprävention des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) folgt auf Laura Graen. Die Initiative zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Alkohol- und Nikotinmarketing setzt sich dafür ein, dass Kinder und Jugendliche in einer Umgebung aufwachsen, die es ihnen ermöglicht, ihre Persönlichkeit frei von Alkohol- und Nikotinmarketing zu entfalten und von kommerziellen Interessen unbeeinflusste Entscheidungen zu treffen. Weitere Infos finden Sie auf der Website von „Kinder ohne Alkohol & Nikotin“. AA: Online Veranstaltung zu Grundsätzen & Arbeitsweise der Anonymen Alkoholiker Was steckt wirklich hinter den Anonymen Alkoholikern (AA)? Warum stellen sich Menschen in Meetings immer noch mit den Worten „Ich bin Alkoholiker:in“ vor? Und was hat es mit den 12 Schritten und 12 Traditionen auf sich? In einer offenen Online-Veranstaltung geben die Anonymen Alkoholiker Einblicke in ihre Arbeitsweise und Grundsätze – jenseits von Klischees und Vorurteilen. Es geht um Austausch, Verständnis und Aufklärung. Termin: 13. Januar 2026, 14:30 Uhr, Dauer: ca. 1 Stunde. Die Veranstaltung findet online statt und richtet sich an Multiplikator:innen, Fachkräfte, Interessierte und alle, die mehr über AA erfahren möchten. Anmeldungen bitte per E-Mail an: sb-oei[at]anonyme-alkoholiker.de. Nach der Anmeldung erhalten Sie die Zugangsdaten zur Veranstaltung. AA: Gut durch die Feiertage – Angebote zu Weihnachten und zum Jahreswechsel Die Weihnachtszeit und der Jahreswechsel sind für viele Menschen eine besonders sensible Zeit: voller Emotionen, Erinnerungen und gesellschaftlicher Anlässe, bei denen Alkohol oft präsent ist. Für Menschen in der Genesung oder auf dem Weg dorthin kann diese Zeit daher herausfordernd sein. Die Anonymen Alkoholiker (AA) bieten deshalb rund um Weihnachten und Silvester zahlreiche Online- und Präsenzmeetings an, um gut und sicher durch diese Zeit zu kommen – mit Gemeinschaft, Austausch und Unterstützung. Alle aktuellen Angebote und Termine finden Sie auf der AA-Website. Die Übersicht wird laufend aktualisiert, sodass stets die neuesten Informationen verfügbar sind. BKD: Aus „Try Dry“ wird „Dry Challenge“ Was ursprünglich als „Try Dry“ gestartet ist, wird nun unter dem neuen Projektnamen „Dry Challenge“ fortgeführt. Die Grundidee bleibt jedoch die gleiche: einen Monat lang ganz bewusst auf Alkohol zu verzichten. Dieses suchtpräventive Engagement des Blaues Kreuz in Deutschland e.V. (BKD) wird von der Barmer unterstützt. Es richtet sich an alle, die erfahren möchten, welche positiven Veränderungen ein Monat ohne Alkohol mit sich bringt – allerdings nicht an Menschen mit einer Alkoholabhängigkeit. Jede und jeder entscheidet selbst, welcher Monat im Jahr es sein soll. Zum Jahreswechsel steht der traditionelle „Dry January“ an. Pünktlich zum Start wird eine neue App veröffentlicht. Sie bietet unter anderem ein Abstinenz- und Stimmungstagebuch, um persönliche Veränderungen festzuhalten, sowie digitale Abzeichen („Badges“), die kleine Erfolge belohnen. Informationen, Impulse und Neuigkeiten zur App gibt es auf dem Social-Media-Kanal @Dryjanuaryde. BKD: Neue Leitung der Verbandsarbeit ab 2026 Der Bundesvorstand des Blauen Kreuz Deutschland e.V. (BKD) hat den 38-jährigen Theologen Lukas Schülbe in die Leitung der Verbandsarbeit berufen. Er ist seit Mai 2023 in der Verbandsarbeit des BKD als Bildungsreferent mit Schwerpunkt Westfalen angestellt. Seit Juli 2025 entwickelt er mit einem interdisziplinären Team aus Ehrenamt, Suchtforschung, E-Learning und Öffentlichkeitsarbeit ein überwiegend digitales Angebot der Grundausbildung. Lukas Schülbe übernimmt zum 01. Januar 2026 die Verbandsleitung. Schrittweise erfolgt bis Mai 2026 die Übergabe der Verantwortungsbereiche von Jürgen Naundorff. Jürgen Naundorff nimmt bis dahin Aufgaben in der Vernetzung, Gremienvertretung und im Bereich Ideelles und Grundlagen innerhalb des Blauen Kreuzes Deutschland wahr. Auch auf internationaler Ebene gibt es Veränderungen: Als Präsident des Internationalen Blauen Kreuzes (IBC) ist Reinhard Jahn (Wuppertal) bestätigt worden. Seine Aufgabe im internationalen Dachverband nimmt er nun für weitere vier Jahre wahr. Mehr dazu erfahren Sie in einer BKD Pressemitteilung. BAG-EPS: Fachpolitische Stimme betroffener Eltern & zivilgesellschaftliche Kraft Engagierte Eltern, Landesverbände der Elternselbsthilfe sowie betroffene Angehörige aus dem gesamten Bundesgebiet haben sich Anfang September 2025 zur Bundesarbeitsgemeinschaft Elternstimme in Prävention und Suchthilfe e. V. (BAG-EPS) zusammengeschlossen. BAG-EPS führt die fachpolitische