Projekt SuWoKo: Manual „Hand in Hand“ zeigt, wie Zusammenarbeit wirklich gelingt
Wie können Suchthilfe und Wohnungsnotfallhilfe so zusammenarbeiten, dass wohnungslose Menschen mit einer Suchtproblematik tatsächlich erreicht werden? Das jetzt veröffentlichte Manual „Hand in Hand“ aus dem Projekt SuWoKo gibt darauf praxisnahe Antworten.
Das Kooperationsprojekt „Suchthilfe UND Wohnungsnotfallhilfe – zwei Hilfesysteme, eine gemeinsame Zielgruppe“ der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) und der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) hat die Schnittstelle zweier Systeme untersucht, die oft nebeneinander arbeiten, obwohl sie in vielen Fällen dieselben Menschen unterstützen. Ziel war es, herauszufinden, unter welchen Bedingungen Zusammenarbeit gelingt und wie Fachkräfte diese konkret umsetzen können.
Das Ergebnis: ein praxisnahes Manual, das unterschiedliche Formen der Kooperation anschaulich darstellt. Es zeigt, was Zusammenarbeit erfolgreich macht und wo typische Herausforderungen liegen. Beispiele guter Praxis machen die Ansätze greifbar und übertragbar.
Warum Zusammenarbeit entscheidend ist
Suchthilfe und Wohnungsnotfallhilfe sind in Deutschland jeweils hoch spezialisierte Unterstützungssysteme mit großer fachlicher Expertise. Für Menschen, die sowohl von Wohnungsnot als auch von einer Suchterkrankung betroffen sind, entstehen jedoch häufig doppelte Hürden: Sie finden schwer Zugang zu passenden Angeboten oder fallen zwischen die Systeme.
Genau hier setzt SuWoKo an, denn der Abbau von Zugangs- und Schnittstellenbarrieren ist eine zentrale Voraussetzung, um Menschen wirksam bei Wohnungslosigkeit und Suchterkrankungen zu unterstützen.
Zentrale Erkenntnisse
- Abgestimmte Hilfen wirken: Besonders im Einzelfall profitieren Nutzerinnen und Nutzer von eng verzahnten Unterstützungsangeboten.
- Mehr Verständnis, bessere Zusammenarbeit: Kooperationen fördern den fachlichen Austausch und stärken das gegenseitige Verständnis unterschiedlicher Arbeitsansätze.
- Zugänge werden erleichtert: Hilfsangebote werden niedrigschwelliger nutzbar.
- Träger profitieren: Kooperationen schaffen strategische Vorteile und stärken gemeinsames Handeln, etwa gegenüber Politik und Verwaltung.
Das Projekt SuWoKo wurde vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) gefördert. Weiterführende Informationen zum Projekt, zu den Partnern und Modellstandorten sowie die Evaluationsberichte sind auf der Projektwebsite verfügbar: www.sucht-und-wohnungsnotfallhilfe.de
Das Manual kann in gedruckter Form kostenfrei unter https://www.dhs.de/infomaterial/ bestellt werden.
