Psychotrope Medikamente

Prävalenz der Medikamentenabhängigkeit

Es wird geschätzt, dass etwa 1,5 bis 1,9 Millionen Menschen medikamentenabhängig sind, insbesondere von Benzodiazepinen und Z-Substanzen sowie opioidhaltigen Schmerzmitteln - vor allem ältere Frauen, weil sie häufig über einen langen Zeitraum Psychopharmaka verschrieben bekommen.

Insgesamt zeigen Untersuchungen, dass sich der Missbrauch und die Abhängigkeit von Medikamenten weiter erhöht. Diese betrifft insbesondere auch die vor allem missbräuchlich häufige und unnötig hoch dosierte Anwendung, teilweise auch die Gewöhnung an nicht-opioidhaltige Schmerzmittel. Auf hochgerechnet 1,6 bis 3,9 Mio. der 18- bis 64-Jährigen trifft diese Entwicklung zu.

Quellen: Atzendorf, J. et al. (2019): Gebrauch von Alkohol, Tabak, illegalen Drogen und Medikamenten. Schätzungen zu Konsum und substanzbezogenen Störungen in Deutschland. Deutsches Ärzteblatt, 116(35-36), 577-584.
Glaeske, G. (2020): Medikamente 2018 - Psychotrope und andere Arzneimittel mit Missbrauchs- und Abhängigkeitspotenzial. In: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (Hrsg.): DHS Jahrbuch Sucht 2020. Lengerich: Pabst Science Publishers.


Nach oben

Medikamente und Sucht

Die gemeinsame Internetplattform der DHS und der BARMER zum Thema "Abhängigkeit und Missbrauch von Medikamenten".

externer Link in ein neues Browserfensterzur Homepage