Arbeit der Initiative fragEltern fort, die seit 2021 in Nordrhein-Westfalen mit Kampagnen, Fachtagungen, politischen Stellungnahmen und Forschungsimpulsen auch bundesweit auf sich aufmerksam gemacht hat. Mit diesem neuen bundesweiten Verband möchte die BAG-EPS die Perspektive von Eltern in der (Sucht-)Prävention, Suchthilfe sowie in der Bildungs-, Jugend- und Gesundheitspolitik sichtbar machen, stärken und strukturell verankern sowie die betroffenen Eltern in der Bewältigung ihrer Herausforderungen stärken. Die BAG-EPS versteht sich als fachpolitische Stimme betroffener Eltern und als zivilgesellschaftliche Kraft für einen wirksameren, familienorientierten Umgang mit den Herausforderungen psychischer Gesundheit und Sucht im Jugendalter. NA: Wachstum um 25 Prozent In zweijährlichem Rhythmus führt Narcotics Anonymous (NA) eine Mitgliederbefragung durch, an der 2024 weltweit annähernd 32.400 NA-Mitglieder teilgenommen haben. Die Selbsthilfegemeinschaft ist seit ihrer Gründung 1953 auf 72.200 wöchentliche Meetings in 143 Ländern angewachsen, die in 77 Sprachen abgehalten werden. Das erste NA-Meeting in Europa fand 1978 in Frankfurt am Main statt. Deutschland und Österreich richten heute wöchentlich 437 Meetings in 115 Städten aus, davon 78 Meetings online. Im Vergleich mit den Zahlen von 2018 bedeutet das ein Wachstum von 25 Prozent. Weitere Zahlen und Statistiken finden Sie auf der Website von Narcotics Anonymous. DGPPN & Aktionsbündnis Seelische Gesundheit: Anstistigma-Preis 2025 Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) und das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit haben im Rahmen des DGPPN Kongresses in Berlin vier Projekte mit dem Ulrike-Fritze-Lindenthal-Antistigma-Preis 2025 geehrt. Die Auszeichnung würdigt Initiativen, die sich für die nachhaltige gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit psychischen Erkrankungen einsetzen. Das Preisgeld von insgesamt 20.000 Euro wurde zu gleichen Teilen an vier Organisationen vergeben, darunter auch der Verein Recovery Deutschland für die Recovery Walks für Menschen mit Suchtgeschichte. Weitere Infos auf der DGPPN-Website.
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Aus der Forschung
| EKOCAN: Erster Zwischenbericht der Evaluation des Konsumcannabisgesetzes liegt vor Im Jahr 2024 haben in Deutschland schätzungsweise 5,3 Millionen Erwachsene Cannabis konsumiert. Die Anbauvereinigungen produzierten dagegen 0,1 % der benötigten Menge. Die Marktanteile des legalen Eigenanbaus sowie des aus illegaler Produktion oder Weitergabe stammenden Cannabis können demgegenüber derzeit nicht quantifiziert werden. Die verfügbaren Daten sprechen zudem mehrheitlich bisher nicht dafür, dass sich das Konsumcannabisgesetz (KcanG) kurzfristig auf die Anzahl der jugendlichen oder erwachsenen Konsumierenden ausgewirkt hat. Die Teillegalisierung dieser Droge durch das KCanG hat jedoch zu einem starken Rückgang der im Zusammenhang mit Cannabis registrierten Straftaten geführt. So wies die Polizeiliche Kriminalstatistik 2024 in diesem Bereich 100.000 Strafverfahren weniger aus als im Vorjahr. Insbesondere Kleinkonsumierende werden nicht mehr strafrechtlich verfolgt. Dies sind die ersten, vorläufigen Ergebnisse des Verbundprojektes EKOCAN, die im Rahmen eines Zwischenberichts vorgelegt wurden. EKOCAN ist ein von Bundesministerium für Gesundheit beauftragtes unabhängiges wissenschaftliches Konsortium zur Evaluation des KCanG. In dem Forschungsvorhaben werden eigene Daten erhoben und außerdem Informationen aus sonstigen Studien sowie vorliegende Routinedaten zusammengeführt. Der Abschlussbericht wird im April 2028 erwartet. Der erste Zwischenbericht der Evaluation des Konsumcannabisgesetzes ist online auf der Website der Universität Hamburg verfügbar. Mit einem Statement zum Zwischenbericht ordnet die DHS die ersten Ergebnisse der Evaluation ein. Das vollständige DHS Statement finden Sie in einer Pressemitteilung auf dhs.de. RKI Projekt DRUCK-Surv: Surveillance von Drogen und chronischen Infektionskrankheiten Der aktuelle Newsletter zum Projekt DRUCK-Surv – Surveillance von Drogen und chronischen Infektionskrankheiten – des Robert Koch-Instituts ist online. DRUCK-Surv ist ein zweijähriges, vom Bundesministerium für Gesundheit gefördertes Projekt des Robert Koch-Instituts, in dem ein Monitoringsystem zur Erhebung von Daten zu HIV, Hepatitis C und B bei Menschen, die Drogen injizieren, in 14 Städten- und Regionen aufgebaut wird. Eine erste Erhebungsrunde wurde 2025 durchgeführt. Der Newsletter #3 informiert über den aktuellen Stand und die nächsten Schritte des Projektes und stellt das Projektteam vor. