Schlaf- und Beruhigungsmittel
Im Hinblick auf Abhängigkeitsrisiken sind vor allem Schlaf- und Beruhigungsmittel aus der Familie der Benzodiazepine von Bedeutung. Eng verwandt und mit wachsendem Marktanteil sind die Non-Benzodiazepine (Z-Drugs), die ebenfalls eine Abhängigkeit hervorrufen können.
Benzodiazepine
Benzodiazepine sind eine Gruppe von rezeptpflichtigen Beruhigungs- und Schlafmitteln, die in Deutschland weit verbreitet sind. Sie werden vom Arzt zeitlich begrenzt gegen Einschlaf- und Durchschlafstörungen, Angstzustände, Panikattacken, Epilepsie und zur Muskelentspannung verschrieben. Vor Operationen werden sie manchmal zur Narkoseeinleitung eingesetzt.
Benzodiazepine wirken beruhigend und dämpfend, entspannend, angstlösend und schlaffördernd. Das geschieht dadurch, dass die Empfindlichkeit bestimmter Nervenzellen des Gehirns vermindert wird. Obwohl Benzodiazepine unverzichtbare Medikamente für akute Gesundheitskrisen sind, müssen sie mit maximalem Augenmaß verordnet werden. Ihr Suchtpotenzial ist enorm hoch und sie sollten nach mehrwöchiger Einnahme nicht schlagartig abgesetzt, sondern „ausgeschlichen“ werden.
Z-Drugs
Z-Drugs sind Schlafmittel mit einem ähnlichen Einsatzspektrum wie Benzodiazepine und kurzer Wirkdauer. Man bezeichnet sie als Z-Drugs oder Z-Substanzen, weil ihre Wirkstoffe mit dem Buchstaben Z beginnen (Zolpidem, Zopiclon, Zaleplon). Chemisch gesehen gehören sie einer anderen Substanzgruppe an, weshalb man sie auch „Non-Benzodiazepine“ nennt. Trotz der wachsenden Verschreibungszahlen sind sie jedoch keinesfalls unproblematisch.
