Tabak

Pro-Kopf-Verbrauch (Stück je Einwohner und Jahr)1

 2010201220132014201720182
Zigaretten-
1.025


995


982

917900

1 Berechnet mit den Ergebnissen der Bevölkerungsfortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011
2 Vorläufiges Ergebnis
Quelle: Statistisches Bundesamt (Hrsg.) (2019): Fachserie 14: Finanzen und Steuern, Reihe 9.1.1: Absatz von Tabakwaren 2018. Wiesbaden.

Tabakwarenverbrauch in Mio. Stück bzw. Tonnen
(= Netto-Bezug von Steuerzeichen)

 200020052010201420172018
Zigaretten (Mio.)139.62595.82783.56579.52175.83874.360
Zigarren / Zigarillos (Mio.) 2.5574.0283.9673.8582.8233.007
Feinschnitt (t)14.61133.23225.48625.70024.25824.298
Pfeifentabak (t)9098047561.3593.2453.333

Quelle: Statistisches Bundesamt (Hrsg.) (2019): Fachserie 14: Finanzen und Steuern, Reihe 9.1.1: Absatz von Tabakwaren 2018. Wiesbaden.

Ausgaben für Tabakwaren in Mio. Euro (netto)

200020052010201420172018
20.765 23.989 22.52224.88225.91226.362

Quelle: Statistisches Bundesamt (Hrsg.) (2019): Fachserie 14: Finanzen und Steuern, Reihe 9.1.1: Absatz von Tabakwaren 2018. Wiesbaden.

Tabaksteuereinnahmen in Mio. Euro (netto)

200020052010201420172018
11.436 14.247 13.47814.26314.38114.334

Quelle: Statistisches Bundesamt (Hrsg.) (2019): Fachserie 14: Finanzen und Steuern, Reihe 9.1.1:  Absatz von Tabakwaren 2018. Wiesbaden.

Ausgaben der Tabakindustrie für Werbung  

Seit Anfang 2007 ist die Werbung für Tabakerzeugnisse in Zeitungen, Zeitschriften sowie im Internet verboten. Auch das Sponsoring grenzüberschreitender Veranstaltungen wie Formel-1-Rennen und Hörfunksendungen durch Tabakkonzerne ist unzulässig. Kino- und Plakatwerbung ist weiterhin möglich. Die Ausgaben der Tabakindustrie für Werbung, Promotion und Sponsoring beliefen sich im Jahr 2016 auf 212 Mio. €
Quelle: Die Drogenbeauftragte (2018): Drogen- und Suchtbericht 2018. Berlin.

Ausgaben der Tabakindustrie für Werbung, Promotion und Sponsoring 2015 und 2016

 20152016Veränderung
in % 
Werbeausgaben insgesamt 231.989.000 €211.783.000 €-8,7
davon:
Direkte Werbung93.813.000 €87.808.000 €-6,4
- Werbung in Printmedien 220.000 €43.000 €-80,5
- Außenwerbung 91.206.000 €87.204.000 €-4,4
- Werbung im Kino2.383.000 €554.000 €-76,8
- Werbung im Internet3.000 €8.000 €+166,7
- Sonstige Werbung 1.000 €0 €-100,0
Promotion 133.091.000 €118.511.000 € -11,0
Sponsoring5.086.000 €5.463.000 €+7,4

Quelle: Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung (2018): Drogen- und Suchtbericht 2018. Berlin.

Konsumenten, Abhängige, Passivraucher und Nichtraucher

Nach den aktuellsten Daten des Epidemiologischen Suchtsurveys 2015, die sich auf die 18- bis 64-jährige Bevölkerung beziehen, rauchen 31% der Männer und 26% der Frauen.

Aktuelle Daten zur Prävalenz des Rauchens in der Bevölkerung (Studienübersicht)

Datenquelle

Jahr

Alter

Prävalenz (%)

 

 

 

Jungen/Männer

Mädchen/Frauen

Gesamt

GEDA-Studie
(Robert Koch-Institut)
2014/1518+27,020,823,8
DEGS1-Studie
(Robert Koch-Institut)
2008-1118-7932,626,929,7
Epidemiologischer Suchtsurvey
(Institut für Therapieforschung)
201518-6431,226,128,7
Mikrozensus (Statistisches Bundesamt)201715+26,418,622,4

Sozio-oekonomisches Panel
(Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung)

2014

18+

30,0

23,5

26,6

Deutsche Befragung zum Rauchverhalten (DEBRA) (Universität Düsseldorf)2016/1714+32,723,828,1

Repräsentativerhebung
(Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung)

2016

12-25

21,9

15,6

18,8

KiGGS Welle 2
(Robert Koch-Institut)

2014-17

11-17

7,0

7,4

7,2

HBSC-Studie
(Weltgesundheitsorganisation)

