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Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen veröffentlicht Positionspapier zur Cannabispolitik – Update 2026

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) bekräftigt in einem aktuellen Positionspapier zur Cannabispolitik in Deutschland die erforderliche Weiterentwicklung des Cannabisgesetzes (CanG). Die klare Zielsetzung dabei sollte eine gesundheits-, jugend- und verbraucherschutzorientierte Gesetzgebung sein. Cannabiskonsum ist immer mit gesundheitlichen und sozialen Risiken verbunden, daher dürfen legale Angebote nicht durch Anreize konsumausweitend wirken. Gleichzeitig braucht es ein verfügbares legales Angebot, wenn das illegale Angebot mit seinen zusätzlichen Risiken reduziert werden soll. Bislang steht ein legales Angebot von Konsumcannabis jedoch den meisten Konsumierenden nicht zur Verfügung.

Vor dieser problemträchtigen Ausgangslage setzt sich die DHS dafür ein, dass das Modell der nicht gewinnorientierten Anbauvereinigungen weiterentwickelt wird. Auch eine kommerzielle Abgabe könnte ein legales Angebot schaffen, jedoch müssen hierbei besonders strenge Regulierungsmaßnahmen ergriffen werden. Im Sinne von Verhältnisprävention soll die Regulierung das Ausmaß von Konsum und Konsumfolgen begrenzen und nach Möglichkeit reduzieren. Zugleich muss eine wirksame Cannabispolitik verstärkt Konsumierende über Risiken aufklären, auf individueller Ebene Konsum und Konsumfolgen vorbeugen und bei Gefährdungen früh intervenieren und Hilfen anbieten. Diese Aufgabe muss auch unabhängig von der Frage eines legalen Angebotes deutlich besser adressiert werden: Die Fachstellen und Anbietende von Suchtprävention, Beratung und Therapie sind mit entsprechenden Ressourcen auszustatten, um flächendeckend die Vorbeugung und Versorgung sicherzustellen. Das Positionspapier „Update 2026 zur Cannabispolitik in Deutschland“ kann hier heruntergeladen werden.

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