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der RKI Website. ESA 2024: Konsum psychoaktiver Substanzen in Deutschland In regelmäßigen Zeitabständen wird seit den 1980er Jahren mit dem Epidemiologischen Suchtsurvey (ESA) der Konsum von Alkohol, Tabak, illegalen Drogen sowie Medikamenten in der Allgemeinbevölkerung Deutschlands erfasst. Dabei steht die Beobachtung von Trends des Substanzkonsums und seiner Folgen im Vordergrund. Außerdem nimmt der Epidemiologische Suchtsurvey mit wechselnden Schwerpunkten auf aktuelle Forschungsfragen und Entwicklungen Bezug. Die Ergebnisse des Epidemiologischen Suchtsurveys (ESA) 2024 zum Konsum psychoaktiver Substanzen in Deutschland liegen jetzt vor und können auf der ESA-Website eingesehen werden. BIÖG: Drogenaffinitätsstudie 2025 - Cannabiskonsum junger Menschen Das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit (BIÖG, vormals BZgA) hat Entwicklungen und Trends zum Cannabiskonsum junger Menschen in Deutschland aus dem Forschungsbericht zur „Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2025“ (kurz: Drogenaffinitätsstudie) auf seiner Website bereitgestellt. Mit den wiederholt durchgeführten Drogenaffinitätsstudien liegen mit den Erhebungsjahren 2023 und 2025, sowohl Ergebnisse ein Jahr vor und ein Jahr nach Inkrafttreten des Konsumcannabisgesetzes (KCanG) im Jahr 2024 vor. Darüber hinaus erlauben die Ergebnisse der Drogenaffinitätsstudien aus über drei Jahrzehnten auch eine Analyse langfristiger Trends. IFT Nord: Neue Nikotinprodukte unterlaufen gesetzliche Bestimmungen und den Jugendschutz Kinder und Jugendliche konsumieren zunehmend E-Zigaretten und Nikotinbeutel. In Deutschland ist der Verkauf dieser Produkte an Kinder und Jugendliche illegal. Nikotinbeutel dürfen ganz unabhängig vom Lebensalter an niemanden legal verkauft werden. Eine Studie unter Leitung von Rainer Hanewinkel (IFT Nord) hat untersucht, ob beim Vertrieb von neuen Nikotinprodukten (E-Zigaretten und Nikotinbeutel) gesetzliche Bestimmungen eingehalten und der Jugendschutz gewahrt wird. Dabei zeigte sich u.a., dass beim Vertrieb von Nikotinbeuteln weder gesetzliche Bestimmungen eingehalten werden, noch der Jugendschutz gewahrt ist. Bei den E-Zigaretten ist der Jugendschutz hingegen besser geregelt. Details zur Studie finden Sie hier. Uni Hamburg: Querschnittsstudie zur Verbreitung von Substanzkonsum unter Personen in Wohnungslosigkeit Repräsentative Daten über den Substanzkonsum von wohnungslosen Menschen (MIW, Menschen in Wohnungslosigkeit) in Deutschland fehlen weitgehend. Eine bundesweite multizentrische Querschnittstudie der Uni Hamburg kommt zu der Schlussfolgerung, dass es angesichts der steigenden Zahl von MIW sowie der weit verbreiteten Verfügbarkeit von Substanzen und der zunehmenden Zahl von Drogentoten in Deutschland von entscheidender Bedeutung ist, die Situation weiterhin zu beobachten und den Betroffenen gezielte Unterstützung anzubieten. Die Originalarbeit wurde im Deutschen Ärzteblatt publiziert. TH Nürnberg: International Conversation Series Addiction and Drug Use Die TH Nürnberg führt in Zusammenarbeit mit Kolleg:innen der Concordia University, Wisconsin, USA, die „International Conversation Series: Addiction and Drug Use“ durch. Es werden aktuelle Themen und Perspektiven von Harm Reduction und Sozialer Arbeit in der Suchthilfe aus den USA, Canada, Finnland, China, Kasachstan, Usbekistan, Kirgistan und Deutschland vorgestellt. Die Veranstaltungen finden jeweils mittwochs von 15:45-17:15 Uhr (deutsche Zeit) online via Zoom statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die nächsten Termine sind am 17. Dezember 2025 zum Thema „From prison to community: The role of social work & probation in supporting vulnerable groups in Kazakhstan“ und am 07. Januar 2026 zum Thema „Social work with psychoactive substance dependency in Kyrgyzystan: Approaches & methods“. Weitere Infos und das vollständige Programm finden Sie auf der Website der TH Nürnberg. BAS-München: 52. Suchtforschungstelegramm Mit ihrem Suchtforschungstelegramm leistet die Bayerische Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen (BAS-München) einen Beitrag zur schnelleren Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in der Praxis. Dazu werden Primär- und Sekundärquellen ausgewertet, wichtige praxisrelevante Erkenntnisse in allgemeinverständlicher Weise aufbereitet und nach Maßgabe aktueller Fragestellungen in der Praxis zusammengestellt. Die Ausgabe 52 des Suchtforschungstelegramms ist Mitte November erschienen.
