Nah bei den Menschen: Adressat*innen der Suchthilfe digital erreichen

So wie sich Adressat*innen im digitalen Raum bewegen und kommunizieren, müssen dort Hilfeangebote und Ansprechpartner*innen vorhanden sein. Darin liegt die Chance, Hürden bei der Inanspruchnahme von Hilfen abzubauen und frühzeitiger als bisher bei individuellen Problemlagen, wie Suchtproblemen, zu intervenieren. Mit zwei konkreten Beispielen werden die Möglichkeiten im Forum diskutiert.

Beat Weichsler
wird zunächst die Smartphone-App „Between The Lines“ für Jugendliche in Problem- bzw. Notsituationen erläutern. Sie stellt wichtige Informationen in ihrer unmittelbaren Nähe bereit und benennt Ansprechpersonen. Jugendlichen kann so schnell und niedrigschwellig geholfen werden. Neben der Vorstellung der App soll der Mehrwert der Digitalisierung gegenüber der analogen Vermittlung in das Hilfesystem im Forum herausgearbeitet werden.

Marc Hasselbach
erläutert, dass neben Video-Plattformen wie „YouTube“ Podcasts („Online-Hörfunk-Sendungen“) Möglichkeiten bieten, um mit Adressat*innen in Kontakt zu treten und zu bleiben. Auch andere Zielgruppen können dadurch erreicht werden, wie  z.B. Fachkräfte außerhalb der Suchthilfe. Allerdings ist es wichtig, solche Angebote in eine digitale Kommunikationsstrategie einzubinden, um ihre Potenziale auch zu nutzen. Am Beispiel der Entwicklung der digitalen Kommunikation im Therapieverbund Ludwigsmühle wird einerseits ein kleiner „Werkstatt-Einblick“ gewährt und andererseits live gezeigt, wie eine Podcast-Episode produziert wird, bei der die Foren-Teilnehmenden aktiv eingebunden werden.

 

Moderation
Dr. Dirk Kratz, Therapieverbund Ludwigsmühle, Landau

Between The Lines
Beat Weichsler, Between The Lines e.V., Berlin

Hört mal rein! – Digitale Kommunikation in der Suchthilfe am Beispiel „Podcast“
Marc Hasselbach, Media Sozial Ravensburg