2013/14

11-15

5,7

7,0

6,3

ESPAD-Studie (Bayern)
(Institut für Therapieforschung)

2015

15-16

26,2

26,6

26,4

GEDA-Studie=Gesundheit in Deutschland aktuell;DEGS1-Studie=Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (Welle 1); KiGGS Welle 2=Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (Welle 1); HBSC=Health Behaviour in School-aged Children; ESPAD=Europäische Schülerstudie zu Alkohol und anderen Drogen
Quelle: Kuntz, B. et al. (2019): Tabak - Zahlen und Fakten zum Konsum. In: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (Hrsg.): DHS Jahrbuch Sucht 2019. Lengerich: Pabst Science Publishers.

 

Prävalenz der Tabakabhängigkeit nach DSM-IV bei Erwachsenen von 18 bis 64 Jahren*

Gesamt
%

Männer
%

Frauen
%


Gesamt N
Gesamt N
(95%-KI)

Abhängigkeit10,812,59,05.580.000(5.100.000-6.110.000)

* Hochrechung der Anzahl an Personen mit substanzbezogenen Störungen nach DSM-IV in der erwachsenen Allgemeinbevölkerung, basierend auf 51.743.922 Personen im Alter zwischen 18 und 64 Jahren (Stichtag: 31.12.2011, Statistisches Bundesamt)
KI = Konfidenzintervall
Quelle: Pabst, Alexander et al. (2013): Substanzkonsum und substanzbezogene Störungen in Deutschland im Jahr 2012. In: Sucht, 59(6), 321-331.

 

 

Anteil der Raucher und Raucherinnen in verschiedenen Altersgruppen

AlterMänner %Frauen %
15-19 Jahre139
20-29 Jahre3322
30-39 Jahre3624
40-49 Jahre3324
50-59 Jahre3125
60-69 Jahre2218
ab 70 Jahre96

Quelle: Kuntz, B. et al. (2019): Tabak - Zahlen und Fakten zum Konsum. In: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (Hrsg.): DHS Jahrbuch Sucht 2019. Lengerich: Pabst Science Publishers.

Anteil der Raucher und Raucherinnen in verschiedenen Altersgruppen nach Sozialstatus

        Niedrig                                 Mittel                                 Hoch

AlterMännerFrauenMännerFrauenMännerFrauen
18-2941%36%35%30%25%15%
30-4450%40%36%29%26%16%
45-6440%32%28%25%20%15%
65 und älter10%5%9%7%9%7%

Quelle: Kuntz, B. et al. (2019): Tabak - Zahlen und Fakten zum Konsum. In: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (Hrsg.): DHS Jahrbuch Sucht 2019. Lengerich: Pabst Science Publishers.

Anteil der Passivraucher  

Laut GEDA-Studie waren im Jahr 2015 rund 11% der 18-jährigen und älteren Bevölkerung, die selbst nicht rauchten, regelmäßig einer Passivrauchbelastung ausgesetzt. Die höchste Exposition wurde bei jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 29 Jahren festgestellt. Mit zunehmenden Alter nimmt die Passivrauchbelastung ab, besonders deutlich ab dem 60. Lebensjahr.
Quelle: Kuntz, B. et al. (2019): Tabak - Zahlen und Fakten zum Konsum. In: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (Hrsg.): DHS Jahrbuch Sucht 2019. Lengerich: Pabst Science Publishers.
 

Nach den Daten der KiGGS-Studie des Robert Koch-Instituts aus den Jahren 2014 bis 2017 leben 40% der Kinder und Jugendlichen im Alter bis 17 Jahren mit mindestens einem rauchenden Elternteil zusammen. Bei 14% der Heranwachsenden rauchen sogar beide Elternteile.
Quelle: Kuntz, B. et al. (2019): Tabak - Zahlen und Fakten zum Konsum. In: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (Hrsg.): DHS Jahrbuch Sucht 2109. Lengerich: Pabst Science Publishers.

Mortalität

Im Jahr 2013 starben rund 121.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Das waren 13,5% aller Todesfälle.
Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum (Hrsg.) (2015): Tabakatlas Deutschland 2015. Heidelberg.

Volkswirtschaftliche Kosten

Die gesamtwirtschaftlichen Kosten, die auf das Rauchen zurückgehen, belaufen sich in Deutschland jährlich auf 79,09 Milliarden Euro. Die direkten Kosten (z.B. Kosten für die Behandlungen tabakbedingter Krankheiten, Arzneimittel etc.) des Tabakkonsums betrugen 25,41 Milliarden Euro, auf die indirekten Kosten (z.B. Produktivitätsausfälle) entfielen 53,68 Milliarden Euro.
Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum (2015): Die Kosten des Rauchens in Deutschland. Heidelberg.

 


 

 

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