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Aus aller Welt
| Sucht Schweiz: Petition gegen Kürzungen in der Suchthilfe und -prävention eingereicht Die vom Schweizer Bundesrat und Parlament beschlossenen Sparmaßnahmen führen zu massiven Kürzungen im Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG). In den Bereichen Sucht und Nichtübertragbare Krankheiten (NCDs) sind für das Jahr 2025 knapp ein Viertel des Budgets davon betroffen. Die Schweizer Suchtfachorganisationen bezeichnen die Entscheide als unverantwortlich. Sie warnen, jeder Abbau im Suchtbereich führe zu einer Verschärfung der Probleme und zu Kosten, welche die Einsparungen bei weitem übersteigen werden. Daher lancierten sie im Mai 2025 eine nationale Petition: 9.152 Unterschriften gegen Kürzungen im Suchtbereich wurden gesammelt und inzwischen eingereicht. Aktuell scheint es wenig wahrscheinlich, dass die Kürzungen im Budget 2025 rückgängig gemacht werden. Für 2026 hofften die Schweizer Suchtfachgesellschaften auf mehr Erfolg, um ein weiteres Sparpaket für 2027 abzuwenden. Fachverband Sucht Schweiz: Update der Website alterundsucht.ch Die Plattform AlterundSucht.ch richtet sich an ältere Menschen, Angehörige sowie Fachpersonen aus den Bereichen Sucht, Altersarbeit, Pflege und Medizin. Die Website enthält jetzt auch Themenkapitel zu Verhaltenssüchten im Alter für Menschen ab 55 Jahren und ihnen nahestehende Personen. Die Inhalte wurden 2025 vom Fachverband Sucht in Zusammenarbeit mit Expert:innen erarbeitet. Eurocare: NGOs in Brüssel auf der Kippe Eurocare, ein Zusammenschluss von Nichtregierungs- und Gesundheitsorganisationen mit Mitgliedsorganisationen in verschiedenen europäischen Ländern, darunter auch die DHS, muss sein Büro in Brüssel schließen. Die bezahlten Mitarbeitenden werden zum Jahresende entlassen. Grund dafür ist die Streichung von EU-Mitteln. Bislang wurde Eurocare durch eine Kombination aus Mitgliedsbeiträgen und EU-Zuschüssen finanziert. Die Streichung von EU-Fördergeldern betrifft auch andere NGO´s, wie im Bereich der Tabakprävention. Die Organisation Eurocare steht seit über zwei Jahrzehnten an vorderster Front der Alkoholpolitik und -aufklärung auf EU-Ebene und setzt sich für die Bekämpfung alkoholbedingter Schäden im Bereich der öffentlichen Gesundheit ein. Ab Januar 2026 wird Eurocare weiterhin als Netzwerk von Mitgliedern fungieren sowie Informationen über nationale und internationale Entwicklungen in der Alkoholpolitik austauschen. Die DHS ist bestürzt über die Mittelstreichungen und hat gegenüber dem Eurocare-Vorstand ein anhaltendes Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit auf europäischer Ebene betont. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Eurocare Pressemitteilung. ESPAD: Europäische Schülerstudie 2024 zu Alkohol und anderen Drogen Laut der Europäischen Schülerstudie zu Alkohol und anderen Drogen (ESPAD) gehen der Alkohol-, Rauch- und Cannabiskonsum unter Jugendlichen weiter zurück. Zugleich gibt es einen zunehmenden Konsum bei E-Zigaretten, beim nichtmedizinischen Gebrauch von Arzneimitteln und einen starken Anstieg der Nutzung sozialer Medien, von Online-Spielen und Glücksspiel. Der Bericht ist auf euda.europe.eu verfügbar. EUDA: Evidence-Datenbank & Best Practice Portal Die Evidence-Datenbank ist ein Kernbestandteil des Best Practive Portals, einem Schlüsselprodukt des Gesundheits- und Sozialsektors der European Union Drugs Agency (EUDA). Das Portal informiert über die verfügbaren Erkenntnisse zur drogenbezogenen Prävention, Behandlung und Schadensminderung. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem europäischen Kontext. WHO: Schätzungen der Prävalenz des Tabakkonsums Der “WHO global report on trends in prevalence of tobacco use 2000–2024 and projections 2025–2030” ist Anfang Oktober 2025 erschienen. Darin stellt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Schätzungen der Prävalenz des Tabakkonsums bei der Bevölkerung im Alter von 15 Jahren und älter von 2000 bis 2024 vor. Die Entwicklung wird auf 2030 prognostiziert. Darüber hinaus präsentiert der Bericht eine globale Zusammenfassung der Verwendung verschiedener Tabakprodukte und E-Zigaretten von Kindern im Alter von 13 bis 15 Jahren aus jüngsten nationalen schulischen Umfragen.
