Finanzierung der Suchtberatung – Ergebnisse der Umfrage 2026 erschienen
Zum zweiten Mal hat die DHS erhoben, wie es um die Finanzierung der Suchtberatungsstellen in Deutschland steht. Ergebnis ist, dass in 2026 die Finanzierung der Suchtberatung bei 76,9 % der Rückmeldenden nicht kostendeckend bzw. noch nicht abschließend geklärt ist, während nur 12,7 % von einer gesicherten Finanzierung ausgehen. Gleichzeitig steigen Beratungsbedarfe und Fallkomplexität, während Fachkräfte fehlen und Budgets vielfach nicht an steigende Personal- und Sachkosten angepasst werden. Dies führt bereits zu verkürzten Öffnungs- und Sprechzeiten sowie Schließungen von Beratungsstellen und damit zu zunehmenden Versorgungslücken.
Diese Ergebnisse machen deutlich, dass die Finanzierungskrise der Suchtberatung längst über die Ebene einzelner Einrichtungen hinausgeht. Die anhaltenden Finanzierungslücken, die steigende Komplexität der Beratungsanliegen, der Fachkräftemangel und die bereits sichtbaren Einschränkungen der Angebote gefährden zunehmend die Versorgung von Menschen mit Suchterkrankungen und ihren Angehörigen und dem sozialen Umfeld.
Vor diesem Hintergrund fordert die DHS eine verlässliche und auskömmliche strukturelle Finanzierung der Suchtberatung als notwendige Voraussetzung für eine bedarfsgerechte Versorgung, soziale Teilhabe und die Vermeidung langfristiger Folgekosten.
Der vollständige Bericht ist hier downloadbar.
Beachten Sie auch den Spendenaufruf der DHS zur Ermittlung eines einheitlichen Personalschlüssels in der Suchtberatung, den Sie hier finden.
