Bündnis aus Fachorganisationen fordert besseren Schutz der Bevölkerung vor Schäden durch Alkohol
In Deutschland liegt der Pro-Kopf-Konsum von reinem Alkohol bei etwa 10,6 Litern pro Jahr – und damit rund 2 Liter über dem OECD-Durchschnitt von 8,5 Litern. Das hat verheerende Folgen für die gesamte Gesellschaft, warnen Expertinnen und Experten aus 25 Fachorganisation unter Federführung der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) in einem jetzt veröffentlichten Positionspapier.
Alkohol verursacht nicht nur zahlreiche Krankheiten, sondern auch enorm hohe gesellschaftliche und soziale Kosten: Rund 57 Milliarden Euro volkswirtschaftliche Kosten entstehen – und das Jahr für Jahr aufs Neue. Studien belegen: Je mehr Alkohol in einem Land konsumiert wird, desto größer sind die gesundheitlichen und sozialen Folgen.
Die Fachleute fordern daher, flächendeckend präventive Gesundheitsangebote neben der medizinischen und psychosozialen Versorgung zu etablieren. Ziel ist es, die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern, die Lebenserwartung der gesamten Gesellschaft zu erhöhen und volkswirtschaftliche Kosten zu senken.
Das Positionspapier „Erforderliche Maßnahmen zur Senkung der negativen Folgen des Alkoholkonsums“ steht auf dhs.de im Seitenbereich „Stellungnahmen“ zum Download bereit. Die Pressemitteilung finden Sie hier.
Allianz Alkoholprävention
Die Allianz Alkoholprävention ist ein breites Bündnis unterschiedlichster Fachorganisationen aus den Bereichen Suchthilfe, Medizin, Psychologie, Sozialer Arbeit und Ökonomie, die sich unter Federführung der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) für bessere Maßnahmen im Bereich der Alkoholprävention einsetzen.