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Veröffentlichungen
| DHS: Broschüre zu Cannabis in Leichter Sprache Cannabis ist seit April 2024 in Deutschland teilweise erlaubt. Was sind seitdem die Regeln? Was ist Cannabis überhaupt? Und wenn ich Cannabis nehme: Wie kann ich auf mich achten? Ein Heft unter dem Titel „Wenn Sie Cannabis nehmen wollen: So können Sie auf sich achten“ informiert in Leichter Sprache über einen vorsichtigen Umgang mit Cannabis. Die Broschüre steht voraussichtlich ab Mitte Dezember 2025 auch als Printversion zur Bestellung im DHS Bestellcenter zur Verfügung. DHS: Trinktagebuch App ist in Überarbeitung Mit finanzieller Unterstützung des BKK Dachverbandes überarbeitet die DHS derzeit die beliebte Trinktagebuch App, mit der Interessierte ihr Alkohol-Trinkverhalten tracken können. Voraussichtlich Anfang 2026 wird die umfassend aktualisierte und neu gestaltete App in den App-Stores verfügbar sein. DHS: Informationen zu Sucht & Drogen in vielen Sprachen verfügbar Die DHS bietet zahlreiche Broschüren und Flyer zu Themen der Suchtprävention, Beratung und Hilfe in verschiedenen Sprachen an. Alle Materialien können kostenfrei bestellt oder direkt als PDF heruntergeladen werden. Entdecken Sie unser Angebot im DHS Bestellcenter. Dort können Sie sich über die Filterfunktion einen Überblick verschaffen: Aktivieren Sie unter „Publikationsform“ die Auswahl „Fremdsprachige Broschüren“. So werden Ihnen alle DHS Broschüren angezeigt, die wir in mehreren Sprachen zur Verfügung stellen. Sie finden dort Informationsmaterial zu unterschiedlichen Themen in den Sprachen Arabisch, Bulgarisch, Farsi, Französisch, Italienisch, Paschtu, Polnisch, Rumänisch, Russisch, Türkisch und Ukrainisch. BKD: Broschüre „Alkohol in Lebensmitteln“ Die neue Auflage der Broschüre „Alkohol in Lebensmitteln“ beleuchtet, in welchen Alltagsprodukten Alkohol vorkommt, welche gesetzlichen Kennzeichnungspflichten und Lücken bestehen und wie selbst geringe Mengen rückfallbegünstigend wirken können. Hier können Sie die Broschüre beim BKD bestellen. Infodrog: Vom Badesalz zu Mephedron & Co. – Faktenblatt zu synthetischen Cathinonen Da in den Drug Checkings der Schweiz immer häufiger Cathinone getestet werden, hat Infodrog (Schweiz) zu dieser Gruppe von Substanzen ein Faktenblatt publiziert. Darin finden Sie Informationen zu Wirkungen und Risiken von synthetischen Cathinonen sowie schadensmindernde Botschaften, die beim Konsum beachtet werden sollten. Das Faktenblatt ist online verfügbar. Konturen online: Fachbeitrag zu Alkoholkonsum im gesellschaftlichen Kontext Wie viel Alkohol schadet welchen Personengruppen wie stark? Darüber wurde schon viel diskutiert und geforscht. Mittlerweile ist die Forschungsmeinung, dass es keinen risikoarmen Konsum gibt und jeglicher Alkoholkonsum schädlich ist. Im Gegensatz dazu stehen die deutschen Trinkgewohnheiten. Vor allem im sozialen Beisammensein hat Alkohol seinen festen Platz. Wieso ist das so? Eine neue Studie der Hochschule Emden/Leer nimmt das Phänomen des Alkoholtrinkens in Gesellschaft genauer unter die Lupe und untersucht dessen Rahmenbedingungen, Erscheinungsweise und Funktion. Die Untersuchung bezieht Kneipen in Deutschland und in vier weiteren Ländern ein. Auf Konturen stellt Knut Tielking in einem Fachbeitrag die Ergebnisse vor. Suchtmagazin: Heft zu niederschwelliger Suchtarbeit Dem thematischen Schwerpunkt niederschwellige Suchtarbeit widmet sich die Ausgabe 5-2025 des Suchtmagazins. Dabei geht es um Fragen wie: Was ist unter Niederschwelligkeit zu verstehen? Welche Bereiche der Suchtarbeit können dazu gezählt werden und welche Konzepte und Überlegungen gibt es dazu? Weitere Infos und Bestellung auf der Website des Suchtmagazins. Zeitschrift Sucht: Themenschwerpunkt Trauma und Sucht Die Oktober-Ausgabe der Zeitschrift Sucht (Heft 5/2025) stellt das Thema Trauma und Sucht in den Mittelpunkt. Die Beiträge liegen als Open Access vor. Aktionberatung: Schnittstellenmanagement zwischen Behinderten- und Suchthilfe Das Projekt „Einfach.Gut.Beraten - Aktionberatung - Die Peers“ zielt darauf ab, das Schnittstellenmanagement zwischen Behinderten- und Suchthilfe zu vereinfachen. Gleichzeitig geht es darum, für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung bei gleichzeitiger Suchtproblematik den Zugang zur örtlichen Suchthilfe zu erleichtern. Dazu wurden Menschen mit geistiger Beeinträchtigung (Peers) dahingehend geschult, eigenständig bzw. mit Unterstützung Informationsveranstaltungen für andere Menschen mit geistiger Beeinträchtigung (Mitmenschen) in ihrer Einrichtung durchzuführen. Zudem wurden sie befähigt, ein regelmäßiges Beratungsangebot in ihrer Einrichtung (z.B. in Form einer offenen Sprechstunde) anzubieten. Es wurden mehrere Handbücher erarbeitet. Das