Alkohol - Risiken

Alkoholkonsum ist immer riskant. Deshalb sollte möglichst wenig oder gar kein Alkohol getrunken werden. Das Krankheitsrisiko ist für gesunde Erwachsene nachweislich erhöht

  • für Frauen, wenn sie täglich mehr als 12 g reinen Alkohol trinken
  • für Männer, wenn sie täglich mehr als 24 g reinen Alkohol trinken

An wenigstens zwei bis drei Tagen pro Woche sollte ganz auf Alkohol verzichtet werden.

Ein zusätzliches Risiko besteht beim Konsum größerer Alkoholmengen pro Trinkgelegenheit („Binge-Drinking“):

  • für Männer 5 Gläser und mehr mit je etwa 10 Gramm Alkohol bei einer Trinkepisode, d. h. etwa 1,25 Liter Bier oder etwa 0,6 Liter Wein und mehr
  • für Frauen 4 Gläser oder mehr, d. h. etwa 1,0 Liter Bier oder 0,5 Liter Wein und mehr

Ein solcher Konsum führt nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen unabhängig von der durchschnittlich konsumierten Gesamtmenge an Alkohol zu einem gesundheitlichen Risiko.

Folgen des Alkoholkonsums

Bereits durch den Konsum geringer Alkoholmengen können Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit sowie die Wahrnehmung und die Urteilskraft beeinträchtigt sein. Hieraus ergibt sich eine erhöhte Unfallgefahr, die insbesondere im Straßenverkehr meist schwerwiegende, wenn nicht gar tödliche Folgen für Konsumierende und Unbeteiligte haben kann. Darüber hinaus kommt es infolge erhöhten Alkoholkonsums häufig zu Aggression und Gewalt.

Alkohol ist gesundheitsschädlich

Was viele nicht wissen: Alkohol kann nicht nur abhängig machen, sondern ist insgesamt gesundheitsschädlich. Viele Krankheiten entstehen durch Alkoholkonsum. Zu den gesundheitlichen Folgen gehören u.a. Erkrankungen der Leber, der Bauchspeicheldrüse, des Herzens sowie des zentralen und peripheren Nervensystems und der Muskulatur. Alkohol gehört zu den „Top Ten“ aller Stoffe, die Krebs auslösen. Besonders häufig gilt das für Krebserkrankungen in Mund, Rachen, Speiseröhre, Dickdarm und Brustdrüse.

Kein Alkohol in der Schwangerschaft!

Alkoholkonsum während der Schwangerschaft kann zu schwersten Schädigungen des Kindes führen. Jeder Schluck Alkohol geht vom Körper der Mutter direkt in den Körper des Ungeborenen über. Es gibt für Schwangere keine unbedenkliche Trinkmenge und keine Schwangerschaftsphase, in der Alkoholkonsum unschädlich wäre.

Beeinträchtigungen durch Alkoholmissbrauch und -abhängigkeit

Im Verlauf eines länger dauernden Alkoholmissbrauchs oder einer Alkoholabhängigkeit kann es auch zu psychischen Beeinträchtigungen kommen. Diese können sich beispielsweise in häufigen Stimmungsschwankungen, Angstzuständen, Depressionen bis hin zu einer Suizidgefährdung bemerkbar machen.

Ein chronisch erhöhter Alkoholkonsum zieht oft auch nachhaltige Veränderungen des gesamten sozialen Umfeldes (z.B. Arbeitsplatz, Familie) nach sich. Besonders betroffen hiervon sind meist die Kinder von Alkoholkranken.

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