gesamte Material soll Fachkräfte und Peers in Einrichtungen in die Lage versetzen, praxisnah Peerschulungen durchzuführen und damit einen Beitrag zu Aufklärung und Prävention im Bereich geistig beeinträchtigter Menschen und ihren Umgang mit Suchtmitteln und -verhalten leisten. Die Handbücher stehen jetzt als freier Download auf der Website „aktionberatung - einfach.gut.beraten“ zur Verfügung. Mindzone: Neue Video-Folgen im virtuellen Infostand Das Suchtpräventionsprojekt Mindzone hat zwei neue Video-Folgen im Rahmen des virtuellen Infostandes veröffentlicht. In der 18. Folge befasst sich Dr. Schepper mit dem Thema „Vapes, E-Zigaretten und Verdampfer“. Folge 19 thematisiert „Synthetische Opioide in Fake-Medikamenten und Fake-Drugs“. Über den Mindzone-Youtube-Kanal sind alle bisherigen Dr. Schepper-Video-Folgen einsehbar. BKD: Blaukreuz-Versandbuchhandlung Über die Blaukreuz-Versandbuchhandlung lassen sich nicht nur Buchbestellungen, sondern auch viele andere Druckartikel ganz einfach ordern. Neben Fachbüchern sind alle verfügbaren Buchartikel bestellbar, meist genügt die ISBN-Nummer. Die Bestellung ist unkompliziert, egal ob online oder telefonisch, und bietet eine gute Gelegenheit, den kleineren Buchhandel aktiv zu unterstützen. Kontakt: Tel.: 02351 / 5577497 und per Mail an: info[at]blaukreuz-versandbuchhandlung.de
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Veranstaltungen
| Verbändeübergreifender Fachtag Soziale Teilhabe am 25. Februar 2026 in Kassel Der verbändeübergreifende Fachtag zu Fragen und Themen rund um die Betreuung von Menschen in besonderen Wohnformen und die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) findet am 25. Februar 2026 in Kassel statt. Programm und Anmeldemöglichkeit finden Sie auf der Website des Bundesverbandes Suchthilfe. 110. Wissenschaftliche Jahrestagung des Bundesverbandes Suchthilfe e. V. am 18. und 19. März 2026 Bei seiner 110. Wissenschaftlichen Jahrestagung, die am 18. und 19. März 2026 in Berlin stattfindet, richtet der Bundesverband Suchthilfe sein Augenmerk auf zwei besonders vulnerable Gruppen: Kinder und Jugendliche sowie Menschen, die neben ihrer Abhängigkeitserkrankung noch komorbide psychische Störungen aufweisen. Expert:innen aus Wissenschaft und Behandlungspraxis stellen in Vorträgen und Arbeitsgruppen neuestes Wissen aus diesen Bereichen dar. Eine Podiumsdiskussion beleuchtet, welche Hilfen wir brauchen, um Kinder besser zu schützen und zu stärken. Daneben werden auch andere zentrale Themenfelder der Suchthilfe behandelt wie die Auswirkungen des Konsumcannabisgesetzes oder der Einsatz digitaler Tools und Künstlicher Intelligenz in der Therapie. Im Vorfeld der Tagung finden wie immer zusätzlich Fortbildungen statt. Das Programm wird im Dezember auf der Website des bus. veröffentlicht. CaSu-Fachtage 2026 am 07. und 08. Mai 2026 in Aachen Die Bundesarbeitsgemeinschaft Caritas Suchthilfe – CaSu lädt zu den CaSu-Fachtagen 2026 am 07. und 08. Mai 2026 nach Aachen ein. Unter dem Motto „Wie immer. Alles anders.“ stehen aktuelle Herausforderungen und praxisnahe Lösungen in der Suchthilfe im Fokus. Auf dem Programm: Fachvorträge, Workshops und Foren zu gesellschaftlichem Wandel, neuen Konsummustern, Digitalisierung und sozialer Teilhabe. Der Frühbucherrabatt gilt bis 07. Januar 2026. Infos und Anmeldung über die CaSu-Website. 30. Hamburger Suchttherapietage vom 11. bis 13. Mai 2026 in Hamburg Seit mittlerweile drei Jahrzehnten stehen die Hamburger Suchttherapietage für Austausch, Vernetzung und fachliche Impulse in der Suchthilfe. Die Suchttherapietage verstehen sich als jährliches Forum für Fort- und Weiterbildung im Suchtbereich. Dabei geht der Blick über die berufliche Qualifikation hinaus und richtet sich auf gesellschaftliche und kulturelle Rahmenbedingungen, innovative Behandlungsansätze sowie neue suchtpräventive Strategien. Ein besonderes Merkmal der Tagung ist die gelebte Interdisziplinarität. Das 30. Jubiläum findet vom 11. bis 13. Mai 2026 unter dem Thema „Erfahrung trifft Aufbruch – Impulse für eine zukunftsfähige Suchthilfe“ in Hamburg statt. Dabei geht es um Fragestellungen wie: Welche Erfahrungen aus der Vergangenheit sind richtungsweisend für die Zukunft? Welche Konzepte haben sich bewährt, welche müssen neu gedacht werden? Wie sieht eine Suchthilfe aus, die kommenden gesellschaftlichen und fachlichen Anforderungen gerecht wird? Weitere Infos und Anmeldung auf der Veranstaltungswebsite. 47. fdr+sucht+kongress am 16. und 17. Juni 2026 in Hannover Der 47. fdr+sucht+kongress des Fachverbandes Drogen- und Suchthilfe e.V. (fdr+) wird 2026 am 16. und 17. Juni in Hannover stattfinden. Er steht unter dem Titel: „Gute Praxis trotz Krisen: Was wirkt, Was hilft? Was stärkt uns?" Weitere Infos finden Sie auf der fdr+ Website.
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Weiterbildungen
| DGWS: Neue Angebote starten Die Deutsche Gesellschaft für Weiterbildung in der Suchttherapie gGmbH (DGWS) startet folgende neue Gruppen der dreijährigen, von der Deutschen Rentenversicherung / Gesetzlichen Krankenversicherung anerkannten Weiterbildung zur/zum Suchttherapeut:in in der systemischen, verhaltenstherapeutischen sowie der psychoanalytischen Fachrichtung: Verhaltenstherapeutisch: Kurs 99 / VT am Standort Berlin, März 2026 | Kurs 100 / VT am Standort Frankfurt am Main, Oktober 2026. Psychoanalytisch: Kurs 36 / PA am Standort Berlin, Wintersemester 2026 / 2027. Systemisch: Kurs 02 / SYS am Standort Berlin, Wintersemester 2026 / 2027. Alle Informationen, einschließlich der Curricula der verschiedenen Fachrichtungen der Weiterbildung Suchttherapie, können auf der Website suchttherapie-weiterbildung.de eingesehen werden. Hier besteht auch die Möglichkeit, sich online für die Weiterbildungskurse und für eine kostenfreie Informationsveranstaltung, die am 27. Januar 2026 von 17:00 Uhr – 19:00 Uhr, stattfindet, anzumelden. Fragen aller Art richten interessierte potenzielle Teilnehmer:innen oder Arbeitgeber:innen gerne an weiterbildung[at]suchthilfe.de oder telefonisch unter: Tel. 0561 98853902. DGWS: Qualifizierte MPU-Vorbereitung in der Suchthilfe Die Deutsche Gesellschaft für Weiterbildung in der Suchttherapie gGmbH (DGWS) führt zweimal jährlich einen Kurs der Fortbildung „Qualifizierte MPU-Vorbereitung in der Suchthilfe – Beratung und Behandlung von suchtmittelauffälligen Straßenverkehrsteilnehmenden“ durch. Die Fortbildung richtet sich an Sozialpädagog:innen / Sozialarbeiter:innen, Pädagog:innen, Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen mit einer mindestens zweijährigen Erfahrung in einem Feld der ambulanten, ganztägig ambulanten oder stationären Suchthilfe. Der nächste Kurs zur qualifizierten MPU-Vorbereitung wird vom 20.-24. April 2026 in Berlin veranstaltet. Da im November 2022 die 4. Auflage der Begutachtungskriterien zur Fahreignung erschienen ist und ohne Übergangsfristen gilt, führt die DGWS auch eine zweitägige Fortbildung zur Auffrischung der Kenntnisse durch. Der nächste Kurs MPU Refresher findet vom 16.–17. März 2026 in Berlin statt. Nähere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier. LS-LSA: MOVE Anwenderschulung Die Landesstelle für Suchtfragen im Land Sachsen-Anhalt (LS-LSA) bietet eine 3-tägige MOVE Anwenderschulung in Magdeburg. Das Programm „MOVE – Motivierende Kurzintervention bei jungen Menschen mit Suchtmittelkonsum“ trägt dazu bei, die Kommunikation über kritisches Konsumverhalten zwischen Kontaktpersonen und jungen Menschen zu verbessern. Es will dabei unterstützen, sie in ihrer Motivation zur Verhaltensänderung zu fördern. MOVE ist ein erfolgreich evaluiertes und international verbreitetes Frühinterventionskonzept, entwickelt von der ginko Stiftung für Prävention. Es basiert auf den theoretischen Prinzipien der Motivierenden Gesprächsführung (MI) und des Transtheoretischen Modells der Verhaltensänderung (TTM). Termin: 11. – 13. März 2026. Zielgruppe: Schulsozialarbeit, Jugendfreizeit und -hilfe, Suchtberatung- und -prävention. Weitere Infos bei der LSA. UK Halle: Online-Fortbildung Update 2025 – FASD meets Geburtshilfe Neuigkeiten zu Erwachsenen mit FASD sowie neuen Erkenntnissen von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft vermittelt die Universitätsklinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin Halle (Saale) in einer Online-Fortbildung. Anmeldungen können bis 17. Dezember 2025 mit Angabe von Namen, Anschrift und Emailadresse (sowie ggf. EFN Nummer bei Ärzt:innen) per E-Mail an geburtshilfe-fortbildung[at]uk-halle.de erfolgen. Aus Erfahrungen heraus empfiehlt der Veranstalter, die Anmeldung über eine private Mail-Adresse vorzunehmen, da bei Dienst-Mailadressen die automatisierten Antwort-Mails häufig an der Firewall hängen bleiben. Mehr Informationen erhalten Sie auf der Website der Klinik unter „Veranstaltungen“. Guttempler: Ausbildung zum/zur ehrenamtlichen Suchtgefährdetenhelfer:in Die Guttempler in Deutschland e. V. bieten in 2026 wieder zwei Durchgänge der Schulungsreihe zum/zur ehrenamtlichen Suchtgefährdetenhelfer:in an. Mit der flexiblen Online-Ausbildung lernen die Teilnehmenden in neun Modulen bequem von zu Hause aus. Die Module werden ergänzt durch drei Präsenz-Wochenenden mit Austausch und Vernetzung. Vermittelt wird praxisnahes Wissen über Suchtentstehung, Kommunikation und Selbsthilfe-Strukturen und vieles mehr. Auch Nicht-Guttempler sind willkommen. Termine und weitere Informationen finden Sie hier. blu:prevent: Online Workshops zur Digitalen Suchtprävention Blu:prevent bietet monatliche Online-Workshops zur Digitalen Suchtprävention an – interaktiv, praxisnah und kostenlos. Inhalte sind: Aktuelle Themen, Methoden und digitale Materialien aus der E-Learning Plattform blu:interact und umfangreiche Print-Ressourcen rund um Suchtprävention und digitale Medien. Nächste Termine: 11. Dezember 2025, 10-11 Uhr und 29. Januar 2026, 10-11 Uhr. Anmeldung hier und kostenlose Registrierung bei blu:interact. Bildung und Beratung Bethel: Weiterbildung zur/zum Sucht- und Sozialtherapeut:in mit dem Schwerpunkt „Zusatzausbildung für die Arbeit mit chronisch abhängigen und mehrfach beeinträchtigten Menschen (CMA)“ Bildung und Beratung Bethel bietet eine Weiterbildung zur/zum Sucht- und Sozialtherapeut:in mit dem Schwerpunkt „Zusatzausbildung für die Arbeit mit chronisch abhängigen und mehrfach beeinträchtigten Menschen (CMA)“ an. Die Weiterbildung richtet sich an Fachkräfte, die mit Menschen arbeiten, die neben ihrer Suchterkrankung in mehreren Lebensbereichen vor Herausforderungen stehen. Der Zugang zum Hilfesystem ist für diese Klientel oft erschwert. Die Weiterbildung vermittelt gezielt Kenntnisse und Fähigkeiten für die ressourcenorientierte Arbeit mit dieser herausfordernden Zielgruppe und ist in Deutschland einzigartig. Darüber hinaus bieten Hospitationen in anderen Arbeitsbereichen wertvolle Einblicke und tragen zur Erweiterung des eigenen Horizonts bei. Im Rahmen der Weiterbildung wird zudem ein eigenes Projekt durchgeführt. Die nächste Weiterbildung startet am 16. März 2026. Es sind noch freie Plätze verfügbar. Weitere Informationen finden Sie auf hier. Fachstelle für Suchtprävention Berlin: Zertifikatskurs „Fachkraft Suchtprävention im Kontext Schule und Jugendarbeit“ Auch im kommenden Jahr bietet die Fachstelle für Suchtprävention Berlin wieder in Kooperation mit der Alice-Salomon-Hochschule Berlin den Zertifikatskurs „Fachkraft Suchtprävention im Kontext Schule und Jugendarbeit“ an. Suchtprävention ist mehr als Aufklärung – sie ist eine Querschnittsaufgabe und ein wichtiger Beitrag zur Gesundheitsförderung, insbesondere junger Menschen. Gerade in Schule und Jugendarbeit zeigt sich der Bedarf an wirksamen, praxisnahen Präventionsansätzen besonders deutlich. Im Mittelpunkt des Zertifikatskurses steht der Aufbau fundierten Wissens über Suchtmittel und riskante Verhaltensweisen, wissenschaftliche Grundlagen, Risikofaktoren und Schutzmechanismen sowie wirksame Ansätze moderner Suchtprävention. Der Kurs schließt mit einem Hochschul-Zertifikat ab. Der Kurs umfasst insgesamt 12 Tage – aufgeteilt in 6 Module à je 2 Tage. Mehr Informationen zu Inhalten, Themen, Zielgruppe, Veranstaltungsort des Kurses, Abschluss, Rückmeldungen zum Kurs sowie das Bewerbungsformular finden Sie